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Vergrößerung der schulischen Infrastruktur und integrales pädagogisches Konzept in Villa Clotilde, Sacaba

April 2012 – März 2015

Partner: ANAWIN Cochabamba

Budget: 241.891,86 € (auf drei Jahre) vom Luxemburger Staat kofinanzier

Der Städteverbund Cochabamba-Sacaba

Seit seinem Amtsantritt in 2005 bemüht sich der bolivianische Präsident Evo Morales, die großen Ungleichheiten, die zwischen den verschiedenen Schichten der bolivianischen Gesellschaft bestehen, abzubauen. Hauptpfeiler dieser Anstrengungen sollen ein neues Grundgesetz sowie  eine grundlegende Bildungsreform sein. 2009 trat die neue Verfassung in Kraft und 2010 wurde schließlich die „Ley Siñani-Pérez „ das Gesetz, das fortan die Bildung der Kinder und Jugendlichen auf nationale Ebene regelt, im Parlament gestimmt.

Die wichtigsten Neuerungen sind:

– Obligatorische Vor-, Grund- und Sekundarschule für alle Kinder,

– Valorisierung der kulturellen Identität der einzelnen Volksgemeinschaften, welche den plurinationalen Staat Bolivien ausmachen, durch mehrsprachigen Unterricht, Einbindung der indigenen Werte und Kenntnisse sowie die aktive Mitarbeit der lokalen Gemeinschaften,

– Vermittlung von praktischen Kenntnissen, die die Jugendlichen zu aktiven Mitgliedern ihrer Gemeinschaften machen und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen,

– grundlegende Reform der Lehrerausbildung unter Verantwortung des bolivianischen Staates.

Die Umsetzung dieses ambitionierten Projektes wird allerdings durch fehlende bzw. mangelhafte schulische Infrastruktur und chronischen Personalmangel noch eine Zeit lang hinausgezögert werden.

Schüler der Schulgemeinschaft „Villa Clotilde“ in Sacaba

Unser neues Projekt versucht hier Abhilfe zu schaffen:

In Villa Clotilde, einer teils ländlichen, teils städtischen Randgemeinde des Städteverbunds Sacaba-Cochabamba ist die Zuwanderung aus den entlegenen Bergregionen besonders hoch. Zusammen mit unserer Partnerorganisation ANAWIN, mit der wir schon 5 Projekte durchgeführt haben, wollen wir hier das Bildungsangebot erweitern und verbessern durch:

– den Bau einer guten Infrastruktur für den gesamten Unterrichtszyklus, Grund- und Sekundarschule bis zum „Bachelerato“, zusammen mit der Gemeinde Sacaba

– die Bildung einer professionellen Mannschaft, welche den  Prozess der pädagogischen Erneuerung vorantreibt, die lokale Gemeinschaft darin integriert sowie die Weiterbildung der Lehrer begleitet

– die Einführung einer zusätzlichen Weiterbildung für die Jugendlichen, um den Änderungen in der bolivianischen Gesellschaft und der globalisierten Welt gewachsen zu sein

– die Schaffung einer Weiterbildung für Erwachsene.

Das vorliegende Projekt möchte keinesfalls den bolivianischen Staat aus seiner Verantwortung entlassen. Die Aufarbeitung der angehäuften Versäumnisse in der bolivianischen  Schulpolitik der letzten Jahrzehnte werden jedoch noch Jahre in Anspruch nehmen. Im Schulzentrum Villa Clotilde sind zurzeit 347 Schüler in der Grundschule (1. Bis 6. Klasse) eingeschrieben. Jedes Jahr müssen viele Kinder aus Platzmangel abgewiesen werden. Gleichzeitig erhöht sich die Einwohnerzahl weiter. Eine Erweiterung der Schule ist also unbedingt erforderlich.

Der Ausbau der Schule begreift 16 Klassenräume, 2 Sanitärblöcke, 2 Küchenblöcke und ein Direktionsblock. Die Gemeinde Sacaba  übernimmt die Finanzierung von 6 Klassensälen und 2 Sanitärblöcken. Außerdem stellt sie das Mobiliar sowie das didaktische Material für sämtliche 16 neuen Klassen. Dieses lobenswerte Engagement seitens der politischen Verantwortlichen zeigt, dass auch sie die Wichtigkeit der Bildung und Ausbildung der kommenden Generationen erkannt haben und unterstreicht das Vertrauen, das unser Partner ANAWIN bei der Planung und Durchführung des Projektes genießt.

Die Ausbildung der bolivianischen Lehrer war bislang eher rudimentär. In dieser Hinsicht werden die neu erstandene pädagogischen Hochschulen sicherlich manche Fortschritte – aber erst in einigen Jahren – bringen. Unser Projekt sieht deshalb eine grundlegende Weiterbildung der aktuellen Lehrer vor, besonders in didaktischer und methodischer Hinsicht. Auch die Umsetzung der Richtlinien der neuen Schulordnung soll den Kindern aus minderbemittelten Familien mehr Chancen bieten und besonders verhindern, dass diese vorzeitig die Schule verlassen. Bisher führten nur knapp 15 % dieser Kinder ihr Studium nach der Grundschule weiter!

Das Gesamtbudget des Projektes beläuft sich auf 241.891,86 Euro wovon der Neubau und die Ausstattung (im Jahr 2012) ungefähr ein Drittel ausmachen. Die restlichen zwei Drittel dienen der Finanzierung des pädagogischen und organisatorischen Teils während den beiden letzten Jahren. Das Projekt wird zu zwei Drittel vom Luxemburger Staat kofinanziert.

Unsere Vertreter Jean-Paul Hammerel und Claude Schweich mit den Verantwortlichen von ANAWIN und der Schulgemeinschaft Sacaba
Das traditionelle Opfer an Pachamama soll den Erfolg des Unternehmens garantieren
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Integrales Entwicklungsprogramm für Frauen, Kinder und Jugenliche
2011 – 2014
Partner: CONTEXTO La Paz
Budget: 277.086,36 € (auf drei Jahre) vom Luxemburger Staat kofinanziert

 

 

Das vorliegende Projekt ist in direkter Umgebung der bolivianischen Hauptstadt La Paz angesiedelt:

–          in Alto Chijini im 12. Distrikt der Stadt El Alto, einer Trabantenstadt um den Flughafen von La Paz mit fast einer Million Einwohnern auf 4100 m Höhe

–          in der Sektion  Pacuani der Landgemeinde Palca , 550 Einwohner, ca. 30 km vom Zentrum von La Paz entfernt auf 4000 m Höhe

Die beiden Zielgebiete unseres neuen Projektes sind  gekennzeichnet durch generelle Armut der Einwohner sowie mangelhafte Infrastruktur.

Die 21.700 Bewohner des Stadtteils Alto Chijini sind in der Regel landflüchtige indigene Aymara oder Quechua. El Alto gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten der Welt, etwa 50% der Bevölkerung ist 19 Jahre alt und jünger, nur 18% der Bevölkerung sind älter als 39 Jahre. Gründe dafür sind sowohl die hohe Reproduktionsrate der ansässigen Bevölkerung als auch der unverminderte Zuzug von Landflüchtigen, während die Einwohnerzahl von La Paz, das sich wegen seiner beengten Lage nicht weiter ausdehnen kann, seit Jahren stagniert. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Einwohnerzahl der Stadt mehr als verdoppelt.

El Alto gehört auch zu den ärmsten Städten der Welt: mehr als 70% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, 88% der Menschen sind Analphabeten bzw. verfügen nur über geringe Schreib- und Lesefertigkeiten. Immer noch haben die meisten Wohnviertel weder einen Wasser-, Kanal- noch einen Stromanschluss. Fast drei Viertel der Bevölkerung ist in der informellen Wirtschaft tätig. Auf improvisierten Verkaufsständen entlang der Geschäftsstraßen in La Paz bieten die Menschen tagsüber ihre teils eigengefertigten teils zugekauften Produkte an.

Auf den ersten Blick ist Alto Chijini nicht als Armenviertel auszumachen. Die breiten ungepflasterten Straßen verlaufen geradlinig  und im rechten Winkel zueinander. Auch der Ärmste umgibt als erstes sein Grundstück mit einer hohen Mauer aus roten Ziegelsteinen. Von der Straße aus nicht einzusehen, verbergen sich dahinter oft katastrophale Wohnverhältnisse. Anfangs besteht das Wohnhaus aus nur einem einzigen Raum mit rohen Backsteinwänden und Wellblechdach. Je nach Finanzlage der Familie wird dann verschönert und erweitert.

Die lokalen Behörden sind total überfordert. Einerseits können die Infrastrukturarbeiten nicht Schritt halten mit der rasanten Ausdehnung der Stadt und andererseits fehlen auch noch die dazu notwendigen finanziellen Mittel mangels zahlungskräftigen Bürgern. Immerhin gibt es in Alto Chijini 6 Schulen für 2.670 Grundschüler sowie 2 Gesundheitszentren. Hervorzuheben sind aber die 46 „juntas vecinales „ (Nachbarschaftskomitees), welche neben der offiziellen Stadtregierung das öffentliche Leben bestimmen. In einer Art basisdemokratischen Form wird versucht,  auf die Bedürfnisse und Probleme eines Viertels, eines Straßenabschnitts oder Häuserblocks einzugehen.

Die Bewohner der Landgemeinde Palca hingegen sind fast ausschließlich in der Landwirtschaft tätig. Aber die Erträge der mageren Felder auf der kargen, unwirtlichen Hochebene reichen gerade mal für den Eigenbedarf. Gelegentlich bringt ein geringer Überschuss ein winziges Einkommen. In Pacuani müssen 2 Klassenräume für sämtliche Vor- und Grundschüler reichen. Es gibt weder Trink- noch Abwassernetz und auch kein Gesundheitszentrum.

Die Folgen all dieser Missstände sind im Ballungsraum La Paz/El Alto eine überhöhte Sterberate bei werdenden Müttern und Kleinkindern sowie eine miserable Allgemein- und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen

Traditionell wurde den Bedürfnissen der Frauen, Kinder und Jugendlichen besonders der ärmsten Schichten seitens des bolivianischen Staates wenig Beachtung geschenkt. Erst seit dem Amtsantritt von Evo Morales ist hier ein deutliches Umdenken zu verzeichnen. Auch erreichen die Ausgaben für Soziales in La Paz und El Alto knappe 20 % des Budgets.

Das vorliegende Projekt versucht hier Abhilfe zu leisten.

Partner vor Ort ist die 1990 gegründete ONG „Contexto La Paz“. Ihr Ziel ist die Förderung und Entwicklung der vernachlässigten Bevölkerungsschichten in Zusammenarbeit mit unabhängigen indigenen Frauenorganisationen  welche sich im Dachverband „Juana Azurduy de Padilla“ zusammengeschlossen haben. Ihre Ausbildungsprogramme begreifen hauptsächlich ein integrales Bildungsprogramm für Mutter und Kind, Sozialprogramme, Programme zur Förderung der Arbeitstechniken und Produktion im handwerklichen Bereich sowie Programme für Basisorganisation, Zusammenarbeit und Einbindung der Frauen und Kinder in das soziale Leben. Contexto besteht aus gut einem Dutzend fest angestellter professioneller Mitarbeiter sowie einer ganze Reihe Freiwilligen in den jeweiligen lokalen Projekten.

Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und begreift folgende Teile:

–          Bildungsprogramm für Mütter, Väter und Verantwortliche der Gemeinschaften. Es begreift Ateliers für lokale Entwicklung, für Grundkenntnisse in Gesundheit und Ernährung, für Ausbildung in leadership, für handwerklich- technische Ausbildung

–          Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche: Hausaufgabenhilfe, Lernhilfen, Vermittlung von Grundkenntnissen in Ernährung, Gesundheit und Ökologie

–          Ausbau der Zusammenarbeit mit den staatlichen und lokalen Autoritäten

–          Zusätzliche Ernährung und medizinische Grundversorgung der Kinder und Jugendlichen

–          Bau von 2 Aufnahmezentren: jeweils eines in El Alto und Pacuani. Sie werden mittags für die Kantine, nachmittags für die schulischen Beihilfen und abends für die Bildungsprogramme für Erwachsenen genutzt. Die Unterhalts- und Funktionskosten sind Bestandteil des vorliegenden Projektes. Die entsprechenden Grundstücke sind Eigentum der jeweiligen Gemeinschaften. Die neuen Gebäude verbleiben nach Ablauf des Projektes in ihrem Besitz.

Die Aussichten für den Fortbestand des Projektes nach Ablauf der 3 Jahre sind denkbar gut. Es entstand auf direkte Anfrage der beiden Gemeinschaften bei Contexto. Diese sind von seiner Wichtigkeit und Wirksamkeit überzeugt und werden sich voll und ganz für seine Nachhaltigkeit einsetzen. Seitens der Behörden bestehen ebenfalls gute Aussichten, dass nach drei Jahren nicht alles im Sand verläuft. Es entspricht hervorragend den Vorgaben zur Förderung der indigenen Bevölkerungsschichten der neuen bolivianischen Verfassung sowie des „Nationalen Entwicklungsplans“ von 2006. Auch verliefen erste Kontakte mit lokalen Autoritäten äußerst vielversprechend.

Laufzeit des Projekts: 2011 – 2014

Finanzierung des Projekts:

Anteil MAE  184.724,24 €

Anteil Niños de la Tierra asbl. 92.362,12 €

Gesamtkosten 277.086,36 Euro

 

Beiträge zu diesem Projekt:

Fotoreportage zum Projekt “Integrales Entwicklungsprogramm für Frauen, Kinder und Jugendliche” mit CONTEXTO in El Alto und Palca/Bolivien (05. Januar 2014)

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Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in der Region Chapisirca (Gemeinde Tiquipaya)

2011 – 2013

Partner: ANAWIN Cochabamba

Budget: 241.628,47 € (auf drei Jahre) vom Luxemburger Staat kofinanziert

 

Im Laufe des Jahres 2009 führte unsere  Partnerorganisation ANAWIN in 18 Gemeinschaften des Hochlandes um Chapisirca eine Bestandsaufnahme ihrer Probleme und Möglichkeiten durch. Dies sind im Besonderen:

– die Notwendigkeit, Ackerbau und Viehzucht auf lange Sicht zu verbessern

– die nachhaltige Bewahrung und Verwaltung der natürlichen Ressourcen

– die Optimierung der Bildungsmaßnahmen insbesondere der Jugendlichen und der Frauen

 

Das aus diesen Überlegungen hervorgegangene vorliegende Projekt beinhaltet folgende Komponenten:

– Ausbildung der Bauern in lokalen Ackerbau- und Viehzucht-Seminaren

– Erhaltung der Ackerböden, Ausweitung der Produktpalette, genetische Verbesserung in der Kleintierzucht, Einführung der Fischzucht in den Lagunen, Hilfestellung bei der Verarbeitung und Vermarktung der lokalen Produkte

– Zusammenarbeit mit den Schulen der Region (Einführung von theoretischen und praktischen Kursen in Ökologie, Gesundheit, gesunde Ernährung in den normalen Stundenplan)

– Zusammenarbeit mit dem Gesundheitszentrum in Chapisirca (Gesundheits-, Hygiene- und Verhütungskurse in den Gemeinschaften)

– Gründung von Frauen-Treffen

– Überwachung und Instandhaltung des Trinkwassernetzes (Ausbildung von Klempnern, Bildung eines Überwachungskomitees)

– Einbindung der Studenten des letzten Bildungsjahres der Veterinär- und Agrikulturfakultät der Universität Mayor San Simon in die Maßnahmen zum Erhalt der Böden, lokale Ausbildungskurse durch die Studenten und Ihre Professoren.

 

Dieses Projekt  befolgt die Richtlinien der aktuellen bolivianischen Regierung und wird einen einschneidenden Einfluss auf das Leben der 3500 betroffenen Einwohner des Hochlandes haben.

 

Gesamtkosten: 241.628,47 Euro auf drei Jahre

Beitrag unserer ONG: 80.542,82 Euro

Beitrag der Luxemburger Regierung: 161.085,65 Euro

 

Beiträge der lokalen Partner: (außerhalb des oben angeführten Budgets)

– ANWIN stellt ein 2. Fahrzeug zur Verfügung sowie das Kommunikationsmaterial

– die Gemeinde Tiquipaya beteiligt sich mit diversen Beiträgen in Höhe von 10.307,70 Euro

– die lokalen Gemeinschaften liefern die notwendigen Arbeitskräfte mit einem geschätzten Gegenwert von 49.846,16 Euro insgesamt.

Beiträge zu diesem Projekt:

Unsere Partnerorganisation ANAWIN berichtet über unser Projekt „Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in Chapisirca“

 

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Kindergarten „Ch’askalla“ (Sternchen)

Stärkung der Potenziale der Kinder im Vorschulalter in Tirani

2010 – 2013

Partnerorganisationen: „Fundación Cristo Vive Bolivia“

Budget: 265142,00.- €,mit Unterstützung von „Entwécklung duerch gerechten Handel“ asbl. und zu 75 % co-finanziert durch die Luxemburger Regierung

Von Geburt an und im Verlauf ihrer Entwicklung kämpfen bolivianische Kinder mit einer Reihe von Hindernissen, die ihre Rechte verletzten oder die Entwicklung ihrer Potentiale einschränken. Die häufigsten sind materieller Mangel und fehlende emotionale Zuwendung. In Bolivien leiden sechs von zehn Kindern und Jugendlichen, das sind 2,6 Millionen, an unbefriedigten Grundbedürfnissen und fünf von zehn leben unter der Armutsgrenze.

Zwischen sechs und 13 Jahren geht eines von zehn Kindern nicht zur Schule; von zehn Kindern, welche die Grundschule besuchen, sind zwei entwicklungsverzögert, vier von zehn Kindern wiederholen eine Klasse, sechs von zehn Kindern verlassen sie ohne Abschluss …

Nur vier von zehn Kindern zwischen vier und fünf Jahren besuchen den Kindergarten.

Die Gemeinde Tirani besteht aus rund 400 Familien (3000 Einwohnern), von denen 58 Pegujalores sind (Familien die von der Bodenreform 1952 in Form von Landzuweisungen aus enteignetem Großgrundbesitz profitiert haben), 120 arremantes (Nachkommen der Pegujaleros) und 280 neu angesiedelte Familien (Migranten, die aus verschiedenen Departementen des Landes zugewandert sind, die Mehrheit aus La Paz oder aus anderen Provinzen des Departments Cochabamba).

Die Bevölkerung in der hochgelegenen Zone arbeitet überwiegend in der Landwirtschaft und handhabt traditionellen, saisonbedingten Anbau z. B. Kartoffeln für den Verkauf und den Konsum. Sie widmen sich auch der Viehzucht, vor allem von Kühen, Schafen und Lamas. In der tiefer gelegenen Zone widmen sie sich der Produktion von Kartoffeln und Mais für den familiären Konsum und der Produktion von Blumen zur Vermarktung. Einige Gemeindemitglieder, die keinen Landbesitz haben, gehen Gelegenheitsarbeiten als Maurer oder Arbeiter in der Stadt oder anderen Zonen nach. Die Frauen übernehmen den überwiegenden Teil der Hausarbeit, kümmern sich um den Anbau von Blumen und ihre Vermarktung.

Folgende Faktoren bedingen die generelle Armut bzw. behindern den Ausweg aus der Armut:

– die Arbeitslosigkeit oder Gelegenheitsarbeiten mit miserablen Gehältern,

– das niedrige Bildungsniveau vieler Mütter (91 % haben maximal eine Grundschulausbildung, unter ihnen sind viele Frauen, die nie die Möglichkeit hatten, eine Schule zu besuchen),

– der hohe Alkoholmissbrauch der Erwachsenen,

– die mangelnde Planung des familiären Budgets,

– die Präsenz von Gewalt innerhalb der Familie, sexueller Missbrauch und

– die teilweise oder totale Vernachlässigung der Kinder.

Von diesem Projekt werden direkt 100 Kinder aus der Gemeinde Tirani profitieren, die zum Großteil aus Quechua- oder Migrantenfamilien stammen. Indirekt profitieren auch die Familien, die Mütter und Väter, die sich auf unterschiedliche Weise für die Ziele des Erziehungsprozesses, der Gesundheitsvorsorge und der menschlichen Förderung im Kindergarten „Ch’askita“ einbringen werden. Außerdem bietet die Kinderbetreuung den betroffenen Frauen einen Nebenerwerb, durch den die ganze Familie ihren Lebensstandard verbessern kann.

Das Projekt wird durch die Gemeinde Tirani unterstützt. Die Gemeindevertreter haben  einen Vertrag unterzeichnet, der das Gelände, auf dem der Kindergarten gebaut wird, für zwanzig Jahre der Nutzung durch die Fundación Cristo Vive übergibt. Für die langfristige Funktion des Kindergartens werden beim Sozialamt SEDEGES staatliche Mittel für Nahrungsmittel- und Lernmittelstipendien für alle Kinder beantragt werden. Für Löhne und andere laufende Kosten ist auch mittelfristig die Unterstützung der Fundación Cristo Vive Europa e. V. erforderlich, bis sich das staatliche Engagement der Vorschulbildung verbessert hat. Der finanzielle Beitrag der Eltern für ihre Kinder im Kindergarten wird sich auf eine kleine Summe belaufen, da sie nur beschränkte finanzielle Möglichkeiten haben.

Aufgrund des partizipativen Charakters der Projekt-Planung und  -Implementierung ist eine jährliche Selbstevaluierung mit dem Team und Elternvertretern vorgesehen.

Die Durchführung der Arbeiten ist wie folgt vorgesehen:

– Partizipative Planung des Kindergartenprojekts in seinen unterschiedlichen Phasen

– Präsentation der Pläne und Kostenvoranschläge durch den Architekten

– Untervertragnahme der Baufirma

– Bau des Kindergartens durch die Baufirma, Begleitung durch Supervisor

– Anlage des Hofs, Gras, Baumpflanzung und Bau des Spielplatzes in Zusammenarbeit mit den Freiwilligen

– Vorbereitung der Mütter auf die Mitarbeit im Kindergarten

– Ausarbeitung des Bildungsprojekts

– Anträge auf entsprechende Genehmigungen

– Bewerbung um Nahrungsmittelstipendium

– Implementierung der Räume, Küche, Speisesaal, Toiletten, Lager

– Untervertragnahme des Personals

– Implementierung der Ausbildungsarbeit und der wesentlichen Arbeit im Elternzentrum

– Kooperation mit der Krankenstation, um die Gesundheitsziele zu erreichen

Finanzierung des Projekts:

Anteil MAE                                                            176761,33 €

Anteil Niños de la Tierra asbl.                                    88380,67 €

Anteil Entwécklung duerch gerechten Handel asbl.      40000,00 €

Gesamtkosten 265 142,00 Euro

 

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Bau einer Sekundarschule in Pampilla

 2009 – 2011

Partnerorganisation: ANAWIN
Budget: 290.323,89 € co-finanziert von der Luxemburger Regierung
 
Die Schulbildung in den indigenen Gemeinschaften des andinen Hochlandes reicht gewöhnlich nicht über eine 8. Grundschulklasse hinaus. Zurzeit sind die eher schlecht bezahlten Lehrer nicht adäquat ausgebildet. Ihre Wohnquartiere sind dürftig, die Anfahrtswege beschwerlich und lang, die Arbeitsbedingungen sowie die Freizeitmöglichkeiten nur mittelmäßig. Die meisten wollen so schnell wie möglich zurück in die Städte, was einen ständigen Personalwechsel mit sich bringt. Die Unterrichtsmethoden sind archaisch, Frontalunterricht, Lernzwang, Strafen, auch physischer Art, reines Memorisieren sowie stereotypes Wiederholen sind an der Tagesordnung. Die schulische Infrastruktur, sowohl von den Gebäuden wie vom Mobiliar her, sind katastrophal.
Die Bildung der unteren, armen Gesellschaftsschichten war in der Vergangenheit nie ein Thema, weder für den bolivianischen Staat, noch für die multinationalen Konzerne. Diese hatten bloß die natürlichen Ressourcen des Landes im Visier. Des Weiteren gib es keine spezifischen Bildungsmodelle, welche den Bedürfnissen der indigenen ländlichen Bevölkerung entsprächen. So werden zum Beispiel die Kurse für Erstklässler, die bis zu ihrer Einschulung nur Quecha gesprochen haben, ausschließlich in Spanisch angeboten.
Von allen Grundschulabsolventen brechen ca. 90 % die Schule ab, um auf einem sehr einfachen Niveau Ackerbau oder Viehzucht zu betreiben, nur 10 % beginnen ein Sekundarstudium in der Stadt. Von diesen Jugendlichen besuchen nur etwa 20 % die Schule bis zum Abschluss. Die meisten geben auf: Die Jungen sind in den städtischen „Cliquen“ nicht akzeptiert und haben nur ein geringes Selbstwertgefühl sowie, bedingt durch den Zwiespalt ihrer kulturellen Herkunft, praktisch keine Persönlichkeitsstruktur. Die Mädchen sind oft Opfer sexuellen Missbrauchs und kehren schwanger in ihre Gemeinschaft zurück, wo wiederum soziale Ausgrenzung sie erwartet.
Das vorliegende Projekt versucht, diesen Missständen entgegen zu wirken. Zusammen mit unserem Partner ANAWIN versuchen wir aufzuzeigen, dass sich auch im armen ländlichen Bereich intellektuelle Fähigkeiten fördern und ausbauen lassen.
Die Bevölkerungsstruktur im Bereich des vorliegenden Projektes ist ziemlich homogen: Alle sind Quechua-Bauern, die als Selbstversorger Landbau betreiben, mit leichter Überproduktion, die auf den Wochenmärkten der umliegenden Städten abgesetzt wird. Das Vieh wird hauptsächlich bei der Felderbestellung eingesetzt; die Hühnerhaltung dient der Eigenversorgung.
Eine Quechua-Familie verdient ungefähr 40 Euro pro Monat und besteht aus 4 bis 12 Personen. Die Gemeinschaften halten an ihrer andinen Kosmovision und ihrer traditionellen Kultur fest und zeichnen sich durch eine starke Bindung zur „Mutter Erde“ aus.
Die direkten Nutznießer dieses Projektes sind die Einwohner des Kantons Palqa, in erster Linie die Schulkinder vom Kindergarten bis zur Universität, dann aber auch die Erwachsenen (Ausbildungskurse), sowie die Lehrer (Weiterbildungskurse). Man kann von einer Zahl von 800 bis 850 direkten Nutznießern ausgehen.
Die Ziele des vorliegenden Projektes sind folgende:
– Bau eines Schulgebäudes für den kompletten sekundären Zyklus bis zur 12. Klasse mit dem Abschluss „bachillerato technico“
– Aufbau eines Teams von Professionellen, die fähig sind, das innovative Bildungsprojekt unter Einbindung der Schüler, Lehrer und der Gemeinschaften umzusetzen.
– Ausarbeitung und Begleitung einer Erwachsenenbildung bis hin zum „bachillerato“, sowie Hilfestellung für die Lehrer bei ihrer Arbeit mit den Erwachsenen.
– Schaffung einer zusätzlichen Ausbildung für die Jugendlichen, die es ihnen ermöglicht, besser mit den wechselnden Herausforderungen in einer globalisierten Welt umzugehen.
– Schaffung einer Stipendienbörse für Universitätsstudien für Jugendliche, die eine weitere Ausbildung in der Stadt anstreben.
Unser Partner vor Ort ANAWIN ist eine professionelle multidisziplinäre Mannschaft mit einer 16jährigen Erfahrung in den Quechua-Gemeinschaften in den Bereichen Gesundheit, Erziehung sowie Ackerbau und Viehzucht. Die Mannschaft besteht aus einem Dutzend fest angestellten Mitarbeitern sowie ca. zehn Personen mit einem befristeten Arbeitsvertrag.
Die Gemeinde Sacaba beteiligt sich aktiv an diesem Projekt: Sie finanziert das gesamte Schulmobiliar inklusive eines Informatikraumes sowie einer Freilichtbühne. Daneben finanziert sie die Anlage eines Geländes für Schulsport und eine Trinkwasserzisterne mit einem Fassungsvermögen von 8000 Litern. Diese Investitionen belaufen sich auf fast 53.000 Euro.
Das Grundstück für die Schule wird ebenfalls von der Gemeinde gestellt. Dieses Gelände isteine Stiftung der privaten Firma Corani S.A., welche seit Jahren die Quellen der Region Palqa ausbeutet, ohne bisher jemals irgendeine Entschädigung an die Gemeinschaften, die ja die legalen Besitzer sind, ausgezahlt zu haben. So wird endlich, nach jahrelangen fruchtlosen Einforderungen der Gemeinschaften, doch noch ein gerechter Ausgleich erzielt
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Bestandsaufnahme über 18 Gemeinschaften  in der Region Chapisirca/Tiquipaya im Hinblick auf zukünftige Projekte mit diesen Gemeinschaften
2009
Partnerorganisation: ANAWIN, Cochabamba
 
Budget: 18.478,58 co-finanziert durch die Luxemburger Regierung

Das Projekt betrifft 18 Gemeinschaften der Region Chapisirca, Gemeinde Tiquipaya, Provinz Quillacollo im Departement Cochabamba, welche in 3600 m Höhe und 65 km vom Verwaltungszentrum Tiquipaya entfernt wohnen. Diese Bestandsaufnahme sollte soweit wie möglich alle Mitglieder dieser Gemeinschaften  mit einbeziehen, um eine möglichst genaue und repräsentative Beschreibung zur erhalten.

Die Erhebungen durch unsere Partnerorganisation ANAWIN aus Cochabamba sind von April bis Oktober 2009 vorgesehen und umfassen folgende Punkte:
* Ermittlung von Dokumenten und Daten über die Region, die Gemeinschaften und ihre Strukturen
* Unterzeichnung einer Konvention zwischen ANAWIN und den Gemeinschaften mit Einbindung der Gemeinde Tiquipaya
* Feldarbeit:
– Erarbeiten von Instrumenten zur Datenerhebung
– Beobachtungen und Gespräche an Ort und Stelle
– Aufenthalte von einigen Tagen in den jeweiligen Gemeinschaften
– Begegnung mit den einzelnen Familien
– Unterredungen mit den Personen in Schlüsselpositionen
– Aufnahme der Daten, besonders in kultureller Hinsicht, in schriftlicher bzw. fotografischer Form
– In ausgesuchten Gemeinschaften: Erhebung von Stärken und Schwächen, Perspektiven und Bedrohungen von Landwirtschaft und Viehzucht
* Pädagogische Begleitung:
– Erhebung der schulischen Strukturen und Methoden
– Überarbeitung der Programme mit den Lehrern
– Besichtigung von 10 Schulen
– Begegnung mit den Eltern der Sekundarschüler
– Durchführung von 5 Schulungsseminaren mit den Lehrern
– Durchführung von 5 Schulungsseminaren mit den Sekundarschülern
*Ordnung der Daten, Redaktion und Vorstellung des Abschlussdokuments in den Gemeinschaften
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Lernhilfen für Kinder und Jugendliche
in den Minenarbeitervierteln von Potosi
und den Armenvierteln von El Alto (La Paz)
 
2007 – 2009
Partnerorganisation: NIDELBARMI, Potosi
Gesamtkosten: 64.659,45 € mit Unterstützung von HELP asbl. und co-finanziert durch die Luxemburger Regierung

Das Projekt betrifft 5 Betreuungszentren von Nidelbarmi für Kinder und Jugendliche in El Alto und 6 in Potosi. Es soll während den 3 Schuljahren 2007, 2008 und 2009 durchgeführt werden und ebenfalls dem öffentlichen Schulsystem zugute kommen.

El Alto ist eine Trabantenstadt von La Paz mit mehr als 1 Million Einwohnern. Die meisten beziehen ein unregelmäßiges Einkommen aus Gelegenheitsjobs oder informellem Handel in El Alto oder La Paz.

Von den 18 Stadtbezirken in Potosi können 12 als Armenviertel bezeichnet werden. Die  13… Einwohner leben hauptsächlich vom Erzabbau bzw. vom Kleinhandel.

Die Stiftung Nidelbarmi will den Misständen im bestehenden Schulsystem entgegenwirken, jedoch ohne in Konkurrenz zu ihm zu stehen. In ihren Betreuungszentren in Potosi sind insgesamt 950 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene von 6 bis 20 Jahren und in El Alto ca. 600 eingeschrieben. Parallel, im entgegengesetzten Rhythmus zu demjenigen ihrer Schule, versuchen die Schüler mithilfe von pädagogischen Spielen, in aktiver, partizipativer Weise und soweit wie möglich in kleinen Gruppen ihre Sprach- und Lesefähigkeit sowie ihre mathematischen Kenntnisse aufzuarbeiten bzw. zu vertiefen. Unterstützt werden sie dabei von 22 Betreuern in Potosi und 21 in El Alto. Nidelbarmi (Niños del Barrio Minero – Kinder des Minenviertels) wurde 1993 vom belgischen Pater Jean Claesen Dewit in Potosi gegründet. Die Stiftung finanzierte ihre Zentren und Aktivitäten bislang mit belgischen und französischen Spendengeldern.

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Bau einer Trinkwasseranlage für die Gemeinde Palqa Grande
2007
Partnerorganisation: ANAWIN, Cochabamba
Budget: 49.644,60 € mit Unterstützung der Stadt Luxemburg und co-finanziert von der Luxemburger Regierung
Die Versorgung der Landbevölkerung Boliviens mit sauberem Trinkwasser ist immer noch sehr problematisch.
Die Gesundheitssituation dieser Gegenden ist sehr schlecht. Die Kindersterblichkeit ist hoch. Schlechtes Trinkwasser verursacht hauptsächlich Durchfall aber auch Hepatitis, Salmonellose und parasitäre Krankheiten. 70% der Kinder unter 6 Jahren sind davon betroffen.
Unser Partner bei dem vorliegenden Projekt, die bolivianische NRO „Anawin“, hat große Erfahrung im Bau von Trinkwasseranlagen auf dem Altiplano.
Für eine Zeitspanne von 20 Jahren sollen bis zu 800 Personen mit täglich ca. 50 Liter Trinkwasser versorgt werden. Im Projekt inbegriffen sind der Bau von Quelleinfassungen, Sammel- und Regulierbecken, Verteilerleitungen, die Installation von Waschbecken für 72 Familien, die Desinfektion des gesamten Systems, Schutzzäune für die Becken, die Transportkosten usw. Des Weiteren werden 3 Klempner ausgebildet, welche für die Instandhaltung der ganzen Anlage zuständig sind. Anschließend an das vorliegende Projekt verpflichtet sich die Gemeinschaft Palqa dem Bund für Gesundheitsförderung beizutreten und sich mit 10 Euro pro Person und Jahr am Gesundheitsfonds « Yanapanakuna », einer Art Krankenkasse, unseres Partners Anawin zu beteiligen.
 
 
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Bau eines Gesundheitspostens in Montecillo Alto
2007
Partnerorganisation: FUNDACIÓN CRISTO VIVE BOLIVIA
Budget: 19.610.- € co-finanziert durch die Luxemburger Regierung
 

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Ausbau der Zentralschule Chapisirca mit Wohngebäude für Lehrer und Überdachung des Sport- und Pausenareals
2005 – 2006
Partnerorganisationen: „Fundación Cristo Vive Bolivia“, sowie als Zwischenpartner die bolivianische ONG „Mano a Mano“
Budget: 92.090.- €, co-finanziert durch die Luxemburger Regierung
Die Grundproblematik ist hier die gleiche wie in Sacaba.Da jedoch Chapisirca eine verhältnismässig gut strukturierte Gemeinschaft auf dem Hochplateau über Tiquipaya darstellt, soll hier vor allem die schulische Infrastruktur (inklusive Wohnraum für die Lehrer) verbessert werden, um einen Ausbau bis zur Sekundarstufe zu ermöglichen. Die Regierung Boliviens wird die Gehälter der Lehrer übernehmen, wenn der nötige Schulraum vorhanden ist. Auch wird die Qualität der Ausbildung der eingestellten Lehrer stark durch die ihnen gebotenen Wohnstrukturen (in diesem kargen Umfeld) beeinflusst: Man bekommt nur „gutes“ Lehrpersonal, wenn das Umfeld stimmt. So sind wir zuversichtlich, durch eine „schöne und neue“ Schulstruktur in Chapisirca den 3000 Einwohnern des Hochplateaus neue Perspektiven im erzieherischen Bereich zu ermöglichen.
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Integrales Erziehungsprogramm in indigenen Quechua-Gemeinschaften der Hochplateaus von Sacaba/Cochabamba
2005 – 2007
Partnerorganisation: ANAWIN, Cochabamba
Budget: 133.039,20 € mit Unterstützung der Europaschule Luxemburg und co-finanziert durch die Luxemburger Regierung.
Die indigene Bevölkerung der andinen Hochplateaus Boliviens hat momentan keinerlei direkten Zugang weder zu einer sekundären Schulbildung (über das 8. Schuljahr hinaus), noch zu einem Alphabetisierungsprogramm für Erwachsene oder zu einer vorschulischen Betreuung der Kleinkinder unter 6 Jahren. Die Ausbildung der Lehrer, welche in ruralen Zonen lehren, ist zudem sehr mangelhaft.
All diese negativen Punkte werden in unserem neuen Projekt aufgegriffen und eine machbare Lösung der Probleme ins Auge gefasst: Weiterbildung der Lehrer, Ausbau des Schulprogramms bis zum Sekundarabschluss, Erwachsenenbildung, Betreuung der Kleinkinder mit Hilfe des staatlichen PAN-Programms und Stabilisierung der Gemeinschaftsstrukturen auf dem Hochplateau um Sacaba sind die Zielpunkte dieses Projektes.
 
 
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Chiles Kinder asbl. ist auch Mitfinanzierer folgenden Projektes der ONG „ Entwecklung durch gerechten Handel asbl.“ (ONG der Weltläden in Luxemburg):
 
Integrale Betreuung der Kleinkinder aus 8 marginalen Vierteln in Sucre, Bolivien
2005 – 2008
Dieses Projekt läuft über 3 Jahre und wird ausgeführt durch unsere
Partnerorganisation „IPTK“, Sucre
unter der Leitung der belgischen Entwicklungshelferin M.Verheylewegen, welche wir während einer unserer Projektreisen kennen gelernt haben.
Budget: 14.000.-
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Bau eines Gesundheitspostens in Totora/Cumbre
2003
Partnerorganisation: FUNDACIÓN CRISTO VIVE BOLIVIA
Budget: 64.462,11 € co-finanziert durch die Luxemburger Regierung
 
 
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Bau und Einrichtung eines Gesundheitspostens in Bellavista
2001
Partnerorganisation: FUNDACIÓN CRISTO VIVE BOLIVIA
Budget: 78.843,15 € mit Unterstützung der Gemeinde Pétange und co-finanziert durch die Luxemburger Regierung
 
 
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