Rückblick auf das Jahr 2017

Verwaltung von Niños de la Tierra

Nach der Generalversammlung vom 30. März setzt sich der „Conseil d’administration“ aus 14 ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen. Diese berieten sich in 12 Monatsversammlungen, sowie in der alljährlichen Klausur (Reflexionstag über die Zukunft unserer ONG, über unserer Projekte und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern) am 21. Januar 2017. Die Arbeitsgruppen für Projekte, Öffentlichkeitsarbeit, Freiwilligen-Engagement und Buchhaltung trafen sich insgesamt 14 mal.

Kim Nommesch setzte auch 2017 ihre Projektarbeit als unabhängige Mitarbeiterin unserer ONG fort.

Verwaltungsrat

Unser Verwaltungsrat setzte sich wie folgt zusammen:
Jean-Paul Hammerel (Fennange),
Marco Hoffmann (Consdorf),
Julie Kipgen (Arlon),
Marie-José Kohn-Goedert und Marcel Kohn (Bettembourg),
Rose Ludwig-Bohler und Georges Ludwig (Bettembourg),
Fernande Schaack-Rasquin und Michel Schaack (Crauthem),
Axel Schneidenbach (Dudelange),
Yvette Schweich-Lux und Claude Schweich (Bettembourg),
Gaby Stoos (Bettembourg)
Gaby Wewer (Bettembourg)
Ständige Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen:
Marianne Hoffmann (Schuttrange),
Ruth Hoffmann-Muhlpfordt (Consdorf),
Tania Mangen-Carier und Guy Mangen (Mamer),
Claire Zimmer (Bettembourg).

Gemäß den Statuten unserer ONG wurden die Posten im Verwaltungsrat in der ersten Sitzung nach der Generalversammlung verteilt:
Präsident: Marco Hoffmann,
Vizepräsidentin: Gaby Stoos,
Sekretärin: Rose Ludwig-Bohler,
Kassenwart: Jean-Paul Hammerel,
Hilfskassenwart: Georges Ludwig
Ehrenpräsidenten sind Michel Schaack und Claude Schweich.

„Niños de la Tierra“ ist Mitglied im Cercle de Coopération des ONGD (Mitbegründer), bei ATTAC (www.attac.org) und bei Fairtrade Lëtzebuerg (www.transfair.lu). Vertreten sind wir auch bei Beetebuerg hëlleft (Mitbegründer) und bei Monnerech hëlleft.
Freundschaftlich verbunden sind wir mit den deutschen Organisationen Cristo Vive Europa (www.cristovive.de) und Crearte e.V./EPA (www.crearte-epa.org).

Öffentlichkeitsarbeit

Unser Mitteilungsblatt INFO erscheint viermal im Jahr in einer Auflage von 1300 Exemplaren. Per Post/Mail verschickt, erlaubt es uns, unsere Sympathisanten über unsere Projekte auf dem Laufenden zu halten und wichtige Nachrichten über unsere Zielländer Bolivien, Chile und Peru zu vermitteln.

Unsere Homepage www.niti.lu wird koordiniert von Marcel Kohn: Neben allen wichtigen Informationen über unsere ONG kann man auch die PDF-Ausgaben unserer INFOblätter abrufen.

Auch auf Facebook sind wir vertreten; Julie Kipgen verwaltet unsere Seite: Niños de la Tierra Asbl

Öffentliche Schecküberreichungen

• Mersch : Fraen a Mammen Mersch (20.01.)
• Bettemburg : Chorale Ste Cécile Bettemburg (20.01.)
• Fentingen: Schoul Fenteng (15.02.)
• Monnerich: Journée des associations de bienfaisance (04.07.)

Vorstellen unserer ONG und unserer Projekte

• im März, im Ciné LeParis Bettemburg: Projekt „Sonqo Wasi“ / Peru
• im März und Juni, beim Vorstand von „Diddeleng hëlleft“: Projekt Vilcún/Chile
• im Dezember, beim Abschied von Direktor Marc Juncker (Musikschule Echternach): Vorstellen unserer ONG

Präsenz der Mitglieder von Niños de la Tierra

Während des Jahres 2017 war unsere Organisation vertreten bei:
• Konferenz von Martine Greischer (05.01.)
• Treffen von Diane Catani (Projekt Tetrobus in Santiago de Chile) und Nitis-Vertretern
mit Bürgermeisterin Lydie Polfer und Christof Mann im Rathaus Luxemburg (20.01.)

Austausch des Vorstands mit Diane Catani …

… und Empfang im Stadthaus Luxemburg

• Konferenz von Diane Catani im Jugendhaus Bettemburg (23.01.)
• Treffen mit Roy Grotz zur Vorbereitung der Table Ronde „30Jahr-Feier“ (25.01.)
• Benefizkonzert im CAPe Ettelbruck (29.01.)
• 5 Treffen zur Vorbereitung des Projektes EPA (06.03.; 21.04.; 08.05.; 07.07.; 18.10.)
• Generalversammlung Cercle des ONG (15.03.)
• Informationsversammlung zur „Journée des associations de bienfaisance“ in Monnerich (16.03.)
• journée de formation pour tuteurs du Service Volontaire de Coopération des SNJ (31.03.)
• Eröffnung LiteraTour in Bettemburg (20.04.)
• OGBL-Feier: Stand Martine Greischer (01.05.)
• Stand bei der Journée des associations de bienfaisance in Monnerich (28.05.)
• Generalversammlung Fairtrade (29.05.)
• Generalversammlung Beetebuerg hëlleft (15.06.)
• Generalversammlung Diddeleng hëlleft (21.06.)
• Fête de l’amitié in Bettemburg (22.06.)
• Abschiedsfest David Hoffmann (30.07.)
• Assises de la Coopération (12/13.09.)
• Soirée de l‘Engagement SNJ (22.09.)
• Journée Commémorative in Bettemburg (01.10.)
• 25Jahre-Feier Fairtrade (09.11.)

Niños de la Tierra im Ausland

Kim Nommesch unternahm eine Bewertungsreise zu unseren Partnern in Chile (11. – 18. November).

Besuch von Partnern

2017 besuchten uns folgende Partner:
• Diane Catani, Gründerin und Verantwortliche des Projektes „Teatrobus“ in Santiago de Chile (18.01.; 18.10.)
• Michaela Weyand, Hauptverantwortliche von CREARTE e.V., Förderverein der EPA (21.04.)
• Schwester Karoline Mayer, Vorsitzende der Stiftungen Cristo Vive Chile, Bolivien und Peru.
Begleitet wurde sie von Vorstandsmitgliedern der Fundación „Cristo Vive Europa“ (20.05.)
• Pater Julien Braun von unserer Partnerorganisation „KAIRÓS“ Chile (14.09.)
• Martine Greischer, Gründerin des Projekts „Trabajo Digno“ welches Arbeitssuchenden
und Angestellten in Cochabamba zu einer gerechten und würdigen Arbeit verhilft. (30.12.)

Unsere Freiwilligen

David Hoffmann reiste im August nach Chile: er verbringt ein Freiwilligenjahr in der Musikschule EPA (Escuela Popular de Artes) im Armenviertel Achupallas in Viña del Mar.

30 Jahre Niños de la Tierra

Am 19. Mai feierte unsere ONG im Festsaal der Gemeinde Bettemburg in Anwesenheit von Gemeindevertretern, vielen Freunden, Partnern und Gönnern ihren „30. Geburtstag“. Eine Table ronde mit Patrick Godart, Jean-Paul Hammerel, Julie Kipgen, Karoline Mayer und Michel Schaack wurde moderiert von Roy Grotz

Vom 22. bis 29. Oktober waren 10 Schüler der chilenischen Musikschule EPA mit 2 Professoren, mit Michaela Weyand und Eduardo Cisternas (Hauptverantwortliche von CREARTE e.V., Förderverein der EPA), sowie mit David Hoffmann, zu Gast in Luxemburg. Sie hatten einen musikalisch-kulturellen Austausch mit Schülern der Musikschule Echternach, des „Lycée classique Echternach“ und des „Conservatoire du Nord Ettelbruck“. Höhepunkte ihres Aufenthaltes waren das Konzert mit der Bettemburger Harmoniechen im Festsaal des Bettemburger Schlosses, das After Work Konzert im Conservatoire du Nord Ettelbruck, sowie das unvergessliche Benefiz-Abschlusskonzert im Trifolion Echternach.

Rose Ludwig-Bohler,
März 2018

ASSEMBLÉE GÉNÉRALE ORDINAIRE

Niños de la Tierra a.s.b.l.

invite tous ses donateurs et sympathisants

à son

ASSEMBLÉE GÉNÉRALE ORDINAIRE

mardi le 20 mars 2018 à 20.00 heures

à la Boutique du Monde 42, route de Mondorf Bettembourg

Ordre du jour :

– allocution du président
– approbation du procès-verbal de l’assemblée générale 2017
– rapport d‘activités
– rapport financier
– rapport des réviseurs de caisse
– approbation des rapports
– désignation des réviseurs de caisse
– fixation de la cotisation
– élection du comité : tous les membres du conseil sont rééligibles
– projets actuels et futurs
– compte-rendu d’une année de volontariat en Bolivie
– divers

Le Conseil d’Administration de Niños de la Tierra a.s.b.l.

Papst geißelt „Plage der Gewalt an Frauen“

Papst Franziskus beklagte auf seiner Südamerikareise im Januar 2018 die vielen Femizide auf dem Kontinent. Von den 25 Ländern mit den meisten Morden an Frauen liegt laut UN-Angaben die Hälfte in Lateinamerika. In Peru forderte der Papst eine andere Gesetzgebung und eine „Kultur der Ablehnung von Gewalt“.

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Papst Franziskus kritisierte während seines Besuchs in Peru die hohe Rate der Gewalt gegen Frauen in seinem Heimatkontinent. Die zahlreichen Fälle von Frauenmorden seien eine „Plage, die unseren amerikanischen Kontinent heimsucht“, sagte Franziskus in der Küstenstadt Trujillo im Norden des Landes. Noch am Samstagabend flog der Pontifex in die Hauptstadt Lima zurück, dort schloss er am Sonntag seine einwöchige Lateinamerika-Reise mit einer Messe unter freiem Himmel ab.

„Es gibt unzählige Situationen von Gewalt, die hinter so vielen Mauern totgeschwiegen werden“, klagte Franziskus während einer Marienfeier auf dem zentralen Platz Trujillos. „Ich lade euch ein, gegen diese Quelle des Leidens zu kämpfen, indem ihr eine Gesetzgebung und eine Kultur der Ablehnung gegen jede Form von Gewalt fördert“.

Peru kämpft seit langem mit hohen Gewaltraten, Lima gilt laut einer jüngst veröffentlichten Studie als eine der gefährlichsten Städte der Welt für Frauen. In anderen lateinamerikanischen Metropolen wie Mexiko-Stadt sind Frauenwaggons in der U-Bahn üblich.

n-tv.de 21.1.2018

 

FUNDACION CRISTO VIVE PERU und NIÑOS DE LA TIERRA asbl.
gemeinsam im Kampf gegen die Gewalt an Frauen in Peru

Seit dem Beginn ihres Einsatzes für die bedürftigen und unterdrückten Mitmenschen in Cusco/Peru, hat unsere Partnerorganisation FUNDACION CRISTO VIVE PERU (FCVP) sich vornehmlich der Problematik der Gewalt gegenüber Frauen verschrieben. Aufbauend auf einer Methodologie, welche sich orientiert am « nationalen peruanischen Interventionsplan gegen die Gewalt an Frauen », hat die FCVP seit 2004 zuerst eine ambulante und rein auf Volontariat aufgebaute Anlaufstelle für die von Gewalt und Ausbeutung betroffenen Frauen eingerichtet (psychologische und juristische Hilfe, Begleitung und Teilausbildung). Ab 2008 wurde die Hilfe « professioneller » und spezialisierte Mitarbeiter in Psychologie und Jura nahmen sich der Problematik an.

Rechtsbeistand für die Frauen in Not

Gruppentherapie

Seit 2009 ist Niños de la Tierra asbl. ein verlässlicher Partner der FCVP, haben wir doch ab dieser Zeit gemeinsam das Frauenhaus „Centro Hogar de acogida Sonqo Wasi“ (CHASW) aufgebaut und mit Leben gefüllt (über 7 Jahre hinweg wurde das Haus dank zweier kofinanzierter Projekte mit unserem Ministerium finanziert). Leider war nach 2016 kein neues kofinanziertes Projekt mehr drin, so dass es schwierig wurde, das CHASW « voll betriebsfähig » zu halten. Die peruanischen Stellen bekunden immer wieder die Wichtigkeit des CHASW und die Verschlechterung der Situation der häuslichen Gewalt in Peru : Allerdings sind bislang keine öffentlichen Gelder geflossen !! Zu kompliziert ist die peruanische Bürokratie und zu risikobeladen eine eventuelle Übergabe des CHASW an die öffentliche Hand (Missmanagement, Korruption, Kontrollverlust für die FCVP…).
Das CHASW ist ein Frauenhaus mit einer integralen Hilfestellung für alle Frauen, welche Opfer häuslicher, sexueller oder anderer Gewalt wurden und vorrübergehend eine schützende Anlaufstelle brauchen (die Aufenthaltsdauer ist auf maximal 6 Monate begrenzt, mitsamt ihrer Kinder).

Alle Bewohnerinnen können von folgenden Leistungen profitieren:
Freie Kost und Logis, Hilfe durch eine Sozialarbeiterin, psychotherapeutische und juristische Unterstützung, Schutz und tagtägliche Begleitung der Frauen (Risiko vom Aggressor verfolgt zu werden), schulische und berufliche Aus- bzw. Weiterbildung, Orientierung für die Zeit nach dem CHASW-Aufenthalt, einkommensbeschaffende Maßnahmen, schulische und psychologische Begleitung der Kinder.

Erlernen neuer Fähigkeiten

All dies kostet Geld und viel Einsatz, Liebe und Führsorge durch unsere Freunde der FCVP.

Bei mehreren Besuchen über die Jahre konnten wir immer wieder begutachten, welch gute Arbeit geleistet wurde und zu welchen erstaunlichen Lebensläufen die betreuten Frauen später befähigt wurden.

Jean-Paul Hammerel

Helfen Sie uns, dieses für Cusco einmalige Frauenhaus am Leben zu erhalten. Durch eine Spende mit dem Vermerk « Sonqo Wasi » erlauben Sie Niños de la Tierra asbl. ihr Versprechen halten zu können, weiter an der Seite der FCVP zu kämpfen, für eine gerechtere Welt.

 

Ateliers für die Kleinen

De nouvelles perspectives pour six communautés mapuche

Du 12 au 16 novembre 2017 notre collaboratrice indépendante Kim Nommesch séjournait à Temuco au Chili pour le suivi de notre projet „Renforcement de six organisations communautaires mapuche et de leur sécurité alimentaire dans la commune de Vilcún 2016-2019“ avec notre partenaire local FUNDECAM. Voici ses impressions et son évaluation du projet et de la situation actuelle en territoire mapuche.

Vers la fin de l’année passée, FUNDECAM (Fondation pour le développement des petits paysans) a initié un nouveau projet avec le soutien de Niños de la Tierra (NITI) – et donc avec votre soutien! Notre partenaire FUNDECAM s’est engagé depuis de nombreuses années en faveur des petits paysans ma­puche qui vivent en milieu rural.

Aujourd’hui, 10% de la population du Chili s’identifie comme indigène, le plus grand groupe étant les personnes d’origine mapuche. La majorité vit en ville, mais environ 30% vivent dans les zones rurales dans des conditions de vie difficiles. Les responsables politiques aiment souligner que le Chili est aujourd’hui un pays « riche » et sont fiers d’être Etat membre de l’Organisation de coopération et de développement économiques (OCDE). Mais le succès économique n’atteint qu’une partie très minoritaire des habitants – le niveau d’inégalité des revenus reste un des plus élevés au monde.
Depuis la fin de la dictature, le gouvernement a introduit des mesures di­verses destinées aux personnes indigènes telles que des bourses d’études ou des dispositions pour faciliter la récupération de leurs terres. Or, l’accès à ces aides est difficile, en raison des obstacles du système bureaucratique, du manque d’information des groupes cibles mais aussi en raison des attitudes racistes persistantes à l’encontre des personnes d’identité mapuche.

Un meilleur avenir à travers l’autonomisation et la cohésion sociale
Les efforts conjoints de FUNDECAM et de NITI ont pour objectif d’offrir de nouvelles perspectives aux membres des communautés. Il s’agit de favoriser l’autonomie des bénéficiaires en facilitant l´accès à l’information et en renforçant les compétences sociales et productives. Le projet se déroule dans six communautés de la municipalité de Vilcún (au Sud, près de Temuco). Lors de réunions et d’ateliers réguliers, les responsables de FUNDECAM discutent avec les membres de la communauté sur leurs droits en tant qu’indigènes, sur les défis personnels et structurels des bénéficiaires ainsi que sur les pratiques culturelles, les traditions culinaires et les méthodes de production tradition­nelles qu’il s’agit de raviver et de conserver. Les sujets de discussion sont définis de manière participative: les connaissances sont acquises et les lignes de conduite sont mises au point grâce au dialogue.

L´équipe de FUNDECAM devant ses bureaux à Temuco

Complémentairement, FUNDECAM a introduit un fond de roulement: des micro-crédits sont alloués aux bénéficiaires sur demande pour réaliser des investissements qui leur permettent d’assurer la sécurité alimentaire et d’augmenter leurs revenus. Ces crédits sont remboursables à moitié. Les montants sont investis par exemple dans l’achat de bétail, la mise en place d’enclos ou l’achat d’outils, tels qu’une machine à coudre. À côté de l’effet économique, un effet social se produit aussi: les bénéficiaires se réunissent plus régulièrement (ce qui est malheureusement de moins en moins le cas dans les communautés) et discutent pour décider en commun des modalités de gestion du fonds et son administration.

Avec l’aide de FUNDECAM, ils renforcent de cette manière leurs capacités de gestion puisqu’il faut comparer les prix pour trouver la meilleure offre, réaliser l’achat, demander des factures etc. Une ou plusieurs personnes sont chargées de réunir les sommes remboursées et de mettre l’argent sur un compte bancaire pour assurer la transparence du processus. Souvent, les bénéfi­ciaires hésitent à faire des démarches officielles, en raison des attitudes racistes auxquelles ils sont confrontés. Ainsi, certains d’entre eux sont entrés pour la première fois dans une banque et cette expérience a créé un effet multiplicateur positif : une prochaine fois ils hésiteront moins et se sentiront plus à l’aise en face des employés.

Rencontre avec l‘intendante de la région La Araucania, une ancienne collaboratrice de FUNDECAM, et quelques dirigeants locaux

 

Rencontres sur le terrain
Sur demande de NITI, j’ai rencontré deux communautés lors de la visite de suivi à savoir „Juan Ancamil“ et „Juan Segundo Mariluan“. La première est dirigée par une femme très engagée, la deuxième par un dirigeant qui exerce sa fonction depuis de nombreuses années. Dans cette dernière, ainsi que dans les autres communautés du projet l´accès à l´eau constitue un problème majeur. Quand le printemps s’annonce, les réserves d’eau s’épuisent et les habitants dépendent de la municipalité qui fournit en camion-citerne 500 litres d’eau par semaine et par ménage.

La communauté mapuche „Juan Ancamil“

Dans toutes les communautés le nombre de femmes qui participent aux réunions est significativement plus élevé que celui des hommes. Ceci s’explique par le fait que les hommes partent au nord du pays pour y gagner de l’argent en tant que travailleurs saisonniers par exemple dans les plantations de fruits.

grands-parents avec leur petite-fille – bénéficiaires du projet – après la réunion de la communauté „Juan Segundo Mariluan“.

L’accès à la terre est le sujet prédominant dans toutes les discussions, indépendamment de la communauté. À la fin du 19e siècle, l’Etat chilien a en effet pris possession de vastes régions du territoire ancestral des indigènes. Les terrains ont été attribués à des colons majoritairement d’origine européenne, surtout à des allemands et des suisses. Le
peuple mapuche a continué la lutte pour récupérer ses terres jusqu’à ce jour. La discussion sur la relation avec les populations indigènes envenime toujours le pays.

Vous entrez en territoire Mapuche

Les différentes options pour aborder la cause mapuche a aussi créé des controverses dans les débats sur les élections présidentielles (le premier tour a eu lieu le 19 novembre)Dans ces conditions, FUNDECAM s’efforce à renforcer les connaissances sur les droits et les devoirs des personnes d’identité mapuche, le fonctionnement des institutions, surtout. Parallèlement, la fondation souligne le passé, l’histoire du peuple mapuche, son identité et ses pratiques traditionnelles, surtout les méthodes qui se sont avérées durables pour améliorer la production agricole.

Graffiti sur un mur à Temuco: „Aucun propriétaire n‘est victime“, inscription faisant référence aux conflits concernant l‘accès aux terres

En effet, dans un contexte d’oppression de longue date et aux visages multiples, il faut comprendre qu’il ne suffit guère d’introduire de nouveaux subsides et de nouvelles procédures administratives (et bureaucratiques). Pour améliorer les conditions de vie, renforcer la cohésion sociale et créer plus de justice au niveau de l’accès aux terres, il faut prendre en considération le côté culturel et historique, il faut améliorer les compétences sociales et l’information sur les droits, tout cela pour stimuler une transformation sociale et économique durable.

Kim Nommesch

photos: Kim Nommesch

Neues Projekt mit ANAWIN

Stärkung der integralen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen

der Schule Nuevo Amanecer in Korihuma 2 (Sacaba)

Ein Projekt entsteht

Seit mehr als 10 Jahren ist die bolivianische NGO « ANAWIN » aus Cochabamba, ein zuverlässiger Partner von Niños de la Tierra im Bereich Entwicklungszusammenarbeit, und hier besonders mit soziopädagogischen Projekten: In dieser Zeit wurden deren drei, jeweils über drei Jahre, in der Munizipalität Sacaba (174.000 Einwohner) durchgeführt. Die Resultate konnten sich sehen lassen und besonders das letzte Projekt (in Villa Clothilde: 2011-2015) erweckte die Aufmerksamkeit der Randbevölkerung um Sacaba-Stadt: Aufgrund der guten Ergebnisse in jener Schule wollten immer mehr Eltern ihre Kinder dort einschreiben oder aber stellten für «ihre» jeweiligen Lokalschulen Anträge bei Anawin zwecks Zusammenarbeit. Ab 2015 sah sich Anawin dazu gedrängt, in einigen der Randgebiete Sacabas (mit überwiegend armer, zugewanderter und schnell wachsender Bevölkerung) kleine «Diagnosticos» durchzuführen, um sich ein Bild der Situation und der Eingreifmöglichkeiten zu machen.

So kam es, dass auch die Schule der OTB (Organisación territorial de base) Korihuma 2 evaluiert wurde. Nicht nur bestätigten sich hier sämtliche Konsequenzen einer zu schnellen soziodemographischen Entwicklung auf die Kinder (Gewalt, Drogen, Kriminalität, frühe Schwangerschaften, Schulabbruch, usw.). Nein, auch viele gute Möglichkeiten für eine gezielte Arbeit der Pädagogen von Anawin, mit den Schülern und den Lehrern, taten sich auf.

Eine sehr junge Lehrerschaft, engagierte Leute in der OTB und den Elternräten sowie ein kooperativer Schuldirektor waren positive Ansatzpunkte.

In diesem Kontext war eine dreiköpfige Delegation von Niños de la Tierra im November 2016 in Korihuma 2 zu Besuch. Wir sollten uns ein Bild machen von der Situation: die Schule, die Schüler (687 an der Zahl) und die Lehrer (32) kennen lernen und zusammen mit dem Verantwortlichen der OTB und Anawin die Möglichkeit eines gemeinsamen Projektes besprechen. Nach einem intensiven Rundgang, etlichen Gesprächen, vielen Erkenntnissen und Begegnungen, waren wir vom Grundkonzept des Projektes sehr angetan.

Dieses wurde dann in konkrete Formen gegossen und, nach etlichen Korrekturen und Ergänzungen, Anfang 2017 ans Ministerium gesandt zwecks Kofinan-zierung, welcher dann auch stattgegeben wurde.

Worum es geht

Das neue bolivianische Edukationsgesetz (ley 070) garantiert jedem Bolivianer eine gratis Ausbildung bis zum Bachillerato, und zwar durch eine «integrale Pädagogik», welche alle Kapazitäten der Kinder fördern und sehr praxis- und naturnah sein soll. Das sehr gute Gesetz leidet seit Jahren an seiner schleppenden Umsetzung: fehlende Schulen und Klassensäle und vor allem fehlende Ausbildung der Lehrer in der «neuen» Pädagogie.

Genau hier setzt unser Projekt (wie immer bei Anawin) mit zwei Zielen an: Infrastrukturen schaffen, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden sowie Ausbildung der Lehrer und kognitive Entwicklung der Schüler fördern.

Der erste Pfeiler ist also der Bau zusätzlicher Infrastruktur. Bis jetzt werden an die 10 Klassen in Korihuma in nicht fertigen Privathäusern und Baracken (ohne Fenster, Tafeln, Möbel usw.) unterrichtet. Die zu bauenden 8 neuen Klassensäle und zusätzliche Räume werden die Qualität der Ausbildung sehr erhöhen. Des Weiteren entsteht ein «psychopädagogischer» Arbeitsbereich, wo «alternative Fächer» angeboten werden: Theater, Tanz, Musik, kreatives Malen, Lesen und gemeinsame Aktivitäten. Dieser zweite Pfeiler des Projekts soll es den Schülern erlauben, nebst kognitiven Kapazitäten, auch soziale und affektive Kompetenzen zu erwerben. Das Ganze soll zu einer «holistischen Gesamtentwicklung» der Jugendlichen führen. Sie sollen gewappnet werden, den Gefahren in einem sozial schwierigen Umfeld begegnen zu können.

Sekundarschüler Talentschuppen

So führt die Schule nicht nur zu einer intellektuellen, sondern auch zu einer sozialen Reife. Zudem wird noch das ökologische Bewusstsein der Schüler gestärkt und deren Ernährung verbessert.

Grundschule

Ein dritter Pfeiler ist die Begleitung der Lehrerschaft im Kennenlernen neuer Lernmethoden, psychologischer Unterstützung der Schüler, integralem Lernen und Begleitung schwieriger oder behinderter Kinder.

Lehrerfortbildung

Zudem wird, in einer Art «Elternschule», mit den Eltern gearbeitet, damit sie wissen, was und wie ihre Kinder lernen, sie sich nicht übergangen fühlen und sich zurecht finden in einer schnellen, modernen und für sie oft unverständlichen Welt der Jugend.

Elternschule

Inzwischen sind bereits die Grundstrukturen der neuen Klassensäle fertig (Baubeginn im Juni 2017) und die pädagogische Mannschaft von Anawin hat intensiv mit ihrer Begleitarbeit begonnen. Alles läuft nach Plan und wir freuen uns schon, im nächsten Jahr die Entwicklung in Augenschein nehmen zu können.

Das gesamte Projekt läuft über drei Jahre. Es kostet von luxemburgischer Seite 333.728.- Euro, wovon Niños de la Tierra asbl. 111.242.-Euro aufbringen muss. Die Gemeinde Sacaba finanziert ihrerseits mit 97.367.- Euro, 33% des Baus.

Jean-Paul Hammerel
Fotos: Jean-Paul Hammerel und ANAWIN

Nachtrag: Fortschritt der Bauarbeiten Dezember 2017

2017 ein intensives Jahr

2017 war das 30jährige Jubi­läum­sjahr der NITIs. Wir haben, auf verschiedene Art und Weise, zweimal gefeiert. Am 19. Mai waren viele Freunde zu unserer akademischen Sitzung nach Bettemburg gekommen. Es war eine schöne und interessante Feier mit exzellenten musikalischen Einlagen aus dem südamerikanischen Repertoire.

Unsere Entwicklungszusammenarbeit wurde vielfältig beleuchtet und auch in Frage gestellt. Die Bilanz war positiv, auch und vielleicht gerade weil wir in einem bescheidenen Rahmen arbeiten. Wir können die Welt nicht retten, doch wir können unseren Beitrag leisten und lokal handeln. Dass unsere Projekte lokal fruchten, davon können Sie sich viermal im Jahr in diesem Info überzeugen. Auch während der 30 Jahr Feier hat Jean-Paul Hammerel die Resultate unserer Arbeit exem­plarisch an zwei Projekten in seiner Präsentation aufgezeigt.

Ein weiteres Resultat unserer Arbeit konnte man eindrucksvoll, vom 22. bis 29. Oktober 2017, während des Aufenthaltes des Orquesta Latinoamericana der Escuela Popular de Artes aus Vina del Mar/Chile, erleben. Waren schon die Konzerte in Bettemburg und Ettelbrück herausragend und ein voller Erfolg, so war das große Abschlusskonzert im Trifolion in Echternach der absolute Höhepunkt. „An unforgettable experience“ schreibt David Hoffmann, unser Volontär, in seinem Blog (https://vinadelmar.blog/) und Jemp Origer, NITI-Sympatisant und Hobbyfotograf, der den ganzen Aufenthalt fotografisch dokumentiert hat, schreibt im Luxemburger Wort (21/11/2017): „Auf der Bühne versprühten die Jugendlichen pure Lebensfreude.“ und „Bei der vom Publikum geforderten Zugabe ‚Oye como va‘ hielt es die Zuhörerschaft nicht mehr auf den Sitzen und alle tanzten zu den doch etwas ungewohnten lateinamerikanischen Rhythmen.“

Persönlich hat mich am meisten gefreut, dass die Schüler der EPA, das Orquesta Latinoamericana also, für ihre musikalische Einlage mit einer „Standing Ovation“ belohnt wurden. Als alle Zuhörer nach ihrer Darbietung spontan aufstanden und applaudierten, konzentrierten sich 20 Jahre Entwicklungszusammenarbeit in einem Augenblick, ein absoluter Höhepunkt. Mega!!!

Ein zufriedener Vorstand schließt nun das Jahr voller Dankbarkeit ab. Wir alle wünschen gesegnete Feiertage, eine schöne Weihnacht und ein frohes Neues Jahr.

Marco HOFFMANN
Präsident von Niños de la Tierra

 

Mir wënsche freedeg Feierdeeg
an e glécklecht Neit Joer!

Heureuses fêtes!
Que 2018 vous apporte joie et bonheur!

Frohe Feiertage und ein gesundes,
glückliches Neues Jahr!

Os deseamos una feliz Navidad
y un próspero Año Nuevo!

   

Gelungenes Abschlusskonzert

Im Rahmen des Schüleraustauschs der Escuela Popular de Artes Achupallas, Viña del Mar, Chile, des Conservatoire du Nord Ettelbrück, der regionalen Musikschule Echternach und  des Lycée Classique Echternach

fand letzten Samstag im Trifolion Echternach das krönende Finale mit begeisteten  Musikern und ebenso euphorischem Publikum statt.