Luxemburger Staatsbesuch in Chile

November 28th, 2007

22. bis 23. November 2007

Zuerst Chile (22./23. November 2007), dann Brasilien (26.- 29. November) – gleich zwei Staatsbesuche in Lateinamerika standen auf dem Programm von Großherzog Henri und Großherzogin Maria-Teresa. Neben der Pflege der Beziehungen zwischen beiden südamerikanischen Staaten und Luxemburg standen wirtschaftliche Interessen im Mittelpunkt.

Die Fundacion Cristo Vive…

In CHILE hatte sich unsere Großherzogin Zeit genommen, um die FUNDACION CRISTO VIVE (FCV), unsere Partnerorganisation der ersten Stunde, zu besuchen.

Wie Gaby Stoos [1], Sekretärin unserer ONG, zu berichten weiß, wurde Maria-Teresa dort überaus herzlich, besonders von Jugendlichen aus den Armenvierteln, begrüßt. Sr KAROLINE, Gründerin und Vorsitzende dieser Stiftung, begleitete sodann die Luxemburger Gäste in die Handwerkerschule der FCV. Hier werden jährlich ein paar Hundert minderbemittelte Jungen und Mädchen in acht verschiedenen Berufen ausgebildet. Die Jugendlichen waren überrascht, wie unkonventionell und offen unsere Großherzogin mit ihnen umging.

Sodann bewunderten die Luxemburger „unsern“ NACIENTE. Seit über 30 Jahren nämlich stehen wir mit dieser Tagestätte in Verbindung. Zuletzt, im Jahre 2004, ließen wir sie neu bauen, natürlich mit Unterstützung der Luxemburger Regierung.

Als bleibende Erinnerung an ihren Besuch bei der FCV überreichte Maria-Teresa deren Verantwortlichen ein hochwertiges, medizinisches Gerät. Es kommt dem GESUNDHEITSZENTRUM der FCV zugute, das, genau wie die Handwerkerschule, teilweise mit Luxemburger Geldern finanziert wurde.

…ein Stück Luxemburg in Santiago

Den Nagel auf den Kopf trifft J.P. Schneider im „Wort“ [2], wenn er die FCV „eine andere Welt“ nennt, „ein Stück Luxemburg in Santiago“. Immerhin hat der Luxemburger Staat große Summen in den Aufbau dieser Institution gesteckt durch Kofinanzierung von gut einer Dutzend von Projekten in den Bereichen Kinder- und Jugenderziehung, Erwachsenenausbildung, Gesundheit und Drogentherapie. Daran beteiligt waren besonders NINOS DE LA TIERRA/CHILES KINDER aber auch „Bridderlech Deelen“ und „Guiden a Scouten mat der Drëtter Welt“. Auch leisteten, in den letzten 14 Jahren, insgesamt fünf junge Luxemburgerinnen hervorragende Arbeit in der Stiftung von Sr. Karoline.

Julien Braun und Kairos

Gefreut hat sich unsere Sekretärin, als sie beim Empfang im Ratshaus von Santiago Freund Julien Braun wieder sah.

Bereits 36 Jahre lang lebt der Luxemburger Herz-Jesu-Priester in der chilenischen Hauptstadt. Kein Wunder, dass die Radioreporter ihn aufsuchten, um seine Meinung über das reiche und arme Chile zu erfahren. Julien Braun, seit kurzem Provinzial seines Ordens, gehört auch dem Direktorium der ONG KAIROS an. Unserer Partnerorganisation widmete das „Tageblatt“ [3] zwei ganze Seiten, um deren Einsatz mit den „kleinen“ Leuten benachteiligter Kommunen von Santiago de Chile zu würdigen. Bravo !

G.S. & M.S.


Anmerkung :
Unseres Wissens nach sind z.Z. nur mehr 3 Lux. ONGs in Chile tätig : Beetebuerg Hëlleft, Nouvelle Pro Niños Pobres und Niños de la Tierra.
[1] Gaby Stoos gehörte nicht zur 100-köpfigen offiziellen Luxemburger Delegation
[2] „Wort“ vom 24. Nov. 07
[3] Tageblatt vom 22. Nov. 07, Artikel von L. Montebrusco

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