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Et geet ëm d’Wurscht – Manif fir eng nohalteg Landwirtschaft

Meng Landwirtschaft lädt ein zum ersten Demonstrationsmarsch für eine zukunftsfähige Luxemburger Landwirtschaft. Unter dem Motto „Et geet ëm d’Wurscht“ wollen wir gemeinsam für eine Landwirtschaft demonstrieren, die Umwelt und Verbraucher schützt und den Bauern in Luxemburg und darüber hinaus eine echte Zukunftsperspektive bietet.
Unser Protest ist wichtiger denn je: in wenigen Tagen wird der Entwicklungsplan für die Luxemburger Landwirtschaft (PDR) im Parlament debattiert. Doch der PDR zementiert die desaströse Landwirtschaftspolitik für weitere fünf Jahre. Gemeinsam müssen wir den politisch Verantwortlichen jetzt klar machen: Wir brauchen eine Kehrtwende in der Landwirtschaftspolitik. Schluss mit Bauernsterben, Artenverlust, Pestiziden, Gentechnik, belastetem Trinkwasser und klimaschädlichen Emissionen! Ja zu einer Landwirtschaftspolitik, die Landwirte, Verbraucher und der Umwelt respektiert!
Unser Appell an alle Verbraucherinnen und Verbraucher, Bäuerinnen und Bauern: Macht mit bei unserer Manif! Landwirtschaft geht uns alle etwas an!
10:45 Treffpunkt Glacis, Luxemburg
11:00 Start des Demo-Marsches
11:30 Ankunft beim Landwirtschaftsministerum & Redebeiträge Place Clairefontaine, Luxemburg
12:00 Gemeinschaftliches Mittagessen à l’Auberge espagnole
bitte eine Speise oder ein Getränk mitbringen
FairPolitics
Opruff
Grouss Protestveranstaltung géint d’Fräihandelsofkommes CETA an TTIP den 10. Oktober
Worum es bei TTIP und CETA geht
Derzeit verhandeln Europa und USA das Freihandelsabkommen TTIP aus. Die Verhandlung des Freihandelsabkommens mit Kanada, CETA, ist sozusagen abgeschlossen.
Die unterzeichnenden Organisationen sind ebenfalls für Verbesserungen im Handel mit den USA und Kanada, insofern sie sinnvoll sind, z.B. bei Absprache von technischen Standards. Aber machen wir uns nichts vor: bei TTIP und CETA geht es um etwas anderes! TTIP und CETA gehen weit über gängige Handelsabkommen hinaus. Sie stellen seit Jahrzehnten erkämpfte Errungenschaften in Sachen Soziales, Ökologie und Verbraucherschutz in Frage.
Zahlreiche Politiker versichern uns zwar, dass Europa keine Verschlechterung der Standards hinnehmen würde, unsere Ängste wären folg-lich unbegründet. Dies ist schlichtweg falsch und irreführend, denn:
- die CETA Fakten liegen bereits vor und hier werden Standards in Frage gestellt, alle Befürchtungen bewahrheiten sich!
- wir sollten uns nichts vormachen, wenn zwei Parteien verhandeln, setzt sich nicht nur eine durch und dass Europa der USA die Regeln diktiert, daran glaubt wohl inzwischen niemand mehr.
Es gibt also ausreichend Gründe, warum sich europaweit 2,6 Millionen Menschen und mehr als 500 Organisationen gegen TTIP und CETA ausgesprochen haben. Machen auch Sie mit!
TTIP und CETA
1 … missachten unsere Demokratie
da die Verhandlungen hinter verschlossenen Türen stattfinden und Verhandlungsdokumente nicht öffentlich sind.
2… entmündigen unsere nationalen Parlamente, da
- diese ihrer Kompetenzen und Befugnisse beraubt werden: in Zukunft müssen neue Gesetze eines einzelnen Landes mit der EU und Amerika im Vorfeld abgesprochen werden – die “regulatorische Kooperation”;
- diese in Zukunft bei wichtigen Entscheidungen übergangen werden: TTIP hingegen kann jederzeit auch in wichtigen Bereichen von einer “Expertenkommission” fortentwickelt werden, ohne Rückfrage bei den nationalen Parlamenten – “living agreement” wird das genannt.
3… stellen das Interesse von multinationalen Konzernen vor Jenes der Allgemeinheit
Durch den sogenannten “Investorenschutz” sollen Betriebe Millionen- oder gar Milliardenklagen gegen Länder wegen “verpasster” Gewinnchancen einreichen können. Im Klartext: will ein Land durch strengere Normen, hohe Sozialstandards im Sinne der Allgemeinheit festlegen, riskiert es Schadensersatzklagen, die Millionen (sogar Milliarden)-Strafen ausmachen können. Welches Land traut sich dann noch aktiv zu werden, weitgehende Gesetze zu verabschieden?
4… hebeln unsere juristischen Strukturen aus
Nicht nur, dass die Interessen der Allgemeinheit hinten angestellt werden, es sollen auch noch “private” Schiedsgerichte, statt klassischer Gerichte, über diese Frage entscheiden. Somit wird unser Rechtsstaat ausgehebelt!
5… schwächen die sozialen Standards und stellen soziale Errungenschaften in Frage!
Auf Grund unserer europäischen Geschichte sind unsere sozialen Errungenschaften sehr viel weiter entwickelt als jene in Nordamerika. Die USA weigern sich z.B. bis heute, zahlreiche internationale Konventionen aus dem Sozialbereich zu unterschrieben.
Sozialstandards, Beteiligungsrechte für ArbeitnehmerInnen riskieren so in bekannter Salamitaktik zu verschwinden. Verbesserungen werden kaum noch möglich sein.
6… verringern auf drastische Art und Weise den Gesundheits-, Umwelt- und Verbraucherschutz
Die USA kennen z.B. im Umweltbereich das Vorsorgeprinzip nicht (d.h. dass Belastungen von vorneherein verhindert werden), sondern Produkte werden a priori zugelassen. Es liegt z.B. am Verbraucher im nachhinein zu beweisen, dass er geschädigt wurde. Schutz vor Pestiziden, eine nachhaltige Landwirtschaft (insbesondere Biolandwirtschaft), Verbot von gefährlichen Substanzen, Verbesserungen von Normen für die Gesundheit… all diese Errungenschaften sind in Frage gestellt.
7… verfolgen eine Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen
Soziale und ökologische Vorgaben bei Ausschreibungen werden erschwert, Gemeinden müssen sich verstärkt rechtfertigen, wenn sie Dienstleistungen (öffentlicher Transport, Wasser usw.) nicht ausschreiben…
8 … haben keine wirklichen ökonomischen Vorteile, im Gegenteil
Die vermeintlichen ökonomischen Vorteile stehen auf äußerst wackeligen Füßen. Nicht umsonst veröffentlichen auch die Befürworter deshalb keine konkreten Prognosen mehr. Befürchtet wird vielmehr ein zunehmender Konkurrenzdruck, eine Deregulierung, eine Verlagerung von Arbeitsplätzen sowie eine Stärkung von multinationalen Konzernen auf Kosten des Mittelstands sowie der regionalen Wirtschaft!
9… sind aus geopolitischer Sicht höchst fragwürdig
da neue Gräben mit Russland, China und dem asiatischen Markt entstehen werden.
CETA und TTIP würden demnach in alle Lebensbereiche hineinwirken. Werte und Standards, die in Europa über Jahrzehnte gewachsen sind, werden auf absolut undemokratische Art und Weise über den Haufen geworfen.
Stopp TTIP und CETA!!!
Beteiligen Sie sich an einer europaweiten Petition gegen die Freihandelsabkommen EU-Kanada sowie EU-Amerika !
Ein europaweites Bündnis von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, Verbraucherschützern, Landwirtschaftsverbänden, sozialen Bewegungen, Gewerkschaften – bestehend aus über 260 Organisationen aus 21 Ländern – setzt sich gemeinsam gegen die geplanten Freihandelsabkommen ein.
Es kann nicht sein, so die Hauptmotivation, dass demokratische Prozesse, Umwelt-, Sozial- und Verbraucherrechte für die Interessen von einigen wenigen multinationalen Firmen geopfert werden.
In Luxemburg hat sich ein Bündnis von Organisationen zusammengetan, das die europäische Aktion unterstützt.
Beteiligen auch Sie sich! Unterschreiben Sie die Petition!
Ziel : mit mindestens einer Million Unterschriften diese Infragestellung unserer Werte und Standards zu verhindern !
Auf der Internetseite werden in den kommenden Tagen und Wochen auch immer wieder aktuelle Infos zum Thema veröffentlicht.
KLICKEN SIE AUF DAS LOGO um an der Petition teilzunehmen.
Weitere Infos auf: http://stop-ttip.org/
Auf dieser Internetseite werden in den kommenden Tagen und Wochen auch immer wieder aktuelle Infos zum Thema veröffentlicht.
- Die Mitgliedsorganisationen des luxemburgischen Bündnisses
- 23.03.2015 1.500.000 Unterschriften gegen TTIP
- 02.02.2015 Unterredung mit EU-Handelskommissarin Malmström – Protestaktion in Brüssel
- 08.12.2014 Mehr als 1 Million Unterschriften gegen TTIP
- 31.10.2014: über 750.000 Unterschriften gegen TTIP!
- 22.09.2014 Antwort Jean Asselborn auf den Brief vom 22.9.2014 PTCITTIP
- 12.09.2014 Europäische Kommission will Bürgereinfluss bei Freihandelsabkommen Amerika / EU und CETA ausschalten
- 09.09.2014 Communiqué de presse de la plateforme CETA
- 09.09.2014 Lettre à J. Asselborn par la plateforme CETA
- 14.07.2014 Luxemburger Zivilgesellschaft beteiligt sich an europäischer Bürgerinitiative gegen das Freihandelsabkommen
- 10.07.2014 Unterredung der Plattform gegen das Freihandelsabkommen Amerika – EU mit 8 Regierungsmitgliedern
- 03.07.2014 Comuniqué de presse de CETA concernant TTIP-Entrevue gouvernement
- 18.06.2014 Lettre MAE au Commissaire européen au Commerce deGucht_mécanisme RDIE:ISDS
- 21.05.2014 Réponse DP sur la lettre du 7.05.2014
- 21.05.2014 Wie positionieren sich die luxemburgischen Parteien zu TTIP?
- 20.05.2014 Déi Lénk Question parlementaire
- 07.05.2014 Stopp der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen EU und USA gefordert
- 06.05.2014 Communiqué de presse LSAP
- 31.03.2014 Rapport Etude OFSE sur les prétendus avantages TTIP






