Okt 012011
 

in El Alto und Palca (La Paz)

 

Das vorliegende Projekt ist in direkter Umgebung der bolivianischen Hauptstadt La Paz angesiedelt:

-          in Alto Chijini im 12. Distrikt der Stadt El Alto, einer Trabantenstadt um den Flughafen von La Paz mit fast einer Million Einwohnern auf 4100 m Höhe

-          in der Sektion  Pacuani der Landgemeinde Palca , 550 Einwohner, ca. 30 km vom Zentrum von La Paz entfernt auf 4000 m Höhe

Die beiden Zielgebiete unseres neuen Projektes sind  gekennzeichnet durch generelle Armut der Einwohner sowie mangelhafte Infrastruktur.

Die 21.700 Bewohner des Stadtteils Alto Chijini sind in der Regel landflüchtige indigene Aymara oder Quechua. El Alto gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten der Welt, etwa 50% der Bevölkerung ist 19 Jahre alt und jünger, nur 18% der Bevölkerung sind älter als 39 Jahre. Gründe dafür sind sowohl die hohe Reproduktionsrate der ansässigen Bevölkerung als auch der unverminderte Zuzug von Landflüchtigen, während die Einwohnerzahl von La Paz, das sich wegen seiner beengten Lage nicht weiter ausdehnen kann, seit Jahren stagniert. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich die Einwohnerzahl der Stadt mehr als verdoppelt.

El Alto gehört auch zu den ärmsten Städten der Welt: mehr als 70% der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, 88% der Menschen sind Analphabeten bzw. verfügen nur über geringe Schreib- und Lesefertigkeiten. Immer noch haben die meisten Wohnviertel weder einen Wasser-, Kanal- noch einen Stromanschluss. Fast drei Viertel der Bevölkerung ist in der informellen Wirtschaft tätig. Auf improvisierten Verkaufsständen entlang der Geschäftsstraßen in La Paz bieten die Menschen tagsüber ihre teils eigengefertigten teils zugekauften Produkte an.

Auf den ersten Blick ist Alto Chijini nicht als Armenviertel auszumachen. Die breiten ungepflasterten Straßen verlaufen geradlinig  und im rechten Winkel zueinander. Auch der Ärmste umgibt als erstes sein Grundstück mit einer hohen Mauer aus roten Ziegelsteinen. Von der Straße aus nicht einzusehen, verbergen sich dahinter oft katastrophale Wohnverhältnisse. Anfangs besteht das Wohnhaus aus nur einem einzigen Raum mit rohen Backsteinwänden und Wellblechdach. Je nach Finanzlage der Familie wird dann verschönert und erweitert.

Die lokalen Behörden sind total überfordert. Einerseits können die Infrastrukturarbeiten nicht Schritt halten mit der rasanten Ausdehnung der Stadt und andererseits fehlen auch noch die dazu notwendigen finanziellen Mittel mangels zahlungskräftigen Bürgern. Immerhin gibt es in Alto Chijini 6 Schulen für 2.670 Grundschüler sowie 2 Gesundheitszentren. Hervorzuheben sind aber die 46 „juntas vecinales „ (Nachbarschaftskomitees), welche neben der offiziellen Stadtregierung das öffentliche Leben bestimmen. In einer Art basisdemokratischen Form wird versucht,  auf die Bedürfnisse und Probleme eines Viertels, eines Straßenabschnitts oder Häuserblocks einzugehen.

Die Bewohner der Landgemeinde Palca hingegen sind fast ausschließlich in der Landwirtschaft tätig. Aber die Erträge der mageren Felder auf der kargen, unwirtlichen Hochebene reichen gerade mal für den Eigenbedarf. Gelegentlich bringt ein geringer Überschuss ein winziges Einkommen. In Pacuani müssen 2 Klassenräume für sämtliche Vor- und Grundschüler reichen. Es gibt weder Trink- noch Abwassernetz und auch kein Gesundheitszentrum.

Die Folgen all dieser Missstände sind im Ballungsraum La Paz/El Alto eine überhöhte Sterberate bei werdenden Müttern und Kleinkindern sowie eine miserable Allgemein- und Ausbildung der Kinder und Jugendlichen

Traditionell wurde den Bedürfnissen der Frauen, Kinder und Jugendlichen besonders der ärmsten Schichten seitens des bolivianischen Staates wenig Beachtung geschenkt. Erst seit dem Amtsantritt von Evo Morales ist hier ein deutliches Umdenken zu verzeichnen. Auch erreichen die Ausgaben für Soziales in La Paz und El Alto knappe 20 % des Budgets.

Das vorliegende Projekt versucht hier Abhilfe zu leisten.

Partner vor Ort ist die 1990 gegründete ONG „Contexto La Paz“. Ihr Ziel ist die Förderung und Entwicklung der vernachlässigten Bevölkerungsschichten in Zusammenarbeit mit unabhängigen indigenen Frauenorganisationen  welche sich im Dachverband „Juana Azurduy de Padilla“ zusammengeschlossen haben. Ihre Ausbildungsprogramme begreifen hauptsächlich ein integrales Bildungsprogramm für Mutter und Kind, Sozialprogramme, Programme zur Förderung der Arbeitstechniken und Produktion im handwerklichen Bereich sowie Programme für Basisorganisation, Zusammenarbeit und Einbindung der Frauen und Kinder in das soziale Leben. Contexto besteht aus gut einem Dutzend fest angestellter professioneller Mitarbeiter sowie einer ganze Reihe Freiwilligen in den jeweiligen lokalen Projekten.

Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und begreift folgende Teile:

-          Bildungsprogramm für Mütter, Väter und Verantwortliche der Gemeinschaften. Es begreift Ateliers für lokale Entwicklung, für Grundkenntnisse in Gesundheit und Ernährung, für Ausbildung in leadership, für handwerklich- technische Ausbildung

-          Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche: Hausaufgabenhilfe, Lernhilfen, Vermittlung von Grundkenntnissen in Ernährung, Gesundheit und Ökologie

-          Ausbau der Zusammenarbeit mit den staatlichen und lokalen Autoritäten

-          Zusätzliche Ernährung und medizinische Grundversorgung der Kinder und Jugendlichen

-          Bau von 2 Aufnahmezentren: jeweils eines in El Alto und Pacuani. Sie werden mittags für die Kantine, nachmittags für die schulischen Beihilfen und abends für die Bildungsprogramme für Erwachsenen genutzt. Die Unterhalts- und Funktionskosten sind Bestandteil des vorliegenden Projektes. Die entsprechenden Grundstücke sind Eigentum der jeweiligen Gemeinschaften. Die neuen Gebäude verbleiben nach Ablauf des Projektes in ihrem Besitz.

Die Aussichten für den Fortbestand des Projektes nach Ablauf der 3 Jahre sind denkbar gut. Es entstand auf direkte Anfrage der beiden Gemeinschaften bei Contexto. Diese sind von seiner Wichtigkeit und Wirksamkeit überzeugt und werden sich voll und ganz für seine Nachhaltigkeit einsetzen. Seitens der Behörden bestehen ebenfalls gute Aussichten, dass nach drei Jahren nicht alles im Sand verläuft. Es entspricht hervorragend den Vorgaben zur Förderung der indigenen Bevölkerungsschichten der neuen bolivianischen Verfassung sowie des „Nationalen Entwicklungsplans“ von 2006. Auch verliefen erste Kontakte mit lokalen Autoritäten äußerst vielversprechend.

Laufzeit des Projekts: 2011 – 2014

Finanzierung des Projekts:

Anteil MAE  184.724,24 €

Anteil Niños de la Tierra asbl. 92.362,12 €

Gesamtkosten 277.086,36 Euro

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Jan 282011
 
Bessere Versorgung mit Lebensmitteln in der Region Chapisirca (Gemeinde Tiquipaya)
2011 – 2013
Partner: ANAWIN Cochabamba
Budget: 241.628,47 € (auf drei Jahre) vom Luxemburger Staat kofinanziert
Im Laufe des Jahres 2009 führte unsere  Partnerorganisation ANAWIN in 18 Gemeinschaften des Hochlandes um Chapisirca eine Bestandsaufnahme ihrer Probleme und Möglichkeiten durch. Dies sind im Besonderen:
- die Notwendigkeit, Ackerbau und Viehzucht auf lange Sicht zu verbessern
- die nachhaltige Bewahrung und Verwaltung der natürlichen Ressourcen
- die Optimierung der Bildungsmaßnahmen insbesondere der Jugendlichen und der Frauen
Das aus diesen Überlegungen hervorgegangene vorliegende Projekt beinhaltet folgende Komponenten:
- Ausbildung der Bauern in lokalen Ackerbau- und Viehzucht-Seminaren
- Erhaltung der Ackerböden, Ausweitung der Produktpalette, genetische Verbesserung in der Kleintierzucht, Einführung der Fischzucht in den Lagunen, Hilfestellung bei der Verarbeitung und Vermarktung der lokalen Produkte
- Zusammenarbeit mit den Schulen der Region (Einführung von theoretischen und praktischen Kursen in Ökologie, Hygiene, gesunde Ernährung)
- Zusammenarbeit mit dem Gesundheitszentrum in Chapisirca (Gesundheits-, Hygiene- und Verhütungskurse in den Gemeinschaften)
- Gründung von Frauen-Treffen
- Überwachung und Instandhaltung des Trinkwassernetzes (Ausbildung von Klempnern, Bildung eines Überwachungskomitees)
- Einbindung der Studenten des letzten Bildungsjahres der Veterinär- und Agrikulturfakultät der Universität Mayor San Simon in die Maßnahmen zum Erhalt der Böden, lokale Ausbildungskurse durch die Studenten und Ihre Professoren.
Dieses Projekt  befolgt die Richtlinien der aktuellen bolivianischen Regierung und wird einen einschneidenden Einfluss auf das Leben der 3500 betroffenen Einwohner des Hochlandes haben.
Gesamtkosten: 241.628,47 Euro auf drei Jahre
Beitrag unserer ONG: 80.542,82 Euro
Beitrag der Luxemburger Regierung: 161.085,65 Euro
Beiträge der lokalen Partner: (außerhalb des oben angeführten Budgets)
- ANAWIN stellt ein 2. Fahrzeug zur Verfügung sowie das Kommunikationsmaterial
- die Gemeinde Tiquipaya beteiligt sich mit diversen Beiträgen in Höhe von 10.307,70 Euro
- die lokalen Gemeinschaften liefern die notwendigen Arbeitskräfte mit einem geschätzten Gegenwert von 49.846,16 Euro insgesamt.
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Aug 162010
 

12. Aug 2010

Minenarbeiter sperren Zugangsstraßen der Stadt im Süden des Landes ab. Versorgungsmängel und eine Rüge der UNO sind die Folge

Zeitungsbericht: Streikende in Potosí halten Protest aufrecht

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Jun 122010
 

02. Juni 

 Boliviens Präsident Evo Morales äußerte gestern auf einer Pressekonferenz seinen Wunsch nach einer Übereinkunft über die diplomatischen und ökonomischen Beziehungen seines Landes zu den USA. Die Beziehungen zwischen beiden Ländern hatten sich nach der Ausweisung des US-Botschafters Philip Goldberg im September 2008 rapide verschlechtert. Parallel zu Evo Morales’ Pressekonferenz traf sich der bolivianische Außenminister David Choquehuanca in La Paz mit dem stellvertretenden US-Staatssekretär für Angelegenheiten der Westlichen Hemisphäre Arturo Valenzuela zu Gesprächen über ein neues Rahmenabkommen. Die Aufnahme der Gespräche geht auf eine Bitte von US-Präsident Barack Obama zurück, der eine neue Etappe der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Respekts zwischen den USA und Bolivien einleiten möchte, wie Valenzuela betonte. In den nächsten Wochen soll das neue Rahmenabkommen unterzeichnet werden. Wie Choquehuanca betonte, gebe es nicht nur gute Absichten, sondern es seien konkrete Fortschritte gemacht worden. Das Vertragswerk beinhaltet unter anderem den politischen Dialog beider Staaten, die gemeinsame Verantwortung im Kampf gegen den Drogenhandel, die wirtschaftliche Zusammenarbeit sowie internationale Handelsverträge.

(Bildquelle: Embajada de EE.UU. en La Paz).

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Apr 252010
 

Kindergarten „Ch’askita“ (Sternchen) – Stärkung der Potenziale der Kinder im Vorschulalter in Tirani

2010 – 2013

Partnerorganisationen: „Fundación Cristo Vive Bolivia“

Budget: 265142,00.- €, mit Unterstützung von „Entwécklung duerch gerechten Handel“ asbl. und zu 75 % co-finanziert durch die Luxemburger Regierung

Von Geburt an und im Verlauf ihrer Entwicklung kämpfen bolivianische Kinder mit einer Reihe von Hindernissen, die ihre Rechte verletzten oder die Entwicklung ihrer Potentiale einschränken. Die häufigsten sind materieller Mangel und fehlende emotionale Zuwendung. In Bolivien leiden sechs von zehn Kindern und Jugendlichen, das sind 2,6 Millionen, an unbefriedigten Grundbedürfnissen und fünf von zehn leben unter der Armutsgrenze.

Zwischen sechs und 13 Jahren geht eines von zehn Kindern nicht zur Schule; von zehn Kindern, welche die Grundschule besuchen, sind zwei entwicklungsverzögert, vier von zehn Kindern wiederholen eine Klasse, sechs von zehn Kindern verlassen sie ohne Abschluss …

Nur vier von zehn Kindern zwischen vier und fünf Jahren besuchen den Kindergarten.

Die Gemeinde Tirani besteht aus rund 400 Familien (3000 Einwohnern), von denen 58 Pegujalores sind (Familien die von der Bodenreform 1952 in Form von Landzuweisungen aus enteignetem Großgrundbesitz profitiert haben), 120 arremantes (Nachkommen der Pegujaleros) und 280 neu angesiedelte Familien (Migranten, die aus verschiedenen Departementen des Landes zugewandert sind, die Mehrheit aus La Paz oder aus anderen Provinzen des Departments Cochabamba).

Die Bevölkerung in der hochgelegenen Zone arbeitet überwiegend in der Landwirtschaft und handhabt traditionellen, saisonbedingten Anbau z. B. Kartoffeln für den Verkauf und den Konsum. Sie widmen sich auch der Viehzucht, vor allem von Kühen, Schafen und Lamas. In der tiefer gelegenen Zone widmen sie sich der Produktion von Kartoffeln und Mais für den familiären Konsum und der Produktion von Blumen zur Vermarktung. Einige Gemeindemitglieder, die keinen Landbesitz haben, gehen Gelegenheitsarbeiten als Maurer oder Arbeiter in der Stadt oder anderen Zonen nach. Die Frauen übernehmen den überwiegenden Teil der Hausarbeit, kümmern sich um den Anbau von Blumen und ihre Vermarktung.

Folgende Faktoren bedingen die generelle Armut bzw. behindern den Ausweg aus der Armut:

- die Arbeitslosigkeit oder Gelegenheitsarbeiten mit miserablen Gehältern,

- das niedrige Bildungsniveau vieler Mütter (91 % haben maximal eine Grundschulausbildung, unter ihnen sind viele Frauen, die nie die Möglichkeit hatten, eine Schule zu besuchen),

- der hohe Alkoholmissbrauch der Erwachsenen,

- die mangelnde Planung des familiären Budgets,

- die Präsenz von Gewalt innerhalb der Familie, sexueller Missbrauch und

- die teilweise oder totale Vernachlässigung der Kinder.

Von diesem Projekt werden direkt 100 Kinder aus der Gemeinde Tirani profitieren, die zum Großteil aus Quechua- oder Migrantenfamilien stammen. Indirekt profitieren auch die Familien, die Mütter und Väter, die sich auf unterschiedliche Weise für die Ziele des Erziehungsprozesses, der Gesundheitsvorsorge und der menschlichen Förderung im Kindergarten „Ch’askita“ einbringen werden. Außerdem ermöglicht die Kinderbetreuung eine Erwerbsarbeit der Frauen, vorwiegend in der Landwirtschaft, um so Einnahmen zu erwirtschaften, durch die ganze Familie ihren Lebensstandard verbessern kann.

Das Projekt wird durch die Gemeinde Tirani unterstützt. Die Gemeindevertreter haben  einen Vertrag unterzeichnet, der das Gelände, auf dem der Kindergarten gebaut wird, für zwanzig Jahre der Nutzung durch die Fundación Cristo Vive übergibt. Für die langfristige Funktion des Kindergartens werden beim Sozialamt SEDEGES staatliche Mittel für Nahrungsmittel- und Lernmittelstipendien für alle Kinder beantragt werden. Für Löhne und andere laufende Kosten ist auch mittelfristig die Unterstützung der Fundación Cristo Vive Europa e. V. erforderlich, bis sich das staatliche Engagement der Vorschulbildung verbessert hat. Der finanzielle Beitrag der Eltern für ihre Kinder im Kindergarten wird sich auf eine kleine Summe belaufen, da sie nur beschränkte finanzielle Möglichkeiten haben.

Aufgrund des partizipativen Charakters der Projekt-Planung und  -Implementierung ist eine jährliche Selbstevaluierung mit dem Team und Elternvertretern vorgesehen.

Die Durchführung der Arbeiten ist wie folgt vorgesehen:

- Partizipative Planung des Kindergartenprojekts in seinen unterschiedlichen Phasen

- Präsentation der Pläne und Kostenvoranschläge durch den Architekten

- Untervertragnahme der Baufirma

- Bau des Kindergartens durch die Baufirma, Begleitung durch Supervisor

- Anlage des Hofs, Gras, Baumpflanzung und Bau des Spielplatzes in Zusammenarbeit mit den Freiwilligen

- Vorbereitung der Mütter auf die Mitarbeit im Kindergarten

- Ausarbeitung des Bildungsprojekts

- Anträge auf entsprechende Genehmigungen

- Bewerbung um Nahrungsmittelstipendium

- Implementierung der Räume, Küche, Speisesaal, Toiletten, Lager

- Untervertragnahme des Personals

- Implementierung der Ausbildungsarbeit und der wesentlichen Arbeit im Elternzentrum

- Kooperation mit der Krankenstation, um die Gesundheitsziele zu erreichen

Finanzierung des Projekts:

Anteil MAE : 176761,33 €

Anteil Niños de la Tierra asbl. : 88380,67 €

Anteil Entwécklung duerch gerechten Handel asbl. : 40000,00 €

Gesamtkosten: 265142,00 Euro

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Feb 122010
 

Der Bau der Sekundarschule in Pampilla schreitet zügig voran: unbenannt-1

Rohbau:

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Dachstuhl:

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Untergrund aus Flusskiesel:

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Estrich und Verlegung der Bodenplatten:unbenannt-7

Erste Putzarbeiten:

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Türen und Fenster werden gesetzt: unbenannt-9

Stand der Arbeiten Januar 2010

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Okt 182009
 

Démocratique, indianiste et socialiste ?

(Vol XVI -2009/3)

Une double caractéristique confère à l’entreprise de transformation sociale par la voie démocratique en cours en Bolivie une portée symbolique et refondatrice hors du commun : sa volonté d’en finir avec le « colonialisme interne » par le biais d’un « gouvernement des mouvements sociaux ». A l’usage toutefois, la tentative se révèle ardue, en proie tant à des menaces extérieures qu’à ses propres faiblesses.

par François Polet

Dans une Amérique latine ayant majoritairement viré à gauche depuis le tournant du millénaire, c’est probablement dans la Bolivie d’Evo Morales qu’est engagé le processus de transformation sociale le plus ambitieux du continent. A l’instar d’Hugo Chavez au Venezuela ou de Rafael Correa en Equateur, et à la différence de Lula au Brésil, le nouveau président n’a de cesse d’affirmer sa volonté de « rupture » avec les années néolibérales et manie un discours de la confrontation – contre ses adversaires internes, contre les puissances « impérialistes ».

Mais l’expérience bolivienne a surtout deux caractéristiques qui lui donnent une charge symbolique et une portée « refondatrice » qu’on ne retrouve pas ailleurs : d’une part, premier président indigène de Bolivie, Evo Morales ne s’en prend pas seulement aux injustices socioéconomiques ou au néocolonialisme des multinationales étrangères, il prétend aussi en finir avec le « colonialisme interne » de l’Etat bolivien et l’exclusion structurelle, depuis l’indépendance, de la majorité indienne du pays ; d’autre part, cette refondation n’est pas envisagée comme la mission d’un homme ou d’un groupe d’élus, mais comme la responsabilité d’un « gouvernement des mouvements sociaux » qui confère une dimension participative inédite, bien que non dénuée d’ambiguïtés, à sa gestion des affaires publiques.

Les premières initiatives du président Morales dès son arrivée au pouvoir en janvier 2006 confirment sa volonté de rupture avec la politique « traditionnelle » : réduction du salaire présidentiel et de celui des hauts fonctionnaires, augmentation du salaire minimum, « nationalisation » des hydrocarbures, lancement d’une réforme agraire, mise en place d’une Assemblée constituante. A la grande satisfaction de ses admirateurs au sein de la gauche internationaliste, le nouveau gouvernement n’a apparemment pas peur de bousculer les intérêts économiques et politiques locaux et internationaux pour se donner les moyens d’accomplir ses deux principales promesses – la « réappropriation » des ressources naturelles et la « refondation » de la nation. lire la suite de l’éditorial

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Jul 292009
 

Die Juli-August Ausgabe der Zeitschrift “ila” ist EL ALTO, der Trabantenstadt von La Paz, gewidmet.

Niños de la Tierra asbl. unterstützt in EL ALTO das Projekt

Lernhilfen für Kinder und Jugendliche
in den Minenarbeitervierteln von Potosi
und den Armenvierteln von El Alto (la Paz)

Editorial ila 327 Juli/August 2009

Die bolivianische Millionenstadt El Alto ist sicher eine der außergewöhnlichsten Städte Lateinamerikas. Gleich mehrere Merkmale machen sie einzigartig. Zum einen liegt El Alto auf 4000 Meter Höhe und ist damit die höchstgelegene Metropole der Erde. Zum anderen ist El Alto die einzige Stadt dieser Größe, die fast ausschließlich von Indígenas bewohnt wird. Sie wird deshalb auch Hauptstadt der Aymara genannt. Weiterhin hat die Stadt eine außergewöhnliche wirtschaftliche Entwicklung genommen: aus Kleinstbetrieben etwa im Textilbereich ist dort inzwischen eine in Teilen international konkurrenzfähige Industrie entstanden. Doch die bietet nur einem kleinen Teil der Bevölkerung ein Auskommen. Die meisten Alteños und Alteñas versuchen sich im informellen Straßenhandel über Wasser zu halten, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung lebt in extremer Armut.

Spätestens seit dem so genannten „Gaskrieg“, der im Oktober 2003 zum Sturz des neoliberalen Präsidenten Sánchez de Lozada führte, ist El Alto in Bolivien und weltweit auch zum Symbol einer rebellischen Stadt geworden. In wenigen Städten Lateinamerikas dürfte die soziale Bewegung so stark und so gut organisiert sein wie hier. Schließlich ist El Alto eine junge Stadt. Und das in doppelter Hinsicht: Kinder, Jugendliche und junge Leute stellen die große Mehrheit der Bevölkerung, jung ist auch die Ansiedlung selbst, die erst seit 20 Jahren eine eigene städtische Verwaltungseinheit ist. In den dreißiger Jahren ließen sich die ersten MigrantInnen aus dem bolivianischen Andenhochland in El Alto nieder, sozusagen vor den Toren der Hauptstadt La Paz. Weil das Tal von La Paz bei wachsender Zuwanderung immer weniger Siedlungsraum bot, blieben immer mehr Landflüchtlinge auf der Hochebene von El Alto. Ab den dreißiger Jahren kann man von einer städtischen Siedlung sprechen. 1950 hatte sie gerademal 11 000 EinwohnerInnen und gehörte verwaltungstechnisch zu La Paz. mehr

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Mai 142009
 

Die UNO hat am 22. April in ihrer Generalversammlung den Vorschlag der bolivianischen Regierung angenommen, dieses Datum zum « Internationalen Tag der Mutter Erde » zu erklären.

President Morales rief dazu auf, die Rechte der Mutter Erde zu verteidigen. Um mit der Erde, den Tieren und Pflanzen in Harmonie zu leben, gehe es darum anzuerkennen, dass nicht nur wir Men-schen Rechte haben, sondern auch der Planet. (ILA 325/Mai 09)

weitere  Infos zum Thema unter (Englisch)

http://www.un.org/News/Press/docs/2009/ga10823.doc.htm

http://media-newswire.com/release_1089894.html

 Posted by at 09:57
Apr 172009
 
Mit einem tagelangen Hungerstreik hat Boliviens Staatschef Evo Morales eine Wahlrechtsreform erzwungen. Sie ermöglicht ihm die Wiederwahl.
Evo Morales (Reuters)

Das Parlament in La Paz beschloss die Reform am Dienstagfrüh (Ortszeit) nach neunstündiger Debatte. Morales und seine Anhänger beendeten daraufhin ihren knapp einwöchigen Hungerstreik. „Das Volk darf niemals vergessen, dass der revolutionäre Wandel durch Kampf erreicht wird“, sagte Morales nach dem Ende des Hungerstreiks. mehr

 Posted by at 19:25