Unser neues, kofinanziertes Projekt mit CONTEXTO

VERBESSERUNG DER NAHRUNGSSICHERHEIT UND DER ERNÄHRUNG IN UND UM POTOSI

Seit einigen Jahren ist die bolivianische NGO CONTEXTO einer unserer Partner in Bolivien. Mehrere Projekte wurden bereits mit ihnen durchgeführt und konnten einiges bei den jeweiligen Gemeinschaften um La Paz, El Alto und Potosi bewegen. Bei unseren Evaluierungsbesuchen haben uns immer wieder die Lebensumstände und täglichen Unwegsamkeiten der ärmeren Bevölkerung – mit der CONTEXTO seit Jahren « auf Augenhöhe » arbeitet – sehr bewegt und aufgewühlt. Besonders in El Alto und auch in Potosi ist die Armut und die ungerechte Verteilung der Möglichkeiten für die am Rande lebenden Menschen mit den Händen greifbar. Im Departement Potosi gibt es die größte Diskrepanz zwischen den Löhnen; die Armutsrate liegt um die 60% (trotz Verbesserungen in den letzten Jahren, teilweise zunichte gemacht durch die COVID-Pandemie). Schlechte Ausbildung, schlechte Ernährung und schlechte Gesundheitsversorgung sind an der Tagesordnung. Besonders Kinder und Frauen (oft Alleinernährer ihrer Kleinen) sind betroffen. CONTEXTO hat (durch ihre jahrelang bewährte Methodologie – siehe hierzu unseren Artikel im INFO 2-2016) in all der Zeit sehr vielen Menschen aktiv und integral geholfen.
Um weiter in Bolivien dort aktiv zu sein, wo es am dringendsten erscheint, jedoch eher « gezielt » vorzugehen, hat Niños de la Tierra zusammen mit CONTEXTO dieses neue Projekt erarbeitet und konnte dafür auch unser Luxemburger Kooperationsministerium von einer Kofinanzierung überzeugen. Das Projekt wird sodann in Alto Potosi, in Karachipampa und Palcamayu umgesetzt werden. Dies sind urbane bzw. periurbane Gemeinschaften in einem extrem armen Umfeld, gekennzeichnet von einer kritischen Klima- und Agrarsituation (Trockenheit, Temperaturschwankungen, in Höhen von 4.200 bis 4.400 Meter, Unfruchtbarkeit der Böden…). Die Nahrungssicherheit dieser zugezogenen Kleinbauern ist schlecht und die Ernährung monoton und ungesund. Wasser ist knapp, gesunde Lebensmittel sind teuer oder nicht im Angebot, der Klimawandel und die Pandemie allgegenwertig. Um hier etwas « Nachhaltiges » zu schaffen, haben wir mit unserer Partner-NGO auf die Verbesserung der Ernährung und der Lebensmittelproduktion in diesen Gemeinschaften gesetzt.

Das neue Projekt läuft über drei Jahre und soll 100 Familien (zur Lebensmittelproduktion), 100 Frauen (welche zu «Leader» ausgebildet werden), 120 Kindern (deren Ernährung und Gesundheit verbessert wird) sowie 15 lokalen Autoritäten (zur Nachhaltigkeit des Ganzen) zu Gute kommen.

Es besteht aus 2 Entitäten:
1. Stärkung der Nahrungssicherheit und der Finanzsituation der Gemeinschaften,
durch Erhöhung der Erträge im biologischem Obst- und Gemüseanbau

Dies geschieht durch Verbesserung der Produktion und Produktivität: Der Obst- und Gemüseanbau findet in kleinen, neu errichteten Gewächshäusern statt und kann so den Ertrag wesentlich erhöhen. Die Frauen werden ausgebildet und begleitet beim Anbau gesunder Pflanzen und Früchte zum Eigenbedarf und zum Weiterverkauf. Außerdem wird es eine Ausbildung in der Vermarktung der Überschüsse geben, ebenso wie eine Beteiligung an Märkten, Verkaufsmessen und Zusammenkünften von Produzenten auf departementaler Ebene. Des weiteren soll eine interinstitutionnelle Koordinierung mit staatlichen und offiziellen lokalen Stellen sowie mit Kleinunternehmen und anderen NGOs stattfinden, zwecks Nachhaltigkeit des Geschafften.

2. Verbesserung der Ernährung in den Gemeinschaften,
durch Erhöhung des Konsums gesunder Nahrungsmittel (Obst, Gemüse aus biologischem Anbau)

Dies geschieht einerseits durch eine globale Betreuung der Kinder des pädagogischen Kinderhorts in Alto Potosi (der Bau wurde im vorigen Projekt von Niños de la Tierra mit CONTEXTO finanziert): Gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, Gesundheitscheck, Lernhilfe etc. Daneben werden sowohl die Kinder als auch – im Besonderen – die Frauen der Gemeinschaften zum Thema „gesunde Ernährung für die ganze Familie“ geschult. Dies geschieht sowohl in Kursen als auch in praktischen Lehrgängen und internen Märkten mit gesundem Essen.

Wir sind überzeugt, mit diesem Projekt in kleinem Rahmen, jedoch nah bei den Leuten und ihren dringlichsten Problemen, etwas zur Verbesserung der Lage in diesen 3 Gemeinschaften beitragen zu können. Der Zielgruppe des Projekts werden dadurch Mittel und Möglichkeiten zuteil, welche ihnen erlauben sollten, ihre Situation « selbst in die Hand zu nehmen und nachhaltig zu verbessern ». Wir sollten dabei nur Begleiter auf einem Teil ihres Weges sein.

Das gesamte Projekt hat ein Kostenvolumen von 249.316,05 Euro, wovon Niños de la Tierra 99.726,42 Euro beisteuern wird. Wir bleiben also weiterhin auf jede Hilfe angewiesen, um unser angegangenes Engagement in Potosi auch erfolgreich weiterführen zu können.

Vielen Dank.

Jean-Paul Hammerel

 

PATENSCHAFTEN FÜR DIE ESCUELA POPULAR DE ARTES

Musik- & Kunstschule in Achupallas, einem Armenviertel in Viña del Mar/Chile

„Nichts übersteigt so sicher und selbstverständlich die rein materielle Basis unserer Existenz wie Musik. Selbst in äußerster Verzweiflung kann Musik uns über den Moment hinausheben – nicht gleich zu Gott, aber wenigstens weg von einer simplen Sicht der Dinge, die nur Messbares, Wiegbares, Betastbares kennt, die also nur Physik und Chemie, Verwesung und Würmer zu sehen vermag. Die Sphäre der Musik ergreift die Menschen aller Zeiten und aller Länder, und sie erhebt sie über sich selbst hinaus – ins Land der großen Illusion?“ Manfred Lütz (2009)

Diese starken Worte sollen noch einmal den universellen Wert von Musik hervorheben und damit die Sinnhaftigkeit der Finanzierung einer Musikschule gerade in einem Armenviertel. Ausbildungen in Musik und Kultur im Allgemeinen sind durchaus nachhaltige Wege der Entwicklungsarbeit.

Auf individueller Ebene ist eine musikalische Ausbildung ein Kapital, aus dem man ein Leben lang schöpfen kann. Dabei sind eine Reihe positiver Nebeneffekte zu nennen u.a. Aneignung von Disziplin, Anregung von Kreativität, Entwicklung des Gehirns, soziale Beziehungen nicht nur zwischen Gleichaltrigen, sondern über alle Altersklassen hinaus.

Niños de la Tierra begleitete das deutsch-chilenische Ehepaar Michaela und Eduardo Cisternas-Weyand schon vor 1998, dem Gründungsjahr der Schule. Eduardo, Musiker und in Achupallas aufgewachsen, hat Niños de la Tierra damals vom Projekt überzeugt. Michaela initiierte als Sozialarbeiterin die soziale Ausrichtung der Schule, die mit ihren vielfältigen kulturellen Aktivitäten in- und außerhalb des Stadtteils ein wichtiger Motor für die Integration der Kinder und Jugendlichen in die chilenische Gesellschaft ist.

Leider ist nach mehr als 20 Jahren die Finanzierung der Schule noch immer nicht gesichert. Dies hängt mit dem chilenischen System der Vergabe von Subventionen und Unterstützungen zusammen. Jedes Jahr müssen alle Akteure in der Kulturszene erneut die Gelder beantragen, mit denen sie im Vorjahr ihre Aktivitäten finanzieren konnten. Und auch wenn ein Jahr erfolgreich abgeschlossen wurde und alles beim Alten bleibt, wird doch wieder staatlicherseits beurteilt und verglichen mit stets wechselndem Personal und somit wechselnden Meinungen. Für das Jahr 2022 muss die EPA mit weiteren finanziellen Einbußen rechnen und ist wieder einmal vom Staat allein gelassen. Um die negativen Folgen für die Musikschüler aufzufangen, versuchen wir (die EPA und Niños de la Tierra) verstärkt die Praxis der Patenschaften zu entwickeln.

Vorstellung EPA  Januar 2021

Wir möchten Sie, liebe SpenderInnen, dazu aufrufen, mit monatlich 30€ eine Patenschaft für eine(n) SchülerIn während mindestens einem Jahr zu übernehmen.
Mit einer solchen monatlichen Überweisung auf unsere Bankverbindung CCPLLULL LU751111089773480000 mit dem Vermerk „Patenschaft EPA“ können Sie ganz gezielt und nachvollziehbar helfen. Durch regelmäßige Patenschaftsberichte bleiben Sie informiert und können sich ein Bild über die Fortschritte der Schüler machen. Wenn Sie es wünschen können Sie auch eine Patenschaft für ein bestimmtes Kind übernehmen.

Folgender Videoclip gibt einen guten Einblick in die Arbeit der Schule:
Lebenschancen für Kinder im Armenviertel Villa Independencia in Chile – YouTube


Die Qualität des Unterrichts ist sehr gut. Gerne können Sie mit folgendem Link in das Konzert hineinhören, das eine Gruppe EPA-Schüler, zu Besuch in Deutschland und Luxemburg, 2017 im Echternacher Trifolion spielten:

https://www.youtube.com/watch?v=qOo2gFcPHd8


Vielen herzlichen Dank!

Marco Hoffmann

COMPTE RENDU

de la 34e ASSEMBLÉE GÉNÉRALE DE NIÑOS DE LA TIERRA a.s.b.l.

(anc.CHILES KINDER a.s.b.l.) par visioconférence

30 mars 2021

1. ALLOCUTION DU PRÉSIDENT
Monsieur Marco Hoffmann souhaite la bienvenue à 38 personnes parmi lesquelles Monsieur Jean-Marie Jans, échevin; Monsieur Alain Gillet, conseiller ; Monsieur Roby Biwer, conseiller et président de « Beetebuerg hëlleft », Madame Maggy Menné, présidente d’Aide au Vietnam ; des ex-volontaires de notre ONG ; nos réviseurs de caisse ; Kim Nommesch pour la traduction espagnol-luxembourgeois ; Carmen Albers notre permanent pour la rédaction des projets ; ainsi que notre président honoraire Michel Schaack. (Excusé : Monsieur Guy Frantzen, conseiller)
Il salue en particulier quatre partenaires de nos projets en Amérique Latine, qui prendront la parole à la fin de l’assemblée pour présenter brièvement leurs projets, à savoir Sœur Mercedes Gutiérrez (directrice Fundación Cristo Vive Bolivia), Rodrigo Aramayo (directeur Asociación ANAWIN, Cochabamba Bolivia), Teresa Vasquez (coordinatrice technique CONTEXTO, La Paz Bolivia) et Roberto Mansilla (directeur Fundecam, Temuco Chile).
Diane Catani (Directrice du projet Teatro-Bus à Santiago de Chile) est également présente par visioconférence, mais ayant déjà présenté son projet à Bettembourg en janvier et octobre 2020, elle ne prendra pas la parole ce soir.
Marco Hoffmann rappelle que 2020 était la première année, régie par les mesures de lutte contre le virus Corona au Luxembourg. Mais la maladie, baptisée COVID-19 a aussi particulièrement touché nos partenaires d’autant plus que le système sanitaire dans nos pays cibles n’est pas au même niveau qu’en Europe et n’est surtout pas accessible pour les pauvres. Beaucoup de gens sont morts, et beaucoup souffrent encore plus de la pauvreté. Que faire en tant que petite ONG face à cet énorme problème ? De même que pour les autres problèmes d’envergure comme la pauvreté ou la dégradation de l’environnement, une petite ONG ne peut assurer qu’une petite contribution et bien entendu ne pas résoudre tous les problèmes. Nous avons essayé de faire quelque chose d’utile en achetant par exemple des semences aux partenaires pour aménager un jardin et devenir plus indépendant (ANAWIN) ; en aidant une fille de l’Ecole de musique EPA au Chile qui a perdu sa mère à cause du COVID. Au Chili avec un couvre-feu total, une grande solidarité s’est développée en distribuant à manger aux gens qui souffrent de la faim………. (Initiatives à voir dans notre INFO 3 de 2020)
Grâce à notre appel aux dons « COVID » de l‘année dernière, nous avons pu envoyer plus de 42.500 € à nos partenaires. Merci à tous ceux qui ont réagi à cet appel : d’autres dons seront nécessaires, en dehors de la pandémie, pour combattre les grands problèmes de notre temps : la pauvreté et la dégradation de l’environnement ont été citées. La santé et l’éducation ont aussi leur importance et nécessitent un développement prioritaire dans beaucoup de pays. Et il y a d’autres chantiers … Ce sont les Nations Unies qui les ont identifiés en définissant 17 objectifs pour un développement durable, à voir sur internet « 17ziele.de »

2. APPROBATION DU PROCES-VERBAL DE L’ASSEMBLEE GENERALE 2020, publié dans INFO 4/2020
Aucune objection

3. RAPPORT D’ACTIVITÉ présenté sous forme de slideshow par Rose Ludwig-Bohler, secrétaire (détails INFO 1/2021).

4. RAPPORT FINANCIER présenté par Jean-Paul Hammerel, trésorier.
Monsieur Hammerel donne des explications sur la situation financière, Recettes et Dépenses de l’année 2020 : solde de 240’562,31€ au début de l’année 2020, et solde de 235‘368,87€ au 31 décembre 2020.
Le cofinancement par l’Etat étant en-dessous de 100’000€, notre ONG n’était pas obligée à faire un audit par une fiduciaire, mais l’audit nous rassure et donne une certaine continuité.
Il remarque aussi que les frais administratifs de l’ONG ne sont pas plus élevés que le montant accordé par le Ministère. Le montant des dons par ordre permanent reste stable et donne une certaine sécurité dans la planification financière.
Il existe une sorte de join-venture avec « Beetebuerg hëlleft » pour le cofinancement des deux projets « Lautaro » avec Fundecam au Chili, et « Sonqo Wasi » avec FCVP au Pérou.
En ce qui concerne les dépenses de 348‘368,87€, une somme de 333’974€ est investie dans les projets cofinancés et non-cofinancés.
La réserve de 235‘080,44€ fin décembre est déjà investie en partie dans nos projets au mois de mars 2021, notre situation étant très stable.
Un grand Merci à Georges Ludwig, son vice-trésorier pour la comptabilité à partie double et les documents pour la fiduciaire.

5. Madame Michèle Biwer et Madame Lolo Reding, REVISEURS DE CAISSE, ont contrôlé les bilans, recettes et dépenses. Lolo Reding dit que tout était correct et présenté avec sérieux. Elle prie l’assemblée de donner décharge au trésorier.

6. Par applaudissement le rapport d’activité et le rapport de caisse sont approuvés par l’assemblée.

7. Les mêmes REVISEUSES DE CAISSE Mesdames Michèle Biwer–Erpelding et Lolo Reding sont désignées par l’Assemblée pour l’année 2021.

8. Pour devenir membre de l’ONG, la COTISATION reste inchangée (10€).

9. CONSEIL D’ADMINISTRATION : pas d’élections en 2021
11 membres font partie du conseil d’administration: Jean-Paul Hammerel, Marco Hoffmann, Julie Kipgen, Marcel Kohn, Marie-José Kohn-Goedert, Georges Ludwig, Rose Ludwig-Bohler, Axel Schneidenbach, Claude Schweich, Yvette Schweich-Lux, Gaby Wewer
Fernande Schaack-Rasquin a donné sa démission en septembre 2020.
Un grand Merci est exprimé à Fernande et Michel Schaack pour leur engagement tout au long des années dès la fondation de l’ONG en 1987. Dès que sanitairement possible, nous honorerons cet engagement dans le cadre d‘une petite fête.
Gaby Stoos a demandé une 2e année sabbatique.
L’assemblée confirme le conseil d’administration pour l’année 2021.

10. Le responsable de PROJETS Jean-Paul Hammerel donne des explications :
* nouveau projet avec ANAWIN à Tirani/Montesillo sur l’Altiplano: aide alimentaire, accompagnement des enfants avec composante écologique : agriculture et nutrition en tant que sujet d’apprentissage
* Projet Tirani avec FCVB : jardins d’enfant Taquiña Chica et Andrada: accompagnement non seulement des enfants mais aussi des parents, accompagnement des éducatrices qui auraient dû être payées par les communes, mais dû à la fermeture des écoles (perte d’une année scolaire pour les enfants), les jardins d’enfants étaient fermés et donc pas de rémunération pour les éducatrices. Ce qui est dommage pour un projet de suivi qui devrait être autosuffisant. Il faudra observer également la situation politique en Bolivie.

* Notre part au projet Trabajo Digno Fondation KALLPA de Martine Greischer à Cochabamba (ensemble avec OGB-L solidarité syndicale) : donner aux pauvres les moyens d’exiger leurs droits de travail et leur droit à une affiliation dans une caisse de maladie.
* Projets non cofinancés : somme plus élevée qu’en 2019 à cause du COVID. Nous avons apporté une aide spontanée à nos partenaires qui nous ont informés des initiatives prises sur place, avec un profond merci des personnes concernées.
* Nous soutenons les projets Teatrobus de Diane Catani au Chili, le projet Lautaro des Mapuches au Chili, l’Ecole de musique EPA au Chili, le Foyer Hogar Esperanza à Santiago de Chile, le refuge pour femmes en détresse Sonqo Wasi à Cuzco Pérou.

Ensuite Jean-Paul Hammerel donne la parole à nos partenaires qui nous parlent de leurs projets:
* Sœur Mercedes Gutiérrez et Tilme Arispe, Bolivie : continuation en 2e année du projet Tirani/Andrada, Taquiña Chica : prise en charge des enfants en bas âge et accompagnement des familles (notre ONG est en relation avec Tirani depuis 9 ans : toute la communauté profite de ce projet).
* Rodrigo Aramayo: continuation avec ANAWIN à Sacaba et sur le Plateau de l’Altiplano à Montesillo/Chapisirca : amélioration et consolidation de la sécurité alimentaire. Tous les projets prévus pour 2020 ont été accomplis.
Rodrigo explique aussi la situation politique actuelle en Bolivie.
* Teresa Vasquez et ses collaboratrices (CONTEXTO) : projets La Paz, El Alto/Potosí.
En 2021 nous allons présenter un nouveau projet « Potosí » au ministère (seulement un appel aux projets avec sorte de concours) : installation de petits jardins avec serres pour une meilleure nutrition. 80 familles aux alentours de Potosí profiteront de ce projet qui a l’accord et le soutien des chefs de toute la communauté. L’excédent de la production de fruits et de légumes sera vendu pour améliorer la situation financière. Un point important consiste en la communication avec d’autres municipalités et institutions de l’Etat. Autre point important : l’éducation des enfants et des adolescents, surtout dans les structures d’aide et d’appui.
La participation des femmmes, l‘égalité des droits pour les femmes et l‘éducation à la nutrition font partie des point forts de CONTEXTO. Des expositions et marchés donnent l’occasion de montrer les résultats et la vente des produits.
Margarita, éducatrice, travaille avec les enfants et nous remercie de l’aide surtout pendant la quarantaine : les dons ont servi à fournir aux familles des paquets avec désinfectants, aliments et affaires pour les enfants.
* Roberto Mansilla (Fundecam) projet Lautaro Mapuche
Projet non cofinancé par l‘Etat, mais en cofinancement avec « Beetebuerg hëlleft ». Fundecam est l’association la plus ancienne qui travaille avec les indigènes Mapuche au Chili. Depuis les années 2000 nous faisons des projets ensemble, le dernier étant celui de 2020 dans la communauté de Lautaro, ensemble avec l’ONG « Beetebuerg hëlleft »: soutien financier par un fondo rotatorio et une aide dans l’agriculture. Roberto explique aussi la situation politique dans la région de l’Aurécanie: A cause de la militarisation de la région, beaucoup de razzias sont organisées sur territoire Mapuche. Fundecam joue un rôle important pour informer les Mapuche sur la nouvelle constitution qui devrait être élaboré par le peuple. A côté des problèmes de sécurité, la fondation souffre aussi de la quarantaine totale, avec 18% de contamination, pas le droit de se déplacer. Roberto en tant que directeur de Fundecam, est en possession d’un permis de passage et passe toutes les semaines dans les communautés pour garder le contact.

11. DIVERS
Monsieur Jean-Marie Jans, échevin et représentant de la Commune de Bettembourg, prend la parole en disant que la façon dont l’ONG maîtrise les problèmes, est impressionnante, que tous les rapports faits par le président, la secrétaire et le trésorier avec l’aide de son trésorier adjoint sont transparents et clairs. Il est impressionné par l’aide fournie dans les projets, grâce aussi à l’Etat et à la Commune. Etonnant le grand nombre de dons privés, et l’aide importante au niveau des projets cofinancés, de même que dans les projets non cofinancés. Un pourcentage extrêmement élevé est investi dans les projets, et non dans des procédures administratives. Les témoignages authentiques des partenaires par visioconférence est une des seules choses positives à voir dans cette pandémie et crise sanitaire. Monsieur Jans affirme qu’un budget de 170‘000 € a été autorisé pour la coopération et sera transmis aux ONG par l’intermédiaire de « Beetebuerg hëlleft ». On peut compter sur un futur engagement de la Commune. Un grand Merci à « Niños de la Tierra » !

Monsieur Roby Biwer, président de « Beetebuerg hëlleft » est content d’avoir revu -par ce moyen de visioconférence- quelques partenaires. Il remercie le conseil d’administration de l’engagement au cours des années et de la bonne collaboration avec Bh. Comment soutenir les ONG? 170’000 € ont été votés par la Commune et seront transférés par l’intermédiaire de Bh aux différentes ONG de la Commune. Un subside supplémentaire au subside annuel aidera les ONG à soutenir leurs partenaires sur place (en Amérique Latine, au Vietnam et au Sénégal) dans la crise sanitaire et à cofinancer quelques petits projets. Un grand Merci et félicitations à l’ONG pour tout ce qui a été réalisé et sera réalisé avec un engagement sans intérêt personnel.

Le CONSEIL D’ADMINISTRATION est au nombre de 11.
Répartition des charges du conseil d’administration dans la réunion du 8 avril 2021:
Président: Marco Hoffmann; président honoraire: Claude Schweich; vice-présidente: Julie Kipgen; secrétaire: Rose Ludwig-Bohler; trésorier et responsable de projets: Jean-Paul Hammerel; secrétaire adjointe: Julie Kipgen; trésorier adjoint: Georges Ludwig;

Membres: Marie-José Kohn-Goedert, Marcel Kohn, Axel Schneidenbach, Yvette Schweich-Lux, Gaby Wewer

Collaborateurs réguliers:
Claire Zimmer, Michel Schaack (président honoraire)

Carmen Albers,
collaboratrice projets depuis août 2018

Patricia Garcia,
collaboratrice depuis septembre 2020

 

 

Rose LUDWIG-BOHLER secrétaire

BILAN DES ACTIVITÉS 2020

Die deutsche Fassung dieses Beitrags (Rückblick auf das Jahr 2020) finden Sie in unserem INFO-Heft 1-2021 auf Seite 2-5 sowie hier

Administration de Niños de la Tierra

Après la démission de Kim Nommesch en janvier et la démission de Michel Schaack (qui reste collaborateur bénévole) en juin ainsi que l’année sabbatique demandée par Gaby Stoos, le conseil d’administration se compose de 12 membres  à l’issue de l’assemblée générale annuelle le 25 juin 2020. Ceux-ci se sont consultés lors de 12 réunions mensuelles, ainsi que lors de la journée de réflexion le 29 février 2020, sur l’avenir de notre ONG, sur nos projets et la coopération avec nos partenaires. En raison de la pandémie, l’assemblée générale et 6 réunions mensuelles devaient être organisées par visioconférence. Les groupes de travail pour les projets, les relations publiques, le bénévolat et la comptabilité se sont réunis 6 fois au total, dont 4 par le biais d’une conférence visuelle.

Carmen Albers est toujours employée indépendante de notre ONG en charge de l’élaboration des projets. A partir du 1er octobre, Patricia Garcia sera assistante indépendante au secrétariat.

Conseil d’administration

Après l’assemblée générale notre conseil d’administration se composait comme suit :

Jean-Paul Hammerel (Fenningen), Marco Hoffmann (Consdorf), Julie Kipgen (Bettemburg), Marie-José Kohn-Goedert et Marcel Kohn (Bettemburg), Rose Ludwig-Bohler et Georges Ludwig (Bettemburg), Fernande Schaack-Rasquin (Crauthem) , Axel Schneidenbach (Düdelingen), Yvette Schweich-Lux et Claude Schweich (Bettemburg), Gaby Wewer (Bettemburg)

Collaborateurs/trices: Michel Schaack (Crauthem) et Claire Zimmer (Luxembourg)

Selon les statuts de notre ONG, les postes au Conseil d’Administration ont été distribués lors de la première session après l’Assemblée Générale:

Président: Marco Hoffmann;

Vice-président: Julie Kipgen;

Trésorier: Jean-Paul Hammerel;

Trésorier adjoint: Georges Ludwig;

Secrétaire: Rose Ludwig-Bohler;

Secrétaire adjoint: Julie Kipgen.

Présidents d’honneur: Michel Schaack et Claude Schweich

Relations publiques

Notre newsletter INFO paraît quatre fois par an avec un tirage de 1 300 exemplaires. Envoyé par courrier / email, il nous permet de tenir nos sympathisants informés de nos projets et de transmettre des nouvelles importantes sur nos pays cibles la Bolivie, le Chili et le Pérou. Notre page d’accueil www.niti.lu est coordonnée par Marcel Kohn. En plus de toutes les informations importantes sur notre ONG, vous pouvez également accéder aux éditions PDF de nos newsletters INFO. Nous sommes également représentés sur Facebook: Julie Kipgen gère notre page «Niños de la Tierra Asbl».

Remise de chèque en public

• sous la verrière des Hauts Fourneaux Esch-Alzette: Südstroum „Escher Kulturlaf“ (13.10.)

Présence de membres de Niños de la Tierra

Au cours de l’année 2020, notre organisation était représentée aux événements suivants:

• Réunion d’Information du MAE et du Cercle des ONG „Charte contre les abus et les harcèlements sexuels“ (14.01.)

• Session académique de la section Amiperas à l’occasion du „50ème anniversaire de la section Amiperas Bettembourg“ (15.02.)

• Stand à l’accueil des nouveaux habitants de notre commune (02.03.)

• Bazar des «Fraen a Mammen Réiserbann» (08.03.)

• Réunion de „Beetebuerg hëlleft“ par visioconférence (07.05.)

• Assemblée générale de „Beetebuerg hëlleft“ par visioconférence (27.05.)

• Assemblée générale de Cristo Vive Europa par vidéoconférence (13.06.)

• Assemblée générale du Cercle des ONG par vidéoconférence (29.06.)

• Rencontre avec Bernard Christophe (concernant les Indiens Kolla, Argentine) (22.08.)

• Rencontre avec des représentants de l’ONG «OGBL solidarité syndicale» (22.09.)

• Réunion de «Beetebuerg hëlleft» (30.09.)

Partenaires en visite 

• Nous avons rencontré Diane Catani, fondatrice et responsable du projet «Teatrobus» à Santiago du Chili, le 9 janvier, elle a apporté des nouvelles de son projet. Le 24 janvier, Diane a tenu une conférence au Beetebuerger Jugendhaus sur le thème «Le Chili en feu». Le 14 octobre, Diane nous a de nouveau rendu compte de son projet au „Gréngen Haus“.

• En raison de la pandémie, la visite de Karoline Mayer prévue pour juin a été annulée.

Nos bénévoles 2019/2020

Le 12 août 2019, Alissa Franz est partie pour la Bolivie pour travailler à Tirani dans l’un de nos projets cofinancés. En raison de la pandémie, elle a dû interrompre son année de bénévolat et revenir au Luxembourg fin mars. Le 10 juillet, elle a rendu compte au Conseil d’Administration de son bénévolat en Bolivie.

Distinctions pour nos partenaires

Martha Ruiz de notre organisation partenaire CONTEXTO à Potosi a participé aux récentes élections en Bolivie et a été élue «diputada supraestatal».

Nos projets cofinancés 2020

  • «Renforcer le développement intégral des enfants et des jeunes à l’école Nuevo Amanecer» à Korihuma (Bolivie) avec notre organisation partenaire ANAWIN (2017-2020)
  • «Amélioration et consolidation de la sécurité alimentaire» sur les hauts plateaux autour de Montecillo et Chapisirca (municipalité de Tiquipaya) dans le département de Cochabamba en Bolivie, organisation partenaire ANAWIN (2020-2022)
  • Tirani3 «Amélioration des conditions de vie» (Buen Vivir) dans les communautés de Tirani, Taquiña Chica et Andrada (Bolivie) avec notre organisation partenaire FCVB (2019-2021)
  • Trabajo digno II, droit au travail décent et à la sécurité sociale pour les personnes défavorisées à Cochabamba (Bolivie): un projet en collaboration avec OGBL Solidarité Syndicale. Organisation partenaire: KALLPA par Martine Greischer (2019-2021)
Projet non cofinancé
Extension de la structure organisationnelle et amélioration des conditions de vie de trois communautés mapuche de la commune de Lautaro (Chili) (2020-2022), en collaboration avec „Beetebuerg hëlleft“ Organisation partenaire: FUNDECAM
 
Sans cofinancement public, nous soutenons également:
  • l’école d’art et de musique EPA à Viña del Mar (Chili)
  • le projet «Teatrobus» de Diane Catani à Santiago du Chili
  • le foyer pour enfants «Hogar Esperanza» à Santiago du Chili
  • l’école mapuche «Kinderhort Pewma Rayen» par Fundecam près de Temuco (Chili)
  • le centre pour femmes Sonqo Wasi à Cusco (Pérou) avec «Beetebuerg hëlleft»: aide psychologique, juridique, médicale et sociale pour les femmes et les enfants victimes de violence domestique

Il convient également de mentionner le succès de notre appel aux dons «Aide COVID-19» pour soutenir les plus démunis et les plus vulnérables au Chili, en Bolivie et au Pérou pendant la pandémie.

Encore une fois, un grand merci à nos fidèles donateurs pour leur compassion et leur engagement en 2020.

Rose Ludwig-Bohler, secrétaire, février 2021

 

8 mars: Journée Internationale des Droits des Femmes

Die deutsche Version dieses Artikels finden Sie in INFO 1-21 auf Seite 1 und 6

DROITS DES FEMMES ET VIOLENCE CONTRE LES FEMMES AU TEMPS DU CORONA

Une contribution de la FUNDACIÓN CRISTO VIVE PERÚ

La Journée internationale de la femme a été proclamée le 8 mars 1910 pour commémorer la mort de 129 travailleuses dans une entreprise textile aux États-Unis (1908) et est célébrée chaque année le 8 mars. Depuis lors, les femmes combattantes pour les droits des femmes se sont multipliées dans de nombreuses régions du monde ainsi qu’au Pérou. En 1979, la „Convention CEDEF des Nations Unies sur les femmes“ (avec 189 pays participants) a déclaré que l’élimination de toutes les formes de discrimination à l’égard des femmes dans les secteurs public et privé était son objectif. Un autre jalon historique a été la Conférence Mondiale de 1995 à Pékin, qui a abouti à une déclaration accompagnée du plan d’action, qui met l’accent sur la prévention et l’élimination de toutes les formes de violence à l’égard des femmes et des filles.

Au Pérou, après de nombreuses revendications et de protestations, une loi a été adoptée en 1908 qui a donné aux femmes l’accès à l’enseignement universitaire: une réussite pour le droit à l’enseignement supérieur. En 1955, une autre loi a été adoptée donnant le droit de vote aux femmes et en 1956, la première femme sénateur du pays a été élue. Le féminicide a été introduit dans le Code Pénal en 2011 et, enfin, une loi sur la prévention, la punition et l’élimination de la violence à l’égard des femmes et des autres membres de la famille a été adoptée en novembre 2015. En théorie, ces progrès juridiques sont d’une grande importance pour les droits fondamentaux des femmes au Pérou, mais dans la pratique, ces lois échouent en raison de la lenteur et de la bureaucratie de notre système judiciaire. En outre, il y a un manque d’engagement sérieux et de volonté politique de la part des autorités.

Malgré tout, le Pérou a toujours des niveaux élevés de violence touchant des milliers de femmes. Compte tenu de la corruption profondément enracinée et du machisme omniprésent dans tous les domaines de la société péruvienne, il semble presque impossible d’atteindre les 17 objectifs mondiaux de développement durable de l’Agenda 2030 (ODD). L’objectif 5, par exemple, appelle à l’égalité entre les hommes et les femmes. Toutes les filles et les femmes du monde devraient être fortifiées, toutes les formes de violence contre les femmes, tant dans le secteur public que privé, devraient être éliminées.

En ces temps Corona 2020/21, il existe des sanctions sévères et de nombreux contrôles policiers et militaires couvre-feu émis par l’État péruvien;. Cette situation d ‚«immobilisation sociale» pendant le Lockdown a conduit à une augmentation de la violence dans de nombreux ménages. On estime que 7 à 8 femmes sur 10 ont accepté de vivre avec leur agresseur, simplement parce qu’elles sont incapables de quitter leur domicile.

Malheureusement, les instances gouvernementales qui devraient s’occuper des droits des femmes, comme le Ministère des Affaires Féminines et la Justice, ont interrompu ou ont considérablement réduit leurs services ou sont passées au travail numérique. Ils laissent tant de femmes impuissantes dans cette autre « pandémie sociale de violence ». À la fin de 2020, les statistiques officielles du Ministère de la Femme du Pérou faisaient état de 114 495 cas de violence à l’égard des femmes, dont 131 étaient des féminicides et 335 des cas dans lesquels les femmes venaient d’échapper à la mort. En conséquence, il y a 8 335 cas dans la région de Cusco (6 décès et 11 femmes qui ont échappé à la mort). En outre, plus de 3 000 cas de femmes disparues ont été signalés. Le Lockdown a finalement abouti à ce que des milliers de femmes violées ne fassent pas de rapport et n’apparaissent pas dans les statistiques officielles.

La Fundación Cristo Vive Pérou (FCVP) est une organisation sociale de Cusco qui a été fondée le 8 mars 2004 – en l’honneur de la Journée internationale de la femme. Depuis 2009, nous soutenons les femmes et les familles victimes d’actes de violence et de tentatives de féminicide avec le programme «Sonqo Wasi». Dans le Centre d’Accueil pour femmes Sonqo Wasi, les femmes et leurs enfants qui sont exposés à des violences extrêmes ou à une tentative de féminicide sont temporairement hébergés. Ils sont protégés et soutenus par une aide globale et multidisciplinaire dans les domaines de la santé, de la psychologie, de la défense juridique, de l’éducation et de diverses formations. En moyenne, 40 à 45 femmes et 80 à 90 enfants de moins de 14 ans sont pris en charge à la « Maison du Cœur » chaque année. De 2009 à aujourd’hui, 510 femmes et 960 enfants ont été admis. Jusqu’à présent, nous avons libéré plus de 1 400 personnes du joug de la violence. En outre, il existe un service ambulatoire pour les femmes qui ont besoin d’une aide psychologique ou d’une défense juridique pour résoudre leurs problèmes liés à la violence domestique. Environ 800 à 1 000 personnes par an reçoivent en moyenne entre 7 et 12 séances de conseil. Ce service est également fréquenté par des hommes, qu’ils soient agresseurs ou non.

Toutes les activités sont menées en coordination avec les organismes publics et privés qui s’occupent également de ce problème social: divers ministères et autorités, la police, le secteur de la santé et d’autres organisations d’aide. Le travail de la Fondation est très apprécié par les agences gouvernementales susmentionnées car c’est la seule organisation à Cusco avec cette méthode de travail et cette méthodologie d’une approche holistique, intégrale et multidisciplinaire.

La crise de Corona a révélé des cas de corruption atroces qui ont plongé le Pérou dans une profonde crise sociale et politique. Les politiciens qui luttent pour le pouvoir et les fonctionnaires ayant un comportement contraire à l’éthique ont profité de la situation à leur avantage. Il y a des milliers de femmes qui n’ont pas trouvé le soutien de l’État face à cette dure réalité. Au-delà des sentiments d’impuissance et d’indignation, l’équipe de FCVP a toujours été à l’avant-garde au service de toute personne qui subit des violences ou des menaces de mort.

L’une des principales préoccupations au début de la pandémie corona était la possible infection dans le refuge pour femmes «Sonqo Wasi» ou parmi les employés. Face à la dure réalité, la fondation a introduit de nouveaux processus de travail avec des mesures préventives strictes afin d’éviter la contagion tant au niveau de l’équipe que des personnes soignées. Heureusement, les mères et les enfants du refuge n’ont pas été infectés. Grâce à l’amitié avec Niños de la Tierra du Luxembourg et à la solidarité de certaines personnes du Pérou, des actions humanitaires ont également été menées.

Les membres du FCVP, mais aussi toutes les femmes et tous les enfants qui ont reçu et continuent de recevoir de l’aide, apprécient beaucoup la solidarité des amis luxembourgeois (Niños de la Tierra et Beetebuerg Hëlleft). Grâce à la somme des forces réunies, il est possible de continuer à lutter pour les plus pauvres, les oubliés et les marginalisés au Pérou et dans d’autres régions du monde.

L’engagement du personnel du FCVP est un défi constant, mais c’est aussi un impératif éthique pour parvenir à une société avec une culture de paix et moins de violence.

Ana Maria Galiano Gutierrez FCVP

Traduction: Lukas Sydow

Édition du texte: Jean-Paul Hammerel

Photos: FCVP

Neues von unserem Projekt mit ANAWIN in Chapisirca

Ende Januar erreichte uns eine Nachricht unserer Partnerorganisation ANAWIN zu unserem gemeinsamen Projekt „Nahrungssicherheit und integrale Erziehung im Hochland um Chapisirca und Montecillo“:

„In diesen Tagen haben wir die Ställe in den 28 Viehmastmodulen in Chapisirca eingeweiht, einschließlich der Ausrüstung im Futterzentrum mit einer Mühle und einer Ballenpresse.

Obwohl wir uns in der 2. Welle von COVID-19 befinden, werden die Aktivitäten in Montecillo und Chapisirca normal durchgeführt.

Mit unseren besten Wünschen für eine gute Gesundheit senden wir Ihnen eine große Umarmung sowie ein Video zum Thema hier auf der Facebook-Seite von Niños de la Tierra.“

Rodrigo Aramayo Mercado, Geschäftsführer von ANAWIN, Cochabamba

Aktuelles von unserem MAPUCHE-Projekt in Temuco/Chile

ORGANISATORISCHE STÄRKUNG UND VERBESSERUNG DER LEBENSBEDINGUNGEN INDIGENER GEMEINSCHAFTEN IN DER GEMEINDE LAUTARO

1.- COVID 19

Das Land und die Region Araucanía haben einen erheblichen Rückschlag bei der Bekämpfung der Epidemie erlitten. Die Ansteckungen sind beinahe so hoch wie vor 6 Monaten und zwingen die Regierung, Entscheidungen zu treffen, die wiederum Einschränkungen bedeuten werden.

Ein hoher Prozentsatz der Gemeinden des Landes wird ab Donnerstag, dem 14. Januar, unter Quarantäne gestellt, einschließlich Temuco. Etwa 8 Millionen Einwohner werden wieder in ihren Häusern isoliert bleiben. In Chile gab es bereits zwei neue Coronavirus-Stämme, die durch die Illusion einer schnellen Impfung verdeckt wurden. Es wird mindestens 6 Monate dauern, bis der erforderliche Prozentsatz der Bevölkerung geimpft ist, um gute Ergebnisse zu erwarten.

In Temuco mussten – aufgrund mangelnder finanzieller öffentlicher Unterstützung – die Minderbemittelten, trotz angedrohter hoher Haftstrafen, auf der Suche nach wirtschaftlichem Lebensunterhalt auf den Straßen mit ihrem Kleinhandel weitermachen, was zu einer hohen Viruszirkulation führt. Hygienekontrollen sind sehr selten und haben es nicht geschafft, die Ausbreitung von Infektionen zu stoppen.

2.- Situation in Temucuicui

In der Region La Araucanía, insbesondere in der Gemeinde Ercilla, die als Zentrum des Konflikts „Der chilenische Staat gegen die Mapuche-Organisationen“ bezeichnet wird, ist eine Situation eingetreten, die im ganzen Land hohe Wellen geschlagen hat.

In den letzten Tagen überfiel ein Kontingent der chilenischen Ermittlungspolizei, bestehend aus 850 Mann, die von Fahrzeugen, Hubschraubern, Drohnen und Kriegswaffen unterstützt wurden, die indigene Gemeinschaft von Temucuicui. Diese ungewöhnliche Operation mit einem solchen Aufgebot wurde offiziell gerechtfertigt, da sie einen Einsatz gegen den Drogenhandel darstelle.

In der Tat sollen 1.000 Marihuana-Pflanzen gefunden worden sein. Seltsam ist nur, dass die Aktion zur gleichen Zeit durchgeführt wurde, als ein Gericht in Angol die Verurteilung der Mörder von Camilo Catrillanca, einem Mitglied der Temucuicui-Gemeinschaft, verkünden sollte.

Eine weitere merkwürdige Tatsache ist, dass in Chile niemals ein Kontingent dieser Größe zur Kontrolle des Drogenhandels eingesetzt wurde, auch nicht in städtische Sektoren wie den Armenvierteln von Santiago, die als Verteilungszentren eingestuft sind.

Bei dieser ungewöhnlichen Operation starb ein Polizist, der von Kriegsgeschossen getroffen wurde. Der Ursprung der Schüsse, die seinen Tod verursachten, ist jedoch noch nicht bekannt, aber es wird gesagt, dass sie aus der Gemeinde stammen. Die Frage nach der Gültigkeit der offiziellen Informationen ist weiterhin offen, da die Razzia nur die Existenz dieser Marihuana-Pflanzen enthüllte und nichts anderes, was auf die Existenz einer „hohen Feuerkraft“ hinweisen würde, wie die Behörden angegeben haben.

Bei dieser Polizeiaktion wurden Mutter, Frau und Tochter (7 Jahre alt) von Camilo Catrillanca verhaftet, weil sie sich der Razzia widersetzt hatten, d.h. für drei Mapuche-Generationen dieselbe Gewalt.

Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass die exzessive Operation das Ziel hatte, die Mapuche-Gemeinschaften erneut einzuschüchtern und zu kriminalisieren.

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3.- Das Projekt

In Bezug auf die Durchführung unseres Projekts können wir darauf hinweisen, dass die Kommunikation mit den Nutznießern des Projektes aufrechterhalten werden konnte. Die Quarantäne, von der die Gemeinde Lautaro noch immer betroffen ist, hat jedoch die Möglichkeit weiterer Fortschritte, insbesondere der geplanten Schulungstreffen, eingeschränkt.

Andrerseits kann das kleine Guthaben, das in den Rotations-Fond investiert werden soll, nicht verwendet werden, da aktuell in der Region schwerwiegende Mängel in Bezug auf den Nachschub von vielen Produkten gibt, die normalerweise von unseren Nutzern gekauft werden.

Sobald sich die beschriebene Situation normalisiert hat, werden wir die Ausführung des Fonds abschließen, sofern die hygienischen Bedingungen das Öffnen der Läden erlaubt.

Andererseits schätzen wir, dass die Möglichkeiten, die regelmäßigen Treffen abzuhalten und die für einen Zeitraum von mehr als einem Monat geplanten Support-Workshops zu entwickeln, erneut eingeschränkt werden.

Roberto Mansilla, Direktor von FUNDECAM, Temuco

Januar 2021