BÜCHER ZUM THEMA
DAS BUCH ZU WEIHNACHTEN:
KONSTANTIN WECKER, BERNARD GLASSMANN:
Es geht ums Tun und nicht ums Siegen
Engagement zwischen Wut und Zärtlichkeit
(Kösel Verlag, September 2011)
Gerade in dieser Zeit, wo die alte Welt aus den Fugen gerät und man sich eine neue Welt mit brennender Ungeduld herbeisehnt, kommt dieses Buch wie gewünscht.
Liedermacher und Poet Konstantin Wecker, der ein turbulentes Leben hinter sich hat, und Bernard Glassmann, amerikanischer Zen-Meister, bekannt durch sein sozialpolitisches Engagement, erzählen über ihre durch Krisen und Schicksalsschläge gereiften Lebenserfahrungen.
„Empört euch, gehört euch und wehrt euch, es ist nie zu spät“
Wehrt euch beispielsweise gegen den wahnsinnigen Konsum, gegen die Verführung der Menschen durch die überzähligen Einkaufszentren, falsche Glückstempel par excellence. Wagen wir doch, aus dem alten Trott auszubrechen, uns selbst zu entdecken aber auch einen kritischen Blick auf die Gesellschaft zu werfen, wagen wir doch, uns einzubringen, uns zu empören, wenn nötig, zum Leben Mut zu fassen „zwischen Zärtlichleit und Wut“. Eine liebevollere und gerechtere Gesellschaft könne einzig durch die Verbindung von politischem Engagement und spiritueller Weisheit erreicht werden, erfahren wir in diesem wertvollen Buch. Sicherlich keine neue Erkenntnis, aber wir Menschen müssen immer wieder daran erinnert werden, dass auch wir Geschichte mitgestalten sollen, dass es also ein Irrtum ist, sich ins Private zurückzuziehen, in dem Glauben, dass es allein die Aufgabe der vielen „tüchtigen“ Leute sei, uns zu zeigen , wo’ s lang geht. Das Resultat kennen wir.
„Empört euch und wehrt euch und liebt euch und widersteht!“
Wecker und Glassmann machen uns Mut, aktiv am Leben teilzunehmen, mitzuhelfen, die Wirklichkeit zu verändern. Nicht ein machtversessenes Gegeneinander, sondern ein liebevolles Miteinander kann eine lebenswerte Zukunft garantieren. (M.S.)
BOLIVIEN IM UMBRUCH
Der schwierige Prozess der Neugründung, hrsg. von Peter Gärtner u.a.,
Quetzal Leipzig e.V., 2 Halbbände, zusammen 720 Seiten, 29 €
ILA, die Zeitschrift der Informationsstelle Lateinamerika, sieht in diesem Buch „die fundierteste und wichtigste Veröffentlichung zum politischen Prozess in Bolivien seit dem Amtsantritt von Evo Morales Anfang 2006.“
Auch macht ILA an anderer Stelle auf eine sehr gelungene Analyse des bolivianischen Verfassungsprozesses aufmerksam, nämlich auf dieDoktorarbeit von Almut Schilling-Vacaflor :
RECHT ALS UMKÄMPFTES TERRAIN, die neue Verfassung und indigene Völker in Bolivien,
Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2010, 290 S., broschiert, 49 €
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WO DER KONDOR WACHT UND DIE BERGE SPRECHEN
Märchen aus der indigenen Welt der Runa in Peru,
Welthaus Bielefeld Verlag 2011, 133 Seiten, 17,80€
Dieser Sammelband, von peruanischen Kindern illustriert, enthält siebzehn Märchen in deutscher Sprache, sechs zusätzlich auf Spanisch und eines in der indigenen Quechua Sprache. Der Erlös des Buches kommt dem bilingualen Bildungsprogramm von der peruanischen Hilfsorganisation ADECAP zugute.
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DER ANDERE 11. SEPTEMBER
von Cristian Alvarado Leyton (Hrsg.),
Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2010, 24.90 €.
Santiago de Chile 11. September 1973: General Pinochet putschte gegen den demokratisch gewählten Präsidenten Salvador Allende. Bis 1990 herrschte er mit eiserner Hand, war Garant dafür, dass der aus den USA importierte Neoliberalismus in Chile experimentiert werden konnte, bevor er sich in aller Welt ausbreitete. Die gesellschaftlichen und ethischen Folgen des anderen11. September,“ jenem Tag, als der Tod endgültig in unser Leben eindrang und uns für immer veränderte“ (A. Dorfman), kommen in diesem Sammelband zur Sprache. „Wir erinnern in unsern Beiträgen,“ schreibt Herausgeber C. Leyton, „nicht nur an das Leid, das Menschen gesellschaftlich bedingt erfahren, wir erinnern auch an ihre Kämpfe, an ihre Kraft, Gesellschaft zu einer menschenwürdigeren verändern zu wollen, die uns weiter befähigt zu handeln.“ Die meisten der 16 Beiträge aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Disziplinen ermöglichen es dem Leser sich ein Bild zu machen, ob das neoliberale Chile tatsächlich als Erfolgsmodell gelten kann.
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LA FAIM TUE
de Jean Feyder,
l’Harmattan, septembre 2011
« Mordshunger », le livre fort apprécié du diplomate luxembourgeois est maintenant aussi disponible en français. La faim tue. Chaque jour 25000 personnes. Pourquoi ce scandale?
Jean Feyder en analyse les causes profondes et propose un autre développement que celui des organisations financières internationales. A lire absolument !
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WENN KINDER SICH EMPÖREN UND SICH ENGAGIEREN
BAUM für BAUM, Felix & Freunde,
oekom verlag, München 2010, 12.90 €
Mit einem einfachen Schulreferat fing 2007 alles an. Felix Finkbeiner, zehnjähriger deutscher Junge, klärte seine Klassenkameraden über den Treibhauseffekt und dessen Folgen für die Menschheit auf. Er empörte sich über die Welt, in der wir leben, wollte aber auch etwas dagegen tun. So wurde die außergewöhnliche Idee geboren, in jedem Land der Erde Bäume gegen den Klimawandel zu pflanzen. Von dieser großartigen, Mut machenden Aktion erzählt dieses flott aufgemachte Buch. Empfehlenswert ab 10 Jahre.
Heute ist Felix 14, sein Projekt „Plant fort the Planet“ ist in 70 Ländern aktiv (www.plant-for-the-planet.org)
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JEAN FEYDER: MORDSHUNGER
Wer profitiert vom Elend der armen Länder?
Westend Verlag , ISBN 978-3-938060-53-7
Die schnelle Rettung maroder Banken und Konzerne einerseits, die Gleichgültigkeit gegenüber der Tatsache, dass täglich 25 000 Menschen an Hunger oder an seinen Folgen sterben andererseits. Szenen eines Science-Fiktion Filmes? Leider nein. Knallharte Wirklichkeit: Mehr als eine Milliarde Menschen leiden an Unterernährung und Hunger. Nie zuvor in der Menschheitsgeschichte waren es so viele. DIE Schande für die Weltgemeinschaft!
JEAN FEYDER, Luxemburger Botschafter bei den internationalen Institutionen in Genf, hat sich mit dieser Problematik auseinandergesetzt. Er beschreibt die tieferen Ursachen dieses Hungerskandals. Er legt dar, welche Folgen die Liberalisierung der Märkte, die Deregulierung des Finanzsystems und die Programme der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds für die armen Länder haben und unterbreitet Lösungsvorschläge. Auch die EU, die etwa 60 Prozent der weltweiten Entwicklungshilfe leistet, wird unter die Lupe genommen. Feyder kritisiert die Inkohärenz ihrer Politik und verlangt u.a. eine Neuausrichtung ihrer Handelspolitik, „die es den Ländern des Südens erlauben würde, eine Selbstversorgung hinsichtlich der Nahrungsmittelproduktion zu erreichen, wie sie die EU ja bereits praktiziert.“ Feyder fordert, genau so wie Agrarwissenschaftler W. Bommert*, einen radikalen Umbau des weltweiten Ernährungssystems.
Zu beglückwünschen ist der Autor dieses bemerkenswerten Buches dafür, dass er, genau so wie Jean-Claude Juncker im Vorwort zu MORDSHUNGER, kein Blatt vor den Mund nimmt, selbst auf die Gefahr hin, dass ihr engagiertes Leben dadurch noch mehr aufgewühlt werden könnte. Es bleibt zu hoffen, dass die Mutigen sich Gehör verschaffen, besonders in jenen Kreisen, wo tagtäglich über Leben und Tod von Tausenden von Menschen entschieden wird. „Mit einigen kurzen Mausklicken an einem bunten Computerschirm in einem klimatisierten Großraumbüro stehlen einige wenige (Finanzmarktjongleure) in Sekunden mehreren Millionen die Lebensgrundlage. Dies ist nicht nur verwerflich, es ist ganz einfach kriminell.“ (Juncker)
(*) W. Bommert: Kein Brot für die Welt, Riemann Verlag, 2009
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ROBERT LESSMANN: DAS NEUE BOLIVIEN
EVO MORALES UND SEINE DEMOKRATISCHE REVOLUTION
Rotpunktverlag, ISBN 978-3-85869-403-4
Bevor der Politologe R. Lessmann eine erste Bilanz über das neue Bolivien unter Evo Morales zieht, liefert er eine solide Einführung in die Geschichte dieses Landes. Er setzt sich mit der Tiwanaku- und Inkakultur auseinander und zeigt auf, wie der ärmste Staat Südamerikas bis zum Amtsantritt von Evo Morales im Januar 2006 regiert wurde. Vom NEUEN BOLIVIEN beschreibt Lessmann nicht nur die Leistungen und Erfolge, nein er weist auch auf die Turbulenzen und Defizite der bolivianischen Regierung hin. Die Neugründung Boliviens, ein Wagnis? Ganz sicher! Weil innerhalb von vier Jahren schon eine kleine Revolution stattgefunden hat: An der Debatte über die Zukunft des Landes waren nämlich auch – zum ersten Mal seit Bestehen dieses Landes – die marginalisierten Bevölkerungsgruppen der Armen und Indigenas beteiligt. Unterprivilegierte stiegen sogar in Regierungsverantwortung auf. Und: Die Gewinne aus der Ausbeutung der reichen Bodenschätze Boliviens bleiben künftig großenteils in Bolivien selbst! Fürwahr hoffnungsvolle Zeichen! Aber, die passen nicht in jedermanns Konzept!
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KREUZ UND QUER durch CHILE
Kalender 2011 für junge Leute, GAW Verlag, ISBN 978-3-87593-107-5
Das vom Verlag des Gustav-Adolf-Werks e.V. herausgegebene Büchlein gibt einen guten Einblick über Chile: seine Geschichte, seine Sitten und Gebräuche, seine Schönheiten, seine Persönlichkeiten… Einheimische Jungen und Mädchen erzählen über sich und warum sie gerne in ihrem Land leben. Dem recht sympathischen Taschenkalender ist eine Faltkarte über den Andenstaat beigelegt.
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SALVADOR ALLENDE, l’enquête intime, livre de Thomas Huchon, édité par Eyrolles
Thomas Huchon était jeune journaliste à Santiago du Chili quand Salvador Allende, président socialiste élu démocratiquement, a été renversé par le général Pinochet en septembre 1973. Qui était cet homme politique, vénéré par les petites gens du Chili et figure charismatique de la gauche? Huchon présente dans son livre l’ancien président chilien au travers de témoignages d’une vingtaine d’amis, collaborateurs et alliés. Ainsi il découvre «un personnage historique fascinant, et un homme assez déroutant, plein de contradictions.»
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HELMUT FRENZ: ….UND ICH WEICHE NICHT ZURÜCK
Chile zwischen Allende und Pinochet, erschienen im GAW Verlag, Pistorisstrasse 6, D-04229 Leipzig
Der heute 77 jährige Menschenrechtler H. Frenz lebte als evangelischer Pfarrer und Bischof von 1965-1975 in Chile. In seinem bewegenden, spannend geschriebenen Buch, erzählt er von seinen Erlebnissen mit der Deutschen Kolonie in Concepción, von der hoffnungsvollen Zeit unter Allende und seinem Einsatz für die Verfolgten unter dem Terrorregime von General Pinochet. Helmut Frenz steht, genau so wie unsere Freundin Karoline Mayer, stellvertretend für jene unerschrockenen ChristInnen, die in Chiles schweren Zeiten für die Menschenrechte kämpften. Heute sind sie in ihrer zweiten Heimat hochangesehen. Ein Register sowie weiterführende Literatur hätten dieses zeitgeschichtliche Zeugnis noch wertvoller gemacht.
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Leonardo Boff: TUGENDEN FÜR EINE BESSERE WELT
Butzon & Bercker Publik-Forum Edition, 2009,
ISBN 978-3- 7666-1285-4
Der brasilianische Theologe und Ethiker Leonardo Boff lädt uns ein, die vier Tugenden einer wohlverstandenen Globalisierung kennen zu lernen. Sie heißen: Gastfreundschaft, Zusammenleben, Toleranz und Tischgemeinschaft. “Eine bessere Welt ist möglich” – das ist seine tiefe Überzeugung. Dazu bedarf es aber, dass wir Abschied nehmen von der Kultur der Zerstörung, die ihr Gravitationszentrum im Willen zur Macht hat. Dieser kommt besonders zum Ausdruck in der Herrschaft über andere Völker, im Hungertod unzähliger Menschen, in der Gewalt gegen die zur Ware degradierten und den Marktinteressen ausgelieferten Natur. Boff ruft nicht nur alle Christen auf, teilzunehmen an dem atemberaubenden Prozess, der die Menschheit an eine neue Schwelle ihrer Entwicklung führt: Frieden für alle! Ist dieses Ziel nicht zu hoch gesteckt? Boff lässt dazu an einer Stelle seines Buches den brasilianischen Dichter Mário Quntana zu Wort kommen: “Sind die Dinge unerreichbar – was soll’s! Das soll uns nicht daran hindern sie nicht zu wollen. Wie traurig wären unsere Wege ohne das magische Licht der Sterne.”
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WILFRIED BROMMERT: KEIN BROT FÜR DIE WELT
Die Zukunft der Welternährung
Riemann Verlag, München, 2009, ISBN 978-3-570-50108-5
Noch sind die Regale unserer Supermärkte wohl gefüllt, aber es scheint, dass die Zeiten einer gesicherten Welternährung zu Ende gehen. W. Brommert, Umweltjournalist und Agrarwissenschaftler hat in fünf Kontinenten viele Erfahrungen gesammelt. Er beweist warum ein “Weiter-so” in der Welternährung in die Katastrophe führen würde und ruft Wissenschaft, internationale Politik und Zivilgesellschaft zu einem Umdenken auf.
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Klaus Werner-Lobo:
UNS GEHÖRT DIE WELT
Macht und Machenschaften der Multis
Carl Hanser 2008, 277 S., ISBN 978-3-446-23100-9
Ich glaube kaum, dass ich Sie ins Bild setzen muss über die Großwetterlage weltweit. Doch um Klarheit zu schaffen: Ich denke hier besonders an die Hungerkatastrophe, die Weltwirtschaftskrise, und an den Klimawandel … Dabei scheint mir klar zu sein, dass diese unsere Welt nicht erst seit der Bankenkrise verrücktspielt. Vielleicht ist es uns aber erst jetzt bewusst geworden, wie viele Schurken auf unserm Planeten leben, die sich auf Kosten ihrer Mitmenschen und der Umwelt bereichern. Das geht aber nur so lange wir mitspielen. Gut gesagt! Aber gegen globale Ungerechtigkeiten können wir einfache Bürger nichts machen. Machtlos sind wir doch.
NEIN, ruft uns H.W. Lobo zu. Wehren wir uns! Die Welt ist nämlich keine Ware. Sie gehört uns allen! Informieren wir uns! K.W. Lobo macht in seinem Buch den Zusammenhang von globalen Problemen wie Armut, Ausbeutung und Korruption, Krieg, Rassismus und Klimawandel mit unserm persönlichen Leben durchschaubar. Dazu liefert er Hintergrundinformationen, geht der Frage nach, wie eine bessere Welt aussehen könnte und was wir dafür tun können. Er klagt ein System an, das die Welt in Freund und Feind, in Gewinner und Verlierer im großen Kampf um Macht und Geld einteilt. Wie recht hat er, wenn er uns anspornt, unsere Freiheit und unsern Wohlstand zu verteidigen, indem wir uns für Freiheit und Wohlstand eines jeden Menschen einsetzen. Hervorzuheben, dass Lobo am Ende eines jeden Kapitels seines bemerkenswerten Buches eine Zusammenfassung des vorher Besprochenen angibt und mit Internetadressen bereichert. Kurzum: ein Buch, das Mut macht, sich für eine bessere Zukunft einzusetzen!
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Alex Steffen Knesebeck (Hrg.)
WORLD CHANGING
Das Handbuch der Ideen für eine bessere Zukunft
2008, ISBN 978-3- 89660-599-3
Wie sollen wir uns den großen Herausforderungen unserer Zeit, den ökologischen und sozialen Problemen stellen?
Ziel des vorliegenden 480 Seiten starken und reichlich illustrierten Buches ist es, einen Teil der Lösungen vorzustellen, die Menschen bereits entwickelt haben, um uns eventuell bei der Suche nach eigenen Lösungen zu inspirieren. Im Ganzen werden 79 Themen zu folgenden Kapiteln behandelt: Konsum, Wohnen, Städte, Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Unser Planet.
WORLD CHANGING, ein Nachschlagewerk, von Autoren aus aller Welt geschrieben, sucht nach leidenschaftlichen Menschen, die sich für das Unterfangen engagieren, eine lebenswerte Zukunft mit zu gestalten. Alltagshelden werden gebraucht, die den Mut haben, in neuen Bahnen zu denken und die globale Krise mit aller Macht zu bekämpfen. Dieses Buch gehört in die Bibliothek eines jeden, der „Teil dieser Generation sein möchte” (Al Gore).
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Leonardo Boff
ANWALT DER ARMEN
40 Jahre Theologie der Befreiung
Wegwarte Verlag, Bollingen (ISBN 978-3-9522973-9-1)
Der heute 80 jährige peruanische Priester und Theologe GUSTAVO GUTIERREZ wird als der Vater der Befreiungstheologie angesehen. Sein viel beachtetes Buch „Theologie der Befreiung“ *, erschienen 1968, wurde nicht in Lehrsälen und Schreibtischen entwickelt. Nein, es geht vom Evangelium und von den Erfahrungen von Männern und Frauen aus, die sich in diesem von Unterdrückung und Ausbeutung beherrschten lateinamerikanischen Kontinent dem Prozess der Befreiung verpflichtet haben. Befreiung von all dem, was den Menschen daran hindert, glücklich zu werden. Der von Jesus von Nazareth bezeugte Gott will nämlich das umfassende Wohl und Heil des Menschen, das Glück des Menschen in allen Dimensionen seines Daseins.
Im selben Jahr kommt die Vollversammlung des südamerikanischen Bischofsrates Celam in Medellin/Kolumbien zusammen. Sie beschließt, die Kirche zur befreienden Evangelisierung und vorrangigen OPTION FÜR DIE ARMEN, einer politischen Option zu führen. Es geht um Veränderung in den Gesellschaftsstrukturen, damit Zellen menschenwürdigen Lebens und Zusammenlebens entstehen, damit auch den an den Rand der Gesellschaft Gedrängten Gerechtigkeit widerfahre. Ein neuer Abschnitt der Kirchengeschichte beginnt…..
Wie die Theologie der Befreiung sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte entwickelt hat, welchen Schwierigkeiten sie innerhalb der Amtskirche begegnet ist und was heute aus ihr geworden ist, können Sie in LEONARDO BOFFs neuestem Buch nachlesen, 48 Seiten, reichlich illustriert und für jeden verständlich.
* G. Guiterrez: Theologie der Befreiung, Grünewald Verlag 1992, 10. Auflage, 384 S. ISBN 978-3-7867-1573-3
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Peter Overbeck: Santiago, 11. September
Erinnerungen an Chile;
Edition Nautilus, Hamburg 2008; 255 S., ISBN978-3-89401-581-7
Der deutsche Kameramann Peter Overbeck beobachtet hautnah den sozialen Wandel in Chile unter Präsident Allende (1970-1973). Er erlebt aber auch das Ende dieser gewaltfreien Revolution: General Pinochets Putsch, unterstützt von den USA, gegen den demokratisch gewählten Präsidenten, am 11 September 1973.
In einer einfachen, klaren Sprache wird Overbecks Buch zu einem Augenzeugenbericht, der unter die Haut geht. Seine Bilanz über die Jahre des heute makroökonomisch blühenden Andenlandes nach der Diktatur der Militär1unta (1973-1990), fällt eher nüchtern aus.
Doch die Hoffnung besteht, wie Allende sie in seiner letzten Rede formuliert hat, dass „eher früher als später freie Menschen auf breiten Strassen marschieren werden, um eine bessere Gesellschaft aufzubauen“.
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Elisabeth Hüttermann (Hrsg.)
ICH BIN….
Lebensgeschichten aus Bolivien
Rotpunktverlag ISBN: 987-3-85869-358-7
Insgesamt 23 Frauen und Männer aus verschiedenen Provinzen und Ethnien Boliviens erzählen, wie sie unter schwierigen Verhältnissen ihren Weg durchs Leben finden. Sie lassen uns miterleben, was es heißt, arm zu sein in einem an natürlichen Ressourcen überaus wohlhabenden Land. Dabei werden alle Lebensgeschichten mit einem reichlich illustrierten Hintergrundtext versehen. So lernen wir das ärmste Land Südamerikas geografisch, wirtschaftlich und sozial kennen.
Elisabeth Hüttermann, Herausgeberin dieses Buches, seit 20 Jahren in der Bildungsarbeit in Bolivien tätig, kommt das große Verdienst zu, Menschen zu Wort kommen zu lassen, die gewöhnlich keine Stimme haben. Ihr Buch macht deutlich, wie wichtig ein Erfolg der neuen Verfassungsreform wäre, damit die seit Jahrhunderten ausgegrenzte indigene Bevölkerung endlich zu ihren Rechten kommt!
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Muruchi Poma
EVO MORALES
Die Biografie
Militzke Verlag ISBN: 378-3-86189-772-9
Die Lebensgeschichte von Evo Morales hat viele Ähnlichkeiten mit den Porträts der Menschen, die im Buch von E. Hüttermann vorgestellt werden.
Auch der heutige Präsident Boliviens stammt aus ärmlichen Verhältnissen und hat eine harte Kindheit und Jugend hinter sich. Vier seiner sieben Geschwister überlebten die drei ersten Lebensjahre nicht. In seiner Jugend betätigte er sich als Hirte auf dem Altiplano, bevor er mit seinen Eltern in den tropischen Chapare im Tiefland Boliviens umzog. Hier begann sein unermüdlicher Einsatz für soziale Gerechtigkeit, demzufolge er Ende 2005 zum ersten indigenen Präsidenten Boliviens gewählt wurde.
Muruchi Poma, bolivianisch-deutscher Autor, recherchierte intensiv vor Ort, um den Weg eines Mannes, “der zum Vorbild und zur Hoffnung von Millionen Indigenas geworden ist“, nachzuzeichnen.
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EIN HEFT DER „KINDERNOTHILFE“ ÜBER BOLIVIEN
Das deutsche Hilfswerk „Kindernothilfe“ gibt gelegentlich Kinder-Hefte zu verschiedenen Dritte-Welt-Ländern heraus. Heft 20 dieser Serie hat zum Thema BOLIVIEN, mit Seiten über die Kinderarbeit weltweit und in Potosi (BO). Hier spielt sich auch die Titelgeschichte ab: Robinson und Tina im Berg des Teufels.
Die flott aufgemachte, informative, 20 Seiten starke Broschüre können wir wärmstens empfehlen. Nicht nur Kindern!
Zu bestellen bei der KNH Düsseldorfer Landstrasse 180 D-47249 DUISBURG
www.kindernothilfe.de
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