Neues von TRABAJO DIGNO

Gestern erreichte uns eine Nachricht von Martine Greischer von TRABAJO DIGNO, einem Projekt  von OGBL Solidarité Syndicale, das Niños de la Tierra mit unterstützt:

… mir sinn amgaang, un engem Workshop-Buch zu sozialer an Aarbechtsmaart-Integratioun vun fréieren Heemkanner matzeschaffen, an un enger Studie dozou, déi parallel leeft.
Mir hunn e Gesetzesprojet ausgeschafft, zur Aarbechtserlabnis vu Mannerjähregen, dee mir dëser Deeg an der Chamber hei areechen; an elo grad huet e Kolleeg vu mir säin Documentaire zu Kanneraarbechter vu Cochabamba fäerdeg produzéiert, dee mir probéieren, hei grouss ze weisen, soubal en eraus kënnt.
Ech sëtzen iech den Trailer hei derbäi:

Take Off Documentary Trailer vimeo.com
In Bolivia there are approximately one million working children and youth who are at risk. Take Off is a film about their stories of courage, strength, resilience,…

Am Film gesäit een d’Lorena, wat ech duerch d’Fanni kenne geléiert hunn a wat ech zënter 2012 begleeden an ënnerstëtzen. Et ass him net ëmmer gudd gaang a séngem Liewen, ma hatt huet eng enorm Energie a Liewensfreed, déi hatt ëmmer weider bréngen.
Genau wéi d’Adriana, wat een och am Trailer gesäit. Hatt hunn ech duerch de Fernando – deen de Film gedréint huet – kenne geléiert, an och hatt ënnerstëtzen ech reegleméisseg. Hatt hat en Accident vrun e puer Joer, a sénger Mamm hier Pai geet net ëmmer duer, fir séng Schoul ze bezuelen. Dëst Joer mécht hatt d’Première, duerno geet et gäer op d’Uni. Hatt ass eng immens Persoun…

Martine

Papst geißelt „Plage der Gewalt an Frauen“

Papst Franziskus beklagte auf seiner Südamerikareise im Januar 2018 die vielen Femizide auf dem Kontinent. Von den 25 Ländern mit den meisten Morden an Frauen liegt laut UN-Angaben die Hälfte in Lateinamerika. In Peru forderte der Papst eine andere Gesetzgebung und eine „Kultur der Ablehnung von Gewalt“.

___________________________________________________

Papst Franziskus kritisierte während seines Besuchs in Peru die hohe Rate der Gewalt gegen Frauen in seinem Heimatkontinent. Die zahlreichen Fälle von Frauenmorden seien eine „Plage, die unseren amerikanischen Kontinent heimsucht“, sagte Franziskus in der Küstenstadt Trujillo im Norden des Landes. Noch am Samstagabend flog der Pontifex in die Hauptstadt Lima zurück, dort schloss er am Sonntag seine einwöchige Lateinamerika-Reise mit einer Messe unter freiem Himmel ab.

„Es gibt unzählige Situationen von Gewalt, die hinter so vielen Mauern totgeschwiegen werden“, klagte Franziskus während einer Marienfeier auf dem zentralen Platz Trujillos. „Ich lade euch ein, gegen diese Quelle des Leidens zu kämpfen, indem ihr eine Gesetzgebung und eine Kultur der Ablehnung gegen jede Form von Gewalt fördert“.

Peru kämpft seit langem mit hohen Gewaltraten, Lima gilt laut einer jüngst veröffentlichten Studie als eine der gefährlichsten Städte der Welt für Frauen. In anderen lateinamerikanischen Metropolen wie Mexiko-Stadt sind Frauenwaggons in der U-Bahn üblich.

n-tv.de 21.1.2018

 

FUNDACION CRISTO VIVE PERU und NIÑOS DE LA TIERRA asbl.
gemeinsam im Kampf gegen die Gewalt an Frauen in Peru

Seit dem Beginn ihres Einsatzes für die bedürftigen und unterdrückten Mitmenschen in Cusco/Peru, hat unsere Partnerorganisation FUNDACION CRISTO VIVE PERU (FCVP) sich vornehmlich der Problematik der Gewalt gegenüber Frauen verschrieben. Aufbauend auf einer Methodologie, welche sich orientiert am « nationalen peruanischen Interventionsplan gegen die Gewalt an Frauen », hat die FCVP seit 2004 zuerst eine ambulante und rein auf Volontariat aufgebaute Anlaufstelle für die von Gewalt und Ausbeutung betroffenen Frauen eingerichtet (psychologische und juristische Hilfe, Begleitung und Teilausbildung). Ab 2008 wurde die Hilfe « professioneller » und spezialisierte Mitarbeiter in Psychologie und Jura nahmen sich der Problematik an.

Rechtsbeistand für die Frauen in Not

Gruppentherapie

Seit 2009 ist Niños de la Tierra asbl. ein verlässlicher Partner der FCVP, haben wir doch ab dieser Zeit gemeinsam das Frauenhaus „Centro Hogar de acogida Sonqo Wasi“ (CHASW) aufgebaut und mit Leben gefüllt (über 7 Jahre hinweg wurde das Haus dank zweier kofinanzierter Projekte mit unserem Ministerium finanziert). Leider war nach 2016 kein neues kofinanziertes Projekt mehr drin, so dass es schwierig wurde, das CHASW « voll betriebsfähig » zu halten. Die peruanischen Stellen bekunden immer wieder die Wichtigkeit des CHASW und die Verschlechterung der Situation der häuslichen Gewalt in Peru : Allerdings sind bislang keine öffentlichen Gelder geflossen !! Zu kompliziert ist die peruanische Bürokratie und zu risikobeladen eine eventuelle Übergabe des CHASW an die öffentliche Hand (Missmanagement, Korruption, Kontrollverlust für die FCVP…).
Das CHASW ist ein Frauenhaus mit einer integralen Hilfestellung für alle Frauen, welche Opfer häuslicher, sexueller oder anderer Gewalt wurden und vorrübergehend eine schützende Anlaufstelle brauchen (die Aufenthaltsdauer ist auf maximal 6 Monate begrenzt, mitsamt ihrer Kinder).

Alle Bewohnerinnen können von folgenden Leistungen profitieren:
Freie Kost und Logis, Hilfe durch eine Sozialarbeiterin, psychotherapeutische und juristische Unterstützung, Schutz und tagtägliche Begleitung der Frauen (Risiko vom Aggressor verfolgt zu werden), schulische und berufliche Aus- bzw. Weiterbildung, Orientierung für die Zeit nach dem CHASW-Aufenthalt, einkommensbeschaffende Maßnahmen, schulische und psychologische Begleitung der Kinder.

Erlernen neuer Fähigkeiten

All dies kostet Geld und viel Einsatz, Liebe und Führsorge durch unsere Freunde der FCVP.

Bei mehreren Besuchen über die Jahre konnten wir immer wieder begutachten, welch gute Arbeit geleistet wurde und zu welchen erstaunlichen Lebensläufen die betreuten Frauen später befähigt wurden.

Jean-Paul Hammerel

Helfen Sie uns, dieses für Cusco einmalige Frauenhaus am Leben zu erhalten. Durch eine Spende mit dem Vermerk « Sonqo Wasi » erlauben Sie Niños de la Tierra asbl. ihr Versprechen halten zu können, weiter an der Seite der FCVP zu kämpfen, für eine gerechtere Welt.

 

Ateliers für die Kleinen

40 Jahre mit Schwester Karoline Mayer

Für den 20. Mai 2017
lädt der 2012 wiederauferstandene Bettemburger „Jugendchor“
zu einem feierlichen

Ökumenischen Danksagungsgottesdienst

in die Bettemburger Pfarrkirche um 19.00 Uhr ein.

Wir sind nämlich sehr dankbar, dass wir vor 40 Jahren Sr. Karoline Mayer kennengelernt haben. Wir haben ihren Einsatz in den Armenvierteln von Santiago de Chile in Luxemburg bekannt gemacht. Viele Menschen aus allen Gegenden unseres Landes haben die kämpferische und fröhliche Frau bewundert und gerne für ihr Werk gespendet. So wurde 1987 aus der Aktion Chiles Kinder die nichtstaatliche Hilfsorganisation Chiles Kinder a.s.b.l., die sich 2006 in Niños de la Tierra umbenannte.

Bei der Feier vom 20. Mai wirken neben dem „Jugendchor“ und Sängerinnen der einheimischen Cäcilia auch die Howalder Gruppe um Christine Buβhardt mit.

M.S.

Rückblick auf das Jahr 2016

Verwaltung von Niños de la Tierra

Der „Conseil d’administration“ setzt sich seit der Generalversammlung vom 22. März aus 14 ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen. Diese berieten sich in 12 Monatsversammlungen, sowie in der alljährlichen Klausur (Reflexionstag über die Zukunft unserer ONG, über unserer Projekte und die Zusammenarbeit mit unseren Partnern) am 16. Januar 2016. Die Arbeitsgruppen für Projekte, Öffentlichkeitsarbeit und Freiwilligen-Engagement trafen sich insgesamt 9 mal. Bei 6 Treffen befasste sich eine kleine Gruppe mit der neuen Buchführung. Administratives wurde in einer Versammlung nach der Verteilung der Posten besprochen. Eine Versammlung einer Nitis-Delegation fand statt mit Herrn Julien Benomar zum Thema „Diagnostic et évaluation des besoins des ONG“.

Kim Nommesch setzte auch 2016 ihre Projektarbeit als unabhängige Mitarbeiterin unserer ONG fort.

Verwaltungsrat

Unser Verwaltungsrat setzte sich wie folgt zusammen:
Jean-Paul Hammerel (Fennange),
Marco Hoffmann (Consdorf),
Julie Kipgen (Arlon),
Marie-José Kohn-Goedert und Marcel Kohn (Bettembourg),
Rose Ludwig-Bohler und Georges Ludwig (Bettembourg),
Fernande Schaack-Rasquin und Michel Schaack (Crauthem),
Axel Schneidenbach (Dudelange),
Yvette Schweich-Lux und Claude Schweich (Bettembourg),
Gaby Stoos (Bettembourg)
Gaby Wewer (Bettembourg)

Ständige Mitarbeiter/Innen:
Marianne Hoffmann (Schuttrange),
Sylvie Mergen (Luxembourg),
Ruth Hoffmann-Muhlpfordt (Consdorf),
Tania Mangen-Carier und Guy Mangen (Mamer),
Claire Zimmer (Bettembourg).

Gemäß den Statuten unserer ONG wurden die Posten im Verwaltungsrat in der ersten Sitzung nach der Generalversammlung verteilt:
Präsident: Marco Hoffmann,
Vizepräsidentin: Gaby Stoos,
Sekretärin: Rose Ludwig-Bohler,
Kassenwart: Jean-Paul Hammerel,
Hilfskassenwart: Georges Ludwig.

„Niños de la Tierra“ ist Mitglied im Cercle de Coopération des ONGD (Mitbegründer), bei ATTAC (www.attac.org) und bei Fairtrade Lëtzebuerg (www.transfair.lu). Vertreten sind wir auch bei Beetebuerg hëlleft (Mitbegründer) und bei Monnerech hëlleft. Freundschaftlich verbunden sind wir mit den deutschen Organisationen Cristo Vive Europa (www.cristovive.de) und Crearte e.V./EPA (www.crearte-epa.org).

Öffentlichkeitsarbeit

Unser Mitteilungsblatt INFO erscheint viermal im Jahr in einer Auflage von 1300 Exemplaren. Per Post/Mail verschickt, erlaubt es uns, unsere Sympathisanten über unsere Projekte auf dem Laufenden zu halten, und wichtige Nachrichten über unsere Zielländer Bolivien, Chile und Peru zu vermitteln.
Unsere Homepage www.niti.lu wird koordiniert von Marcel Kohn: neben allen wichtigen Informationen über unsere ONG kann man auch die PDF-Ausgaben unserer INFOblätter abrufen.
Seit 2014 sind wir auch auf Facebook vertreten. Julie Kipgen verwaltet unsere Seite: Niños de la Tierra Asbl

Öffentliche Schecküberreichungen

Leudelange : Raiffeisenbank (18. April)

Vereinshaus Bettemburg : Par Réiser (8. Juli) verbunden mit einem „peruanischen Abend“

• Biwange: Fraentreff Réiserbann (26.10.)

Vorstellen unserer ONG und unserer Projekte

Im Januar 2016 wurde unser Projekt Tirani/Bolivien in der Kindermesse in Biwingen für die Kommunionskinder des „Porverband Réiserbann“ vorgestellt

Präsenz der Mitglieder von Niños de la Tierra

Während des Jahres 2016 war unsere Organisation vertreten bei :
• Basar der „Fraen a Mammen Réiserbann“ (13.03.)
• Generalversammlung des „Cercle des ONG“ (23.03.)
• Eröffnung „Literatour“ Bettemburg (09.04.)
• Konzert von „Salut Salon“ in der Philharmonie (12.04.)
• Neumünster: „OGBL Solidarité“ und Martine Greischer, Projet „Trabajo Digno“ (01.05.)
• Einweihung einer Gedenkskulptur im Parc Jacquinot Bettemburg (08.05.)
• Informationsversammlung des „Cercle des ONG“ im CITIM Luxembg (01.06.)
• Generalversammlung „Beetebuerg hëlleft“ (13.06.)
• Generalversammlung „Diddeleng hëlleft asbl“ (15.06.)
• Feierlichkeiten Nationalfeiertag Bettemburg (22.06.)
• Fête de l’amitié Bettembourg (22.06.)
• Generalversammlung „Monnerech hëlleft“ (28.06.)
• Peruanischer Abend im Vereinshaus Bettemburg (08.07.)
• Informationsversammlung „demandeurs d’asyle“ Bettemburg (27.09.)
• Kick-off Meeting in Echternach EPA-Projekt „Musik als Lebenschance“ (04.10.)
• Journée commémorative Bettemburg (09.10.)
• Faire Kaffi des „Weltbuttek Beetebuerg“ (16.10.)
• Versammlung von „Monnerech hëlleft“ (15.11.)
• Dîner de bienfaisance Monnerech (16.12.)

Niños de la Tierra im Ausland

Jean-Paul Hammerel, Marco Hoffmann und Claude Schweich haben eine Projektreise unternommen zu unseren Partnern in Bolivien und Peru (5. – 20. November).

Besuch von Partnern

2016 haben uns folgende Partner besucht:
– Martine Greischer, sie unterstützt die benachteiligte Bevölkerung von Cochabamba für eine würdige Arbeit, ihr Projekt heißt „Trabajo Digno“ (07. Januar)
– Schwester Karoline Mayer der Fundación Cristo Vive (7. – 10. Juni)
• Unterredungen mit den Organisationen „Andamos“, Beetebuerg hëlleft“, „Guiden a Scoute fir eng Welt“, „Niños de la Tierra“ und dem „Jugendchouer reloaded“
• Frühstück im Pfarrhaus Bettemburg
• Konferenzen im Lycée Aline Mayrisch und in der Mamer Grundschule
– Pater Julien Braun von unserer Partnerorganisation „KAIRÓS“ Chile (14. September)

Unsere Freiwilligen

Ende Juli kehrte Anne Speltz nach einem Jahr Freiwilligendienst in Chokaya/Cochabamba aus Bolivien nach Luxemburg zurück.
Im August kehrte auch Claire Zimmer aus Bolivien zurück, wo sie ein Jahr lang als Freiwillige in Tirani/Cochabamba gearbeitet hatte.

Verschiedenes

Niños de la Tierra besuchten, unter der fachkundigen Führung von Claude Wey, die Ausstellung „Orchideen, Kakao & Kolibri“ im Musée National d’Histoire Naturelle in Luxemburg.

Um Claude Schweich für seine 3jährige Präsidentschaft zu danken, hatten die Mitglieder des Conseil d’administration ihn im September zu einem eintägigen Ausflug an die belgische Küste eingeladen.

Rose Ludwig-Bohler,
März 2017

_______________________________________________________

COMPTE DES RECETTES ET DEPENSES DE NIÑOS DE LA TIERRA a.s.b.l.
(anc.CHILES KINDER asbl.)

POUR L’ANNÉE 2016 (en EURO)

SOLDE AU 31.12.2015 280.168,68 €

I. RECETTES :

A) RECETTES D’ORIGINE PUBLIQUE : 373.840,74 €
1) Cofinancements : 306.178,10 €
a) cofinancement par le MAE : 306.178,10 €
b) cofinancement par l’UE : 0,00 €
c) accord-cadre MAE: 0,00 €

2) Subsides : 64.908,76 €
a) subsides par le MAE (frais adm. ) : 30.911,76 €
b) subsides par communes : 33.997,00 €

3) SNJ-Service Volontaire : 2.753,88 €

B) RECETTES D’ORIGINE PRIVEE : 196.592,30 €
1) Dons individuels : 195.489,30 €
2) Autres recettes : 1.103,00 €

C) INTERETS TOUCHES : 434,18 €

TOTAL DES RECETTES : 570.867,22 €

II. DEPENSES :

A) DEPENSES POUR PROJETS : 525.969,00 €
1) Projets cofinancés : 457.514,00 €
2) Projets non-cofinancés : 68.455,00 €
3) Accord-cadre : 0,00 €
4) Solde après réalisation remboursé : 0,00 €

B) DEPENSES POUR ACTIVITES : 85,65 €
1) Activités ayant bénéficié d’un subside : 0,00 €
2) Activités n’ayant pas bénéficié d’un subside : 85,65 €

C) DEPENSES ADMINISTRATIVES : 10.174,23 €
1) Frais bancaires 1.215,13 €
2) Autres dépenses administratives 8.959,10 €

D) AUTRES: 6.031,00 €
1) Divers : 698,00 €
2) Frais volontaires (2) 928,00 €
3) Frais collaborateur indépendant (K.Nommesch) 4.405,00 €

TOTAL DES DEPENSES : 542.259,88 €

SOLDE AU 31.12.16 308.776,02 €
LE TRESORIER JEAN-PAUL HAMMEREL

Einigung zwischen Regierung und NGOs

MINISTERRAT: Gesetzesprojekt über Entwicklungshilfe angenommen

Als das Zukunftspaket der Regierung im Herbst 2014 vorgestellt wurde, herrschte viel Aufregung bei den Nichtregierungsorganisationen (NGO), die im Bereich der Entwicklungshilfe tätig sind. Vor allem die geplante Herabsetzung der Zuschüsse für administrative Kosten sorgte zunächst für Unmut. Im Januar 2016 konnten die „Direction de la coopération“ und der „Cercle de coopération“ dann doch noch einen Kompromiss finden. Gestern verabschiedete der Ministerrat das entsprechende Gesetzesprojekt.

Im „Zukunftspak“ der Regierung war ursprünglich vorgesehen, den staatlichen Beitrag zu den Verwaltungskosten (hiermit sind vor allem Personal- und Mietkosten gemeint) der NGOs pro Organisation von bisher 15 auf 12 Prozent zurückzuschrauben. Auch wenn die Regierung stets betonte, dass das Gesamtvolumen der Luxemburger Entwicklungshilfe unangetastet bleibt, fürchteten die Nichtregierungsorganisationen, dass sie durch eine Absenkung der Obergrenze für administrative Kosten einen Teil ihres festangestellten Personals unter Umständen entlassen müssten. Die Direktorin des „Cercle de coopération“, Christine Dahm, sprach im Herbst 2015 in einem Interview mit dem Tageblatt von einem fatalen „Signal zu verstärktem Ehrenamt“, das zulasten des angestellten Personals gehen würde. Über ein Jahr hatten der „Cercle de coopération“ und das Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten verhandelt, um im Rahmen des „Zukunftspak“ der Regierung „eine Konzentration der staatlichen Finanzhilfe für die am wenigsten entwickelten Länder“ zu erreichen und gleichzeitig „das Niveau der öffentlichen Entwicklungshilfe beizubehalten“. Im Januar 2016 konnten sich beide Seiten endlich einigen. So wird es zwar eine Absenkung der Obergrenze für administrative Kosten geben, allerdings fällt diese um nur einen Prozentpunkt von 15 auf 14 Prozent. Weitere Elemente der Einigung betreffen den Beteiligungssatz für Projekte, welche die am wenigsten entwickelten Länder und die Zielstaaten der luxemburgischen Entwicklungshilfe betreffen (80 Prozent), sowie den Kofinanzierungssatz für Projekte, die Länder betreffen, die weder Zielländer sind noch zu den am wenigsten entwickelten Ländern gehören (60 Prozent). Der Ministerrat hat gestern dem entsprechenden Gesetzesprojekt zugestimmt.

Dvv

In Tageblatt E-Paper Ausgabe vom 9.9.2016

Zum Tod von Schwester Edith

csm_edith_petersen_6eda3f7c51Am 14. August 2016 ist Schwester Edith Petersen, gebürtig aus Schwalbach bei Frankfurt in Cochabamba verstorben. Die 83-Jährige hat 20 Jahre in dieser bolivianischen Großstadt gelebt und gewirkt. Mitte der 1990er Jahre begann sie nämlich daselbst ihren Einsatz im Dienst an den Armen, zusammen mit Dr Annemarie Hofer. Außergewöhnlich ihr Einsatz für Häftlinge in den verschiedenen Gefängnissen von Cochabamba! Auch ich hatte die Gelegenheit, mit einer Delegation unserer NGO „Chiles Kinder“ eine der Haftanstalten zu besuchen, die sie betreute. Dabei stellte sie uns verschiedene ihrer Schützlinge vor, die in ihr allein noch eine Vertrauensperson hatten. Wie aufopferungs- und liebevoll sie mit diesen Menschen umging! Dies vergisst man nicht so schnell. Edith betreute ebenfalls Behinderte und sorgte sich um die ambulante medizinische Behandlung von Bedürftigen und von Yuracare-Indianern im benachbarten Urwald. Sie förderte die Kultur der Indianer, ihre Musik und ihre Kunst. Dass in dieser meist stillen Frau so viel Kraft steckte, konnten wir nicht ahnen, als sie das ein oder andere Mal mit uns in Bettemburg feierte. Sie war von Anfang an Mitglied der Fundación Cristo Vive Bolivia, gründete aber auch in den Jahren 2007/2008 in Cochabamba ihre eigene Organisation.

Obwohl gesundheitlich angeschlagen schonte Edith sich nicht, wenn es um den Menschen in Not ging. So geht sie in die Geschichte ein. So bleibt sie mir in Erinnerung.

Michel Schaack

Eine Schecküberreichung der etwas anderen Art…

Ein Scheck über 13.000 € an NIÑOS DE LA TIERRA durch den Pfarrverband Roeser-Crauthem

Am Freitag den 8. Juli hatte der Pfarrverband Roeser-Crauthem zu einem PERUANISCHEN ABEND eingeladen.

Tonie Schweich, welche im vergangenen Jahr im Haus für misshandelte Frauen in Cusco/Peru gearbeitet hatte, berichtete über ihr Freiwilligenjahr. Ihre Ausführungen, mit Fotos untermalt, gaben einen Einblick sowohl in die Problematik vor Ort wie auch in den Alltag einer Freiwilligen, welche in einem gänzlich neuen kulturellen Umfeld doch mit so manchen Problemen zu kämpfen hatte. Wir möchten an dieser Stelle Tonie noch einmal für ihren Einsatz während ihres Volontariats und für ihr Zeugnis an diesem Abend ganz besonders danken.

img_7921

Ein ganz besonders herzliches Dankeschön wollen wir von Niños de la Tierra an dieser Stelle dem Pfarrverband Roeser-Crauthem für die gespendeten 13.000 Euro aussprechen.

Diese beträchtliche Summe kam bei der Sozialaktion der Pfarrgemeinschaft zustande: Fraen a Mammen, die Erstkommunionkinder sowie alle Vereigungen der Pfarrei beteiligten sich gemeinsam während des vergangenen Jahres an dieser Aktion. Im Namen aller in unseren Projekten Betroffenen in Lateinamerika gebührt ihnen unsere aufrichtige Dankbarkeit.

img_7929

Das anschließende Buffet mit Spezialitäten aus Bolivien, Chile und Peru war ein Genuss für Auge und Gaumen. Den vielen, eher im Hintergrund tätigen Händen, wollen wir an dieser Stelle ebenfalls herzlich danken.

img_8022img_7941

                                                                                                                                                                                                                        Zum Abschluss dieses gelungenen Abends konnte die farbenprächtige Tanzgruppe des Institut Culturel Luxembourgeois Péruvien mit ihren Darbietungen begeistern. Sowohl die kunstvoll gestalteten Trachten als auch die hervorragenden Darbietungen der Tänzerinnen und Tänzer ließen den Abend in einer entspannten, fast südamerikanischen Atmophäre, ausklingen.

img_7967img_7991

Allen an dieser Aktion beteiligten Mitgliedern der Pfarrgemeinschaft Roeser-Crauthem möchte Niños de la Tierra

ihre aufrichtige Anerkennung und ihren nachhaltigen Dank ausdrücken.