Neues Projekt mit KAIROS :

Sozio-laborale Integration von Obdachlosen in Renca

Seit nunmehr über 20 Jahre kennen und unterstützen wir die chilenische NGO KAIROS, welche nach der Diktatur aus der Fundación MISSIO-Chile entstanden ist. Etliche Projekte konnten so zum Wohle der Minderbemittelten besonders der Randgemeinden Renca und Peñalolen (Großraum Santiago de Chile) durchgeführt werden. KAIROS war uns immer sehr ans Herz gewachsen wegen seiner Nähe zu den Bedürftigsten Chiles und wegen seiner basisdemokratischen und verantwortungsvoll-konsequenten Vorgehensweise.

Leider konnten wir in den letzten Jahren keine vom Luxemburger Staat kofinanzierten Projekte mehr mit KAIROS durchführen, da Chile als « Tigerstaat » Lateinamerikas nicht mehr alle Kriterien zu einer Kofinanzierung durchs Entwicklungshilfeministerium erfüllt.

Unsere Freunde haben sich durch diesen Umstand ebenso wenig entmutigen lassen wie durch die Tatsache, dass auch aus Deutschland wesentlich weniger Unterstützung kam. Die (früher von uns teilweise kofinanzierten) Kindergärten liefen weiter (mit chilenischer Finanzierung) und auch andere gesellschaftspolitische und ökologische Maßnahmen konnten in Renca aufrechterhalten werden. Dies bedingte aber eine stetige Bewerbung bei vom Staate ausgeschriebenen Projekten, welche in der Regel nur 1-2 Jahre dauern. So funktioniert inzwischen das neoliberale System im Tigerstaat Chile auch auf dem sozialen und entwicklungspolitischen Felde: Alles wird dem Markt unterworfen, für alles gibt es Konkurrenzdenken und nichts ist auf Dauer garantiert. Jeder ist sich mehr oder minder selbst überlassen und so gehen natürlich die Schwächsten im System (gewollt?) unter. Natürlich ist das nicht im Sinne von KAIROS (oder in unserem Sinne), aber mit den momentan regierenden (konservativ-neoliberalen) Parteien um Präsident Piñera wurde alles noch schlimmer.

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Seit 2006 gab es in Santiago ein (noch von der Regierung Bachelet eingeleitetes) Pilotprojekt des chilenischen Entwicklungsministeriums zusammen mit FOSIS ( Fondo Solidario de Inversion Social). Dieses beinhaltete ein Auffangprojekt für die « Leute der Straße » (« personas en situacion de calle »), also die Obdachlosen, welche es zu Tausenden in Santiago gibt. Private und öffentliche Organisationen waren aufgerufen mitzumachen, jeder auf seine (in einem Projekt zu präsentierende) Art. So hat auch KAIROS seitdem sich hier aktiv beteiligt und sehr gute Arbeit und Erfahrungen gemacht. 2010-2011 hat sich daraus sogar eine Initiative zur Arbeitsbeschaffung der Obdachlosen entwickelt, wo die Mitarbeiter von KAIROS mit bis zu 100 Leuten aktiv soziolaborale Integrationsarbeit leisteten. Auch wurden während der Wintermonate (Juni bis August) Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen, wo die Obdachlosen auch Essen, Kleidung, Wärme und medizinische Hilfe bekommen konnten. So wurden den Leuten elementare Menschenrechte und Würde zuteil.

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Nun ist es aber so, dass unter der Regierung Piñera so einiges im sozialen Bereich im Argen liegt, ob gewollt oder verursacht durch ein heilloses Chaos in verschiedenen Ministerien. Dadurch sind einige soziale Programme im Moment ohne jegliche finanzielle Unterstützung. Unter diesen Umstand fällt auch das bis jetzt so verheißungsvolle Obdachlosenprogramm. Die Zahlungen an die NGOs für das Jahr 2012 lassen auf sich warten und für 2013 gibt es noch gar kein Budget, geschweige denn Antworten auf die Anfragen der NGOs, welche all die Jahre im Programm engagiert waren. Dies ist umso schlimmer, als der Winter in Chile immer die meisten Opfer unter den Obdachlosen fordert und die NGOs mit leeren Händen Anfang Juni dastanden. Indes vergibt die Regierung vor allem Großaufträge an ihr (gesellschaftspolitisch) nahestehende Firmen und Gesellschaften und setzt so sogar den sozialen Frieden im Lande kurz vor den Wahlen aufs Spiel.

Um die sehr gute Arbeit von KAIROS im Obdachlosenprogramm (und ihre guten Kontakte im Milieu) nicht gänzlich verpuffen zu lassen und überdies unsere Solidarität mit unserem Partner zu unterstreichen, hat Niños de la Tierra beschlossen, finanziell einzuspringen, um auch diesen Winter eine KAIROS-präsenz auf den Straßen Rencas zu garantieren.

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Das so ermöglichte « Miniprojekt » erstreckt sich über die 3 Wintermonate in Renca und betrifft 40 Obdachlose, welche schon KAIROS bekannt sind und gute Integrationschancen haben. Diese Leute werden sozial begleitet, psychologisch betreut, in Kursen geschult und besonders menschlich dahingehend gefestigt, dass eine Arbeitsfindung reelle Chancen hat. Durch die guten Kontakte von KAIROS mit Behörden, sozialen Netzwerken und sozial engagierten Firmen kann man hier mit 80% Erfolgsaussichten rechnen. Die Mannschaft welche das Projekt betreut, besteht aus 4 Leuten (3 Sozialarbeiter und 1 Psychologin), wovon 2 ständig auf der Straße aktiv sind (jeweils für 20 Leute zuständig), die 2 anderen eher «interne Aufgaben» erfüllen (individuelle psychologische Betreuung, konkrete individuelle Hilfe: Hygiene, Curriculum, Identitätspapiere, Adiktologie, Einschreibungen/Bewerbungen), diverse Kurse, Koordination des Programms). Auf diese Weise werden wenigsten 40 «Leute der Straße», welche sich schon 2012 durch Mitarbeit und Interesse an einer Lösung ihrer persönlichen Probleme hervortaten, nicht ihrer Chance beraubt, etwas dauerhaft-positiv in ihrem Leben zu verändern.

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Dieses « Winterprojekt » mit KAIROS finanziert Niños de la Tierra mit 11.500 Euro. Wie gesagt, kann dies nicht vom Luxemburger Staat kofinanziert werden, ist uns aber jeden Euro wert, da dieses Projekt einerseits den Finger in eine offene (gesellschaftspolitische) Wunde Chiles legt und andererseits die Arbeitsweise und entwicklungspolitische Grundeinstellung von KAIROS aufs positivste bestätigt.

Jean-Paul Hammerel

Veröffentlicht unter CHILE

Marion Dönhoff Preis 2013 für Sr. Karoline und Cristo Vive Europa

 

Der mit 20.000 Euro dotierte Förderpreis des renommierten Marion Dönhoff Preises der Wochenzeitung „Die Zeit“ geht in diesem Jahr an Sr. Karoline Mayer und unseren verein „Cristo Vive Europa – Partner Lateinamerikas e.V.“. Den undotierten Hauptpreis erhält der Dirigent Daniel Barenboim. Der Preis würdigt Leistungen für die internationale Verständigung und Versöhnung. Den Förderpreis erhalten Persönlichkeiten, „die ein besonders unterstützenswertes Projekt betreiben, das zur internationalen Verständigung und Versöhnung beiträgt“, wie der langjährige ehemalige Herausgeber der Zeit, Theo Sommer, auf Zeit-Online schreibt. Und Jury-Mitglied Anne Will begründet die Verleihung an Sr.Karoline so: „Im Laufe der Jahre hat Sr. Karoline Mayer in Chile, Bolivien und Peru ein beeindruckendes soziales Netzwerk aufgebaut. Sie hat durch ihr soziales und politisches Engagement nicht nur die Armut in Lateinamerika, sondern vor allem die Resignation bekämpft und auch in Deutschland hunderte Menschen für diese Arbeit begeistert“. Die Preisverleihung findet am 1. Dezember um 11.00 Uhr im Hamburger Schauspielhaus statt.

Bei der Verleihung des Marion-Dönhoff-Förderpreises am 1. Dezember auf Kampnagel in Hamburg wird der ehemalige Sozialminister Norbert Blüm die Laudatio halten. Blüm hatte bereits während der Pinochet-Diktatur Kontakte zu Karoline. Bekanntlich hat er bei einem seiner Besuche in Chile dem Diktator in einer Audienz die Freilassung von 18 Todeskandidaten abgetrotzt. Von Norbert Blüm stammt auch die Aussage: „Wenn es 10.000 Karolines gäbe, wäre das mehr Weltrevolution als der ganze Karl Marx zustande gebracht hat“.

Karoline Mayer wird „Heldin des Friedens 2013“


Auszeichnung der Katholischen Universität Alberto Hurtado in Santiago de Chile

Karoline wurde am 25. Oktober 2013 mit dem Preis „Heldin des Friedens“ (Héroe de la paz 2013) der Jesuitenuniversität „Alberto Hurtado“ in Santiago de Chile ausgezeichnet. Sie erhielt den Preis in Anerkennung ihrer Arbeit zum Wohl der Allerärmsten. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, „die, wie Padre Hurtado, sich in ihrem Dienst in den Bereichen der Gerechtigkeit, Versöhnung, Solidarität und des Fortschritts hervorgetan haben“. Die feierliche Übergabe fand im Ehrensaal des Nationalkongresses in Santiago statt.

Preis Heldin des Friedens

Veröffentlicht unter CHILE

Projekt Chapisirca

Unsere Partnerorganisation ANAWIN berichtet über die Fortschritte im Projekt

Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in der Region Chapisirca (Gemeinde Tiquipaya).

 

Werkstatt "Gesunde Ernährung": praktischer Teil

Werkstatt „Gesunde Ernährung“: praktischer Teil

Werkstatt "Gesunde Ernährung": theoretischer Teil

Werkstatt „Gesunde Ernährung“: theoretischer Teil

Kursus "Vorbeugung Gebärmutterkrebs"

Kursus „Vorbeugung Gebärmutterkrebs“

Werkstatt "Allgemeine Hygiene" für die Mütterorganisationen

Werkstatt „Allgemeine Hygiene“ für die Mütterorganisationen

Gesundheitszentrum: Größe- und Gewichtskontrolle

Gesundheitszentrum: Größe- und Gewichtskontrolle

Zubereitung von Sirups und Salben mit der Gruppe der Mütter

Zubereitung von Sirups und Salben mit der Gruppe der Mütter

Teilnahme an der Gesundheitsmesse in Chapisirca: Verkauf von traditioneller Medizin

Teilnahme an der Gesundheitsmesse in Chapisirca: Verkauf von traditioneller Medizin

Beteiligung der Kinder an der Gesundheitsmesse

Beteiligung der Kinder an der Gesundheitsmesse

Versammlung einer Gruppe Mütter

Versammlung einer Gruppe Mütter

Verteilung der Waren im Gemeindeladen

Verteilung der Waren im Gemeindeladen

Die Gruppe der Mütter beim Verteilen der Waren im Gemeindeladen

Die Gruppe der Mütter beim Verteilen der Waren im Gemeindeladen

Verantwortliche von ANAWIN unterwegs zur abgelegenen Gemeinschaft Carmen Pampa

Verantwortliche von ANAWIN unterwegs zur abgelegenen Gemeinschaft Carmen Pampa

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu Besuch bei Freunden in Cusco

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Dieses Jahr bestand unsere Delegation aus 3 Mitgliedern: Yvette und Claude Schweich und ich, Lydie Hoffmann. Am Ostersonntag (ein eher ungünstiger Tag, um einen Partner zu besuchen) sind wir am späten Nachmittag in Cusco gelandet. Obwohl wir vorab per Mail versucht hatten, den Empfang wegen der Feiertage auf ein Minimum zu reduzieren, wurde unserer Bitte nicht Folge geleistet! Es ist Teil der peruanischen Kultur, aber auch der aufrichtige Ausdruck vonFreundschaft und Dankbarkeit, uns mit allen Ehren am Flughafen zu empfangen. Groß und Klein war an diesem Nachmittag auf den Beinen; Blumen, Obst und Brot, Fahnen, selbsthergestellt Plakate und speziell bedruckte T-Shirts waren vorbereitet worden und wurden nun zur Schau gestellt. Es dauerte dann natürlich eine ganze Weile, bis wir jeden begrüßt hatten, bis alle Fotos geschossen waren und wir uns von dem vielfältigen und bunten Treiben etwas erholt hatten.

Trotz der Feiertage war der Zeitpunkt unserer Reise eigentlich gut gewählt, weil wir uns zurzeit „zwischen 2 Projekten“ befinden. Vor fast 4 Jahren haben wir uns, zusammen mit der Fundación Cristo Vive Perú (FCVP), in das Abenteuer „Frauenhaus“ gestürzt. Der Anfang war schwer, besonders, weil die Problematik der Gewalt innerhalb der Familien in ganz Peru verbreitet ist, es jedoch nur wenige staatliche Anlaufstellen gibt, um den Frauen in Not zu helfen. In der Stadt Cusco (ca. 300.000 Einwohner) gibt es bis dato nur das Frauenhaus der Fundación, in dem die Mütter mit ihren Kindern Schutz und Obdach finden können. Ana-María (die Direktorin der FCVP) und ihr Team standen vor einer Riesenherausforderung! Ohne viel Erfahrung im Bereich von häuslicher Gewalt zu haben, standen sie den Frauen mit viel Einfühlungsvermögen und professioneller Kompetenz zur Seite. In den letzten 4 Jahren haben sie viele Höhen und Tiefen erlebt und sind an ihren Aufgaben gewachsen. Seit April 2012 verfügt die FCVP endlich über die so dringend benötigte Infrastruktur. Ein renovierter Altbau und ein daran anschließender Neubau

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bieten jetzt durchschnittlich 12 Frauen und ihren Kindern einen sicheren Platz. Während 4-6 Monaten können sie hier etwas zur Ruhe kommen, können sich neu orientieren und erhalten sowohl psychologischen als auch rechtlichen Beistand. Außerdem haben sie im Frauenhaus die Möglichkeit, sich weiterzubilden, um nach ihrem Aufenthalt eine Arbeit zu finden und somit finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.

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Für unsere Organisation „Niños de la Tierra“ war es daher eigentlich selbstverständlich, diese exzellente Arbeit von unseren Freunden der FCVP auch weiterhin zu unterstützen, so dass wir noch dieses Jahr ein zweites Projekt über 3 Jahre mit ihnen in Angriff nehmen werden.

Für diese zweite Phase war schon viel Vorarbeit geleistet worden und so konnten wir uns bei unserem Besuch weitestgehend auf das „Cadre Logique“ und auf das Budget konzentrieren.

Kurz gesagt ist das „Cadre Logique“ein systematischer und analytischer Prozess, um ein Projekt zielorientiert planen, überwachen und bewerten zu können. Auf einigen wenigen Seiten werden hier das Hauptziel, das Projektgesamtziel, die messbaren Resultate und die Aktivitäten resümiert.

Sehr interessant für uns – und eigentlich zum ersten Mal – haben wir zusammen mit allen Beteiligten am Projekt dieses „Cadre Logique“ bis ins Detail analysiert, um zu prüfen, ob auch alle Resultate und Aktivitäten realistisch und durchführbar sind. Dieser Prozess, an dem das ganze Team beteiligt war, war relativ zeitaufwändig. Die Tatsache jedoch, dass die Mitarbeiter um ihre Meinung gefragt wurden, bewirkt unserer Ansicht nach, dass sie sich dadurch noch stärker mit dem Projekt verbunden fühlen und weiterhin ihr Bestes geben werden, um den Frauen und Kindern in Not „mit Liebe und Freude“(*) dienen zu können.

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Auch das Budget wurde, wenn auch in kleinerer Runde, ausführlich diskutiert. Alle Ausgaben wurden nochmals geprüft. Nur noch geringfügige Anpassungen mussten hier vorgenommen werden.

Trotz dieser anstrengenden Versammlungen, bei denen abends die Köpfe rauchten, war es eine sehr befriedigende Aufgabe, haben wir doch so den Eindruck gewonnen, alles Mögliche getan zu haben, damit dieses zweite Projekt mit unseren Freunden der FCVP, den bestmöglichen Start hat.

(*) Motto der Fundación Cristo Vive Perú: “Compartiendo el Pan con Amor y Alegría” – Das Brot mit Liebe und Freude teilen.

 

Lydie Hoffmann

Fotos: Yvette Schweich-Lux, Lydie Hoffmann

Veröffentlicht unter PERU

Nahrungssicherheit für Mapuche Kleinbauern

“Wer weiß schon, dass Hunderte von Millionen kleinbäuerlicher Familien, die das Gros der hungernden Massen bilden, durchschnittlich nur ein bis zwei Hektar oder noch weniger Boden bebauen…?”

“Die Strategien, mit denen sich Hunger und Mangelernährung eindämmen lassen, sind komplex und müssen der Vielfalt der Bewirtschaftungsformen und der Verhältnisse im jeweiligen Land angepasst sein. Bei allen Unterschieden stellt sich jedoch in zahlreichen Entwicklungsländern die entscheidende Frage nach einer Agrarreform und dem Zugang zu Boden. Beides bildet eine Voraussetzung für jede erneute Ausweitung der Agrarproduktion und jede substantielle Verringerung von Armut “

“Nationale wie internationale Finanzierungen müssen dazu beitragen,die ländlichen Infrastrukturen zu verbessern und den Bauern Zugang zu Rohstoffen, Krediten und Know-how zu erleichtern”

Aus “Mordshunger” von Jean Feyder

 

Ende März waren wir zu Besuch in den Mapuche Gemeinschaften José Carvajal und Francisco Huentro Painemil in Chile. Dies sind zwei von vier Gemeinschaften aus der Gemeinde Freire, die zurzeit mit unserer Partnerorganisation Fundecam ein Entwicklungsprogramm durchführen. Finanziert wird das Projekt von “Niños de la Tierra”. Drei Jahre lang soll den vier Gemeinschaften zu größerer Nahrungssicherheit verholfen werden. Auch die Ausbildung der Verantwortlichen und die Stärkung der Organisationen sind notwendig für ihre Weiterentwicklung.

350 Menschen sind von dem Projekt betroffen. Sie leben in großer Armut. In der Vergangenheit mussten sie ohne Hilfestellung der öffentlichen Instanzen auskommen. Ihre Armut hängt eng mit dem Landmangel zusammen. Für Viehzucht und Ackerbau besitzen sie als Kleinbauern nur 1 bis 1,5 Hektar pro Familie. Einst verfügten sie, die Ureinwohner Chiles, über große Landflächen. Enteignet wurden sie zuerst von den Spaniern und zuletzt unter Pinochet.

Mitglieder der Gemeinschaft José Carvajal

Mitglieder der Gemeinschaft José Carvajal

Es ist schwer, vom Ertrag solch kleiner Flächen zu leben. Eine optimale Bewirtschaftung ist unerlässlich, um die Nahrungssicherheit in etwa zu gewährleisten. Unser Partner Fundecam bietet den Gemeinschaften Kurse an über Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Produktion von organischem Dünger, geeignete Pflanzen, Konservierung von Nahrungsmitteln und den Umgang mit Wasser. Denn Wassermangel wird immer mehr zum großen Problem. Pflanzen, die viel Wasser benötigen, werden nicht mehr angebaut. 500 l Trinkwasser pro Familie werden einmal die Woche von der Gemeinde geliefert und in einem Fass aufbewahrt.

Weil die betroffenen Familien kaum über eigenes Einkommen verfügen, sind im Projekt soziale Kredite vorgesehen, um kleine aber wichtige Investitionen in der kleinbäuerlichen Produktion zu ermöglichen. Es handelt sich um “Mikrokredite”, die zur Hälfte von den Familien zurückbezahlt werden. Verwaltet werden die Kredite von der Leitung der Gemeinschaften unter der Kontrolle unserer Partnerorganisation vor Ort. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Selbstverwaltung auf sehr verantwortliche Weise durchgeführt wird. Dieses Vorgehen lehrt die indigenen Familien, mit Geld umzugehen, drückt Vertrauen aus und respektiert ihre Würde. 10.000.-€ sind pro Jahr für diesen Rotationsfonds im Projekt vorgesehen. Das Geld bleibt den Gemeinschaften erhalten, bis es ganz aufgebraucht ist.

Wie nutzen die Familien diese Kredite? Die meisten kaufen zuerst Draht, um ihre Gärten zu umzäunen, damit das Gemüse nicht von den Tieren gefressen wird. Sie umzäunen ihre Wiesen, so dass die Tiere nicht weglaufen können. Sie kaufen Zinkblech und Holz, um kleine Ställe und Scheunen zu bauen, Plastikfolie für Gewächshäuser, sowie geeignetes Saatgut und Tiere zum Züchten, hauptsächlich Hühner, Schafe und Schweine. Diese sind eine wichtige Nahrungsquelle, verbrauchen wenig und bringen beim Verkauf etwas Geld.

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Schwein& serre

Hier geht es wirklich um Grundbedürfnisse!

Parallel zu den Maßnahmen im Bereich Nahrungssicherheit werden die Verantwortlichen der Gemeinschaften ausgebildet. Sie lernen die Bestimmungen der indigenen Gesetzgebung kennen, damit sie ihre Rechte besser in Anspruch nehmen können. Den “dirigentes” wird in den Kursen aufgezeigt, wie sie sich besser organisieren und sich gegebenenfalls mit andern Gemeinschaften vernetzen und austauschen können. Gemeinsam handeln, macht stärker. Die Verantwortlichen lernen, wie man Projekte entwirft und formuliert. So können sie Fördergelder beantragen von der Gemeinde, der Region und vom Staat.

Die Gemeinschaft José Carvajal hat noch weit größere Probleme zu lösen. Von den etwa 100 Mitgliedern sind 25 von einer erblichen Augenkrankheit betroffen, die im Alter von 15 bis 25 Jahren zur Erblindung führt. David Carvajal, der Verantwortliche der Gemeinschaft, ist selbst blind. Zwei Jahre wartet er schon auf eine Augenoperation im öffentlichen Gesundheitssystem.

Roberto Mansilla im Gespräch mit David Carvajal, dem blinden Dirigente der Communidad José Carvajal

Roberto Mansilla im Gespräch mit David Carvajal, dem blinden Dirigente der Communidad José Carvajal

Am Anfang reagierte die Gemeinschaft mit großer Skepsis auf das Angebot zur Unterstützung. Bisher wurde ihnen jede Hilfe verwehrt. Wir haben im Projekt eine Begleitung von vier Stunden pro Woche vorgesehen für alle, die an der Augenkrankheit leiden. Diese Begleitung soll jede mögliche Hilfestellung geben, um die Behandlung und die Unterstützung zu organisieren. Bei unserm Besuch konnten wir feststellen, dass diese wichtige Hilfestellung zurzeit noch nicht ausreichend ist. 53 Besuche bei einem privaten Augenarzt wurden in kürzester Zeit durchgeführt, Brillen für die Kinder müssen gekauft werden. Weitere Maßnahmen sind erforderlich. Die Begleitung wurde einstweilen verstärkt und wir hoffen auf gezielte Spenden, um auf diese Problematik zu antworten.

Um nachhaltig aus der Armutsfalle auszubrechen und die Nahrungssicherheit (food security) hin zur Ernährungssicherheit (nutrition security) zu verbessern, müssten Lösungen erarbeitet und finanziert werden, die den Gemeinschaften ausreichenden Zugang zu Wasser und die Anschaffung von zusätzlichem Land ermöglichen.

Yvette Schweich-Lux

Fotos : Yvette Schweich-Lux

 

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Michel Schaack, Eirepresident vun “Niños de la Tierra”

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Mir konnten eis et all net virstellen, mä elo ass et sou wäit. De Michel Schaack, eise President a Koordinator huet no 26 Joer d’Presidentschaft vun eiser ONG ofginn. Hien hat dee Schrëtt scho laang ugekënnegt, an dach koum et fir eis iwwerraschend. Dem Mich seng Verdéngschter ëm eis Organisatioun si grouss a säin Asaz fir di benodeelegt Leit a Südmerika e Beispill. An all deene Joeren huet hien eis mat sengem Engagement  ëmmer rëm matgerappt. Mir si frou, dass hien  als Komiteesmember weider am Asaz bleift.

Als Equipe fueren mir lo weider. Matbestëmmung an Transparenz bleiwen eis wichteg. Jidderengem seng Aarbecht zielt. D’Ëmsetze vun de Mënscherechter, ganz besonnesch de Kannerrechter, de Kampf géint d’Aarmut a fir de respektvollen Ëmgang mat der natierlecher Ëmwelt bleiwen eis Prioritéiten. Eis Projeten solle Leit  a Südamerika op nohalteg Manéier zu engem besseren, mënschewierdege Liewen  verhëllefen, “ una vida digna” an dat a gudder Zesummenaarbecht mat eise Partner um Terrain.

Ouni d’ Ënnerstëtzung vu ville Frënn wier eis Aarbecht nët méiglech. Mir sinn iwwerzeegt, dass Dir eis weider um  Wee vun engem solidareschen Handelen begleet.

Claude Schweich

Michel Schaack, Ehrenpräsident von “Niños de la Tierra”

Wir konnten es uns nicht vorstellen, aber nun ist es soweit: Michel Schaack, unser Präsident und Koordinator hat nach 26 Jahren die Präsidentschaft unserer ONG abgegeben. Er hatte diesen Schritt lange im Voraus angekündigt und trotzdem kam er für uns total überraschend. Michels Verdienste um unsere Organisation sind riesig und sein Engagement für die Benachteiligten in Südamerika beispielhaft. In all den Jahren hat uns sein Einsatz immer wieder neu motiviert. Wir freuen uns, ihn als aktives Mitglied weiter in unserer Mitte zu haben.

Unser gut eingespieltes Team macht weiter. Mitbestimmung und Transparenz sind weiterhin wichtige Kriterien unserer Arbeit. Der Einsatz eines  jeden Einzelnen zählt. Der Kampf für die Menschenrechte, insbesondere diejenigen der Kinder, für den respektvollen Umgang mit der natürlichen Umwelt und gegen die Armut bleiben unsere Prioritäten. Unsere Projekte sollen den Leuten in Südamerika auf nachhaltige Weise zu einem besseren, menschenwürdigen Leben verhelfen, “ una vida digna” und das in harmonischer Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen vor Ort.

Ohne die Unterstützung vieler Freunde hierzulande wäre unsere Arbeit nicht möglich. Wir sind überzeugt, dass Sie uns auf dem Weg solidarischen Handelns begleiten.

Claude Schweich

Michel Schaack, Président d’Honneur de Niños de la Tierra

Difficile à imaginer, mais c’est un fait accompli maintenant: Michel Schaack, notre Président et Coordinateur, a cédé la présidence de notre ONG après 26 ans. Il l’avait bien annoncé à l’avance, mais nous avons quand-même été un peu pris au dépourvu. Les mérites de Michel pour notre association sont innombrables et son engagement pour les dépourvus en Amérique Latine exemplaires. Pendant toutes ces années il a réussi à nous motiver à maintes reprises. Nous nous réjouissons  d’autant plus de le savoir membre actif à l’avenir.

Notre équipe bien rodée poursuit la voie de la continuité. La coopération et la transparence resteront  partie intégrante de notre travail. L’engagement de chacun de nous importe: pour la sauvegarde des droits de l’homme, surtout ceux des enfants, pour la conservation de l’environnement et contre la pauvreté. Que nos projets procurent une vie meilleure, plus digne aux gens défavorisés d’Amérique Latine, “ una vida digna”, et cela  d’une façon durable et en accord harmonieux avec nos partenaires sur le terrain.

Nos efforts seraient vains sans le support de tant d’amis et supporters luxembourgeois. Nous sommes convaincus que vous nous accompagnerez le long de notre démarche solidaire.

Claude Schweich

RÜCKBLICK AUF 2012

Das Wichtigste aus dem Aktivitätsbericht von Niños de la Tierra a.s.b.l.

UNSERE GESCHICHTE

Im APRIL 1987 wurde die ONG „CHILES KINDER a.s.b.l.“ aus der Taufe gehoben. Dabei handelte es sich um die Offizialisierung der AKTION CHILES KINDER, die von 1976 – 1986 durch den Bettemburger Jugendchor mit viel Erfolg durchgeführt wurde. Im JULI 2006 änderten wir unseren Namen, da seit 2001 neben Chile auch Bolivien zu unseren Zielländern gehört. Wir heißen fortan „NIÑOS DE LA TIERRA“.
Seit ihrer Gründung wird unsere Nichtregierungsorganisation (NGO) vom Luxemburger Staat anerkannt und unterstützt. Auch wurde uns vor kurzem das AGRÉMENT MINISTÉRIEL bis Ende 2014 verlängert. Die an uns überwiesenen Spenden sind also von den Steuern absetzbar.

IM ZEICHEN UNSERES 25-JÄHRIGEN BESTEHENS

Unser Jubiläumsjahr 2012 war geprägt war durch verschiedene Feierlichkeiten, die an all die Jahre unseres Einsatzes für minderbemittelte Menschen in Chile, Bolivien und Peru erinnerten:

1. Am 26. April im Ciné Le Paris in Bettemburg: Vorführung des Films TAMBIEN LA LLUVIA vor einer ansehnlichen Zuschauerkulisse. Der Film zeigt hervorragend, wie die Bevölkerung der bolivianischen Provinzhauptstadt Cochabamba mit Erfolg gegen die Privatisierung der Wasserversorgung revoltierte.

2. Am 27. April lud der Vorsitzende unserer NGO seine Mitstreiter, die Vertreter der Bettemburger Gemeinde und der Kirche zu einem Umtrunk ein, als Zeichen des gemeinsamen Engagements für minderbemittelte Menschen in Südamerika.

3. Am 11. Mai in der Pfarrkirche Bettemburg:  RELIGIÖSE FEIER unter dem Motto „HUNGER NACH GERECHTIGKEIT“. Zusammen mit dem früheren Bettemburger Jugendchor feierten wir „35 Jahre Freundschaft mit Schwester Karoline Mayer“. Fast 200 Leute wohnten dem Fest in der Kirche bei. Danach wurde unsere Freundin Karoline von Bürgermeister Laurent Zeimet im Bettemburger Schloss empfangen, wo sie zum Thema „EMPÖRT EUCH, ENGAGIERT EUCH MIT ZÄRTLICHKEIT“ referierte. Hervorzuheben ist, dass bei dem anschließenden gemütlichen Beisammensein die Gemeinde Bettemburg und der Pfarrverband Bettemburg für das leibliche Wohl sorgten.

4. Am 5. Oktober 2012 fand in Bettemburg der Höhepunkt des Jubiläumsjahres statt: die AKADEMISCHE SITZUNG zu 25 JAHRE NIÑOS DE LA TIERRA/CHILES KINDER. Im vollbesetzten Festsaal kamen neben Michel Schaack (Präsident) und Jean-Paul Hammerel (Projektleiter unserer NGO) folgende Ehrengäste zu Wort: Madame Marie-Josée Jacobs, Ministerin für Kooperation; Laurent Zeimet, Bürgermeister der Gemeinde Bettemburg; Jorge Daveggio, Direktor unserer Partnerorganisation HOGAR ESPERANZA in La Florida/Santiago de Chile; Dorothea Klette, Vertreterin der Stiftungen Cristo Vive Chile, Bolivien und Peru; Gaby Braun, Vorsitzende der NGO Cristo Vive Europa; Michaela Weyand, Mitbegründerin der Kunst- und Musikschule EPA im  chilenischen Armenviertel Achupallas/ Viña del Mar. Hervorzuheben bleibt der kurze aber wichtige Beitrag unserer ehemaligen Freiwilligen Pascale Engel zum Thema „Auswirkungen einer prekären Lage in der frühen Kindheit auf die Hirnentwicklung und das spätere Verhalten eines Menschen“. Für musikalische Begleitung sorgte das Gitarrenensemble der Düdelinger Musikschule unter Leitung von Jean-Yves Lorenzi. Der Ehrenwein wurde von der Gemeinde Bettemburg offeriert, der Geburtstagskuchen von „Niños de la Tierra“. Als Geschenk erhielten unsere Freunde die in Eigenregie hergestellte und von Gönnern finanzierte Broschüre „25 Jahre Niños de la Tierra“. Allen, die zum Gelingen unserer Feierlichkeiten beigetragen haben, möchten wir nochmals von Herzen danken, besonders der Gemeinde Bettemburg, dem Pfarrverband Bettemburg – Hüncheringen, dem Gitarrenensemble sowie dem Fotografen J.-Cl. Anthon. Erwähnen wir, dass im Rahmen der Feierlichkeiten unser Präsident von den Radios DNR (Chr. Busshardt) und 100,7 (A. Maquil) interviewt wurde, während in der geschriebenen Presse vor allem im Buet 1/2012 der Gemeinde Bettemburg und im Luxemburger Wort unserer ONG die Ehre erwiesen wurde.  Heben wir hervor, dass folgende Freunde von Anfang an unserer Hilfsorganisation angehören: Hammerel Jean-Paul, Kohn Marie-José und Marcel, Schaack Fernande und Michel, Schweich Yvette und Claude, Wewer Gaby.

VERWALTUNG

Unser Verwaltungsrat setzt sich aus 13 ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen, denen freiwillige Mitarbeiter zur Seite stehen. Er tagte 15mal, öfters als in den vergangenen Jahren, wegen der Vorbereitungen zu den Feiern unseres 25. Jubiläums und weil unsere NGO sich zum 1. Mal in ihrer Geschichte einem AUDIT unterwerfen musste. Daneben waren die meisten unserer Mitglieder entweder in den beratenden Gruppen für ÖFFENTLICHKEITSARBEIT oder für PROJEKTE je dreimal aktiv. Unsere VOLO-Gruppe kam sieben Mal zusammen: dabei ging es – zusammen mit dem SNJ – um die Vorbereitung der Jugendlichen, die sich bei unserer ONG für einen Freiwilligendienst in Südamerika bewerben. Desweiteren setzten einige unserer Mitglieder ihre AKTION „Second-Hand-Bücher“ zugunsten der bilingualen Mapuche-Schule Trañi-Trañi bei Temuco in Chile fort. Am 11. Februar trafen sich alle unsere Mitstreiter in einer eintägigen KLAUSUR, um die Akzente für ein neues Arbeitsjahr festzusetzen.

Von der gut besuchten 25. GENERALVERSAMMLUNG am 22. März 2012 bleibt folgendes zurückzubehalten: Mit Freude teilte Präsident Schaack der Versammlung mit, dass die Höhe der Privatspenden 2011 die höchste der vergangenen 25 Jahre gewesen sei. Auch war er hocherfreut, dass acht von vierzehn Gründungsmitgliedern (siehe Verwaltungsrat: Name mit* markiert,) all die Zeit zusammengehalten haben. Axel Schneidenbach, zwei Jahre Stagiaire in unserer Vereinigung, wurde in den Vorstand aufgenommen.
Dorothée Franzen (Howald) wurde als zukünftige Freiwillige im Kindergarten Naciente in Santiago de Chile (Oktober 2012-September 2013) vorgestellt.
Der Mitgliedsbeitrag beträgt weiterhin 10 €uro. Die Damen Lolo Reding und Michèle Biwer-Erpelding wurden als Kassenrevisorinnen bestätigt.
Unser VERWALTUNGSRAT setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen (alphabetische Reihenfolge):  *Hammerel Jean-Paul, Kassierer und Projektleiter (Fennange); Hoffmann Lydie (Fentange); Hoffmann Marco, Vize-Präsident; *Kohn-Goedert Marie-José (Bettembourg) und *Kohn Marcel (Bettembourg); Ludwig-Bohler Marie-Rose, Sekretärin (Bettembourg); *Schaack-Rasquin Fernande (Crauthem) und *Schaack Michel, Präsident und Koordinator (Crauthem); *Schweich-Lux Yvette (Bettembourg) und *Schweich Claude (Bettembourg; Schneidenbach Axel (Dudelange), Stoos Gaby (Bettembourg); *Wewer Gaby (Bettembourg).Ständige MitarbeiterInnen: Chillon Brigitte (Schifflange), Hoffmann-Mühlpfordt Ruth (Consdorf), Ludwig Georges (Bettembourg), Mangen-Carier Guy und Tania (Mamer).
Neue MitarbeiterInnen: Wir freuen uns auf zwei neue Mitarbeiterinnen: Sylvie Mergen aus Luxemburg und Julie Kipgen, unsere Freiwillige in Bolivien von Mitte Januar bis Anfang Dezember 2012.

NIÑOS DE LA TIERRA ist Mitbegründer und Mitglied des Cercle des ONGD (www.cercle.lu) und von Beetebuerg Hëlleft, von Attac und von Fairtrade Lëtzebuerg. Wir sind auch Sympathisanten der deutschen Hilfswerke Cristo Vive Europa (www.cristovive.de) und Crearte e.V. (www. crearte-org.de).

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Unser INFOBLATT verbindet uns mit unseren Spendern und Freunden. Es erscheint viermal im Jahr (März, Juni, September und Dezember). Höchstauflage: 1350 Exemplare. Etwa 35 Personen beziehen unsere Zeitschrift online. Unser Info wird in eigener Regie hergestellt und berichtet vor allem über unser Engagement in Chile, Bolivien und Peru. Auch wichtige Bücher zu entsprechenden Themen stellen wir vor. Stolz sind wir auf unsere JUBILÄUMSSCHRIFT, die in Selbstregie hergestellt werden konnte und von unsern Gönnern finanziert wurde, denen wir hiermit noch einmal unseren herzlichen Dank aussprechen möchten. Unsere HOMEPAGE (www.niti.lu), von Vorstandsmitglied Marcel Kohn verwaltet, ermöglicht einen schnellen Zugriff auf alles Wissenswerte über unsere Vereinigung.

VORSTELLEN UNSERER PROJEKTE

Auf Anfrage stellen wir gerne unsere NGO bzw. unsere Projekte vor. Dies geschah 2012 bei folgenden Benefizveranstaltungen für unsere Organisation: Konzert der Schüler des Ettelbrücker Konservatoriums im Auftrag des Lions Club Eisléck (11. März); Konzert der Gemengemusék Munzen in Marnach (9. Juni); Konzert von Jubilate Musica in Alzingen (16. Dezember); Konzert der Posaunenklassen der Redinger und Echternacher Posaunenklassen in Elvange (22. Dezember) und in Berdorf (23. Dezember).
Mehr über unsere Projekte erfuhren auch verschiedene Klassen der Nörtzinger Grundschule (24. Mai); Ärzte und Pharmareferenten eines MSD-Meetings in Capellen (13. Juni) sowie die Hörer der  Radios DNR (30. September) und 100,7 (12. November).

ÖFFENTLICHE SCHECKÜBERREICHUNGEN: beim Neujahrsempfang der Gemeine Bettemburg (2. Januar), bei der Jahresversammlung der Bettemburger Harmonie Municipale (23. Januar), bei der Generalversammlung des Pfarrverbandes Sassenheim, beim Schulfest der „Sonneschoul“ Nörtzingen (11. Juli), beim Schulfest der Bettemburger „Schoul am Duerf“ (12. Juli), bei der Versammlung der Gemengemusek Munzen in Munshausen (20. Oktober), bei der Monatsversammlung des Lions Club Eisléck in Lipperscheid (7. November).

PRÄSENZ UNSERER ORGANISATION

Bei folgenden Veranstaltungen war Niños de la Tierra vertreten:

Generalversammlungen des Cercle des ONGD (7. März), von „Hëllef fir d‘Kanner vu Constanta“ (12. März), von Beete-buerg Hëlleft (23. April).

Versammlungen bzw. Seminare von Beetebuerg Hëlleft, der Gemeinde Bettemburg, von „Monnerech Hëlleft“, des Cercle des ONGD und des SNJ.

Eröffnung des 1. Weltcafés von Luxemburg in Bettemburg (5. Januar), Vernissage der Ausstellung von Jang Lamborelle in Luxemburg (23. März),
Ovation an Bettemburgs neuen Bürgermeister (5. Mai), 10 Jahre Hilfsorganisation Cristo Vive Europa in Würzburg (2./3.Juni), Fête de l’Amitié in Bettemburg (22. Juni), Assises de la Coopération in Luxemburg (17./18. September), Verleihung des 1. Vivi Hommel-Preises an Jean Feyder in Bettemburg (21. September), Journée Mondiale contre la Pauvreté in Luxemburg (17. Oktober), Faire Kaffi in Bettemburg (21. Oktober). Die Luxemburger Wochenzeitschrift REVUE  stellte unsere NGO  in ihrer Nummer 47/2012 (Rubrik: Vereint im Verein) vor.

BESUCH VON PARTNERN

Wie schon oben angedeutet, feierten ausländische Freunde mit uns „25 Jahre Niños de la Tierra“ (5. Oktober). Am Tag nach dem Fest diskutierten wir mit ihnen über die  aktuelle Lage ihrer Projekte. Karoline Mayer, Vorsitzende der Stiftungen Cristo Vive Chile, Bolivien und Peru war unser Gast vom 11.-14. Mai. In Bettemburg, in Holzem, im Lycée Aline Mayrisch (Luxemburg) und bei einem Interview mit Roy Grotz (RTL) legte sie Zeugnis ab von ihrem unermüdlichen Einsatz unter den Armen. Auch traf sie sich mit ihren anderen Luxemburger Partnerorganisa-tionen: „Guiden a Scouten fir Eng Welt“ und Andamos.

Am 16. November erhielt Karoline einmal mehr eine hohe Auszeichnung: In Santiago wurde sie mit dem Verdienstorden „Clotario Blest Rifo“ geehrt. Clotario Blest war einer der bedeutendsten Gewerkschaftler Chiles und Südamerikas. Er verstarb im Jahr 1991.
UNSERE PROJEKTE IN CHILE, BOLIVIEN UND PERU

NIÑOS DE LA TIERRA SEIT 1987 IN CHILE

Die ersten 25 vom Luxemburger Staat kofinanzierten Projekte kamen gröβtenteils Menschen in den Armenvierteln von Santiago de Chile bzw. den Mapuche, Ureinwohner Chiles, zugute.
Auch im vergangenen Jahr galt unsere Chile-Hilfe vorwiegend den Ureinwohnern dieses Landes:
1. Unterstützung der Mapuche-Familien der Gemeinden Toltén und San José de Mariquina in ihrem Kampf gegen die Armut und für eine ökologische Umwelt.
2. Nahrungssicherheit und Stärkung von vier Mapuche-Gemeinschaften der Gemeinde Freire. Partnerorganisation: Fundecam, Temuco.

NIÑOS DE LA TIERRA SEIT 2001 IN BOLIVIEN

Letztes Jahr wurden folgende kofinanzierte Projekte fortgesetzt:
1. Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in der Region Chapisirca (Gemeine Tiquipaya), Partnerorganiation: Anawin, Cochabamba;
2. Kindergarten „Ch’askalla“ – Stärkung der Potenziale der Kinder im Vorschulalter inTirani/Cochabamba, Partnerorganisation: Fundación Cristo Vive Bolivia;
3. Integrales Entwicklungsprogramm für Frauen, Kinder und Jugendliche in El Alto und Pacuani, Partnerorganisation: Contexto, La Paz
4.Vergröβerung der schulischen Infrastruktur und integrales pädogisches Konzept in Villa Clothilde/Sacaba. Partnerorganisation:  Anawin, Cochabamba

NIÑOS DE LA TIERRA SEIT 2009 IN PERU

Unser kofinanziertes Projekt „Sonqo Wasi“ in Cusco Peru liegt uns ganz besonders am Herzen. Hierbei handelt es sich um ein Aufnahme- bzw. Ausbildungszentrum für integrale Entwicklung von Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt wurden. Partnerorganisation: Fundación Cristo Vive Peru.

NICHT KOFINANZIERTE PROJEKTE, die wir seit vielen Jahren unterstützen:
• die Mapuche-Schule „Trañi-Trañi“ nahe Temuco, Chile;
• die Kunst-und Musikschule EPA in Viña del Mar, Chile
• das Kinderheim „Hogar Esperanza“ in La Florida, Chile
• das medizinische und zahnmedizinische Programm von Dr. Annemarie Hofer nahe Tiquipaya und Quillacollo/Bolivien

Abschlieβend möchten wir all unseren Freunden und Gönnern von Herzen danken. Ohne ihre finanzielle und/oder moralische Hilfe hätten wir all die eben aufgezählten Projekte nicht fördern können, Projekte, die dazu beitragen, dass immer mehr  Menschen ein Leben in Würde führen können.
Michel Schaack (20. Februar 2013)

COMPTE DES RECETTES ET DEPENSES
DE NINOS DE LA TIERRA a.s.b.l.
(anc.CHILES KINDER asbl.)

POUR L’ANNEE 2012 (en EURO)
SOLDE AU 31.12.2011: 260.485,44 €

I. RECETTES :
A) RECETTES D’ORIGINE PUBLIQUE : 349.607,44 €
1) Cofinancements : 323.669,85 €
a) cofinancement par le MAE : 323.669,85 €
b) cofinancement par l’UE : 0,00 €
c) accord-cadre MAE: 0,00 €
2) Subsides : 25.937,59 €
a) subsides par le MAE (frais adm. ) : 15.937,59 €
b) subsides par communes :  10.000,00 €

B) RECETTES D’ORIGINE PRIVEE : 192.113,90 €
1) Dons individuels : 168.743,64 €
2) Dons provenant de l’étranger : 0,00 €
3) Autres recettes : 23.370,26 €

C) INTERETS TOUCHES : 2.041,81 €

TOTAL DES RECETTES : 543.763,15 €

II. DEPENSES :

A) DEPENSES POUR PROJETS : 545.423,00 €
1) Projets cofinancés : 485.253,00 €
2) Projets non-cofinancés : 60.170,00 €
3) Accord-cadre : 0,00 €
4) Solde après réalisation remboursé : 0,00 €

B) DEPENSES POUR ACTIVITES : 2.022,49 €
1) Activités ayant bénéficié d’un subside : 0,00 €
2) Activités n’ayant pas bénéficié d’un subside : 2.022,49 €

C) DEPENSES ADMINISTRATIVES : 11.041,87 €
1) Frais pour bulletin «Info» et brochure «25ans» : 6.505,06 €
2) Frais bancaires : 1.145,85 €
3) Autres dépenses administratives : 3.390,96 €

D) AUTRES : 9.141,52 €
1) Divers : 2.149,00 €
2) Frais volontaires (2) : 6.992,52 €

TOTAL DES DEPENSES : 567.628,88 €

SOLDE AU 31.12.2012 : 236.619,71 €

LE TRESORIER  JEAN-PAUL HAMMEREL    16.01.2013