Morales kämpft für Boliviens Kokapflanze

März 13th, 2009

moralesDrogenhändler nutzen zunehmend Schlupflöcher im internationalen Handel, um das Rohmaterial für ihre illegalen Drogenlabore zu beschaffen – das war die Bilanz des internationalen Suchtstoffkontrollrates in seinem jüngsten Jahresbericht. Daher treffen sich vom 11. bis 13. März 2009 Vertreter von 53 Staaten bei den Vereinten Nationen in Wien, um neue Richtlinien für die internationale Drogenpolitik festzulegen.

 

Ist die Kokapflanze eine Droge?

Beim diesjährigen Gipfel sollen die seit letztem Jahr ausgewerteten Ergebnisse der Zehn-Jahres-Strategie, die bei der Sondersitzung der UN-Generalversammlung für Drogen (UNGASS) 1998 in New York festgelegt wurden, bewertet werden. Das Ziel dieser Strategie war es, den illegalen Drogenanbau, den Drogenhandel und die Nachfrage nach Drogen bis 2008 zu eliminieren oder zumindest zu reduzieren.kokaanbau

 

Unter den Teilnehmern ist auch Boliviens Präsident Evo Morales, der sich in Wien für die “Entkriminalisierung der Kokapflanze” stark machen will, wie er kurz vor seiner Abreise in La Paz ankündigte. “Als Boliviens Präsident fahre ich nach Österreich, um die Kokapflanze zu verteidigen”, sagte er. Begleitet wird er auf seiner Reise nach Agenturangaben von seinem Vizeminister für Soziale Verteidigung und Drogenbeauftragten, Felipe Cáceres, und einigen Vertretern des bolivianischen Kokabauernverbandes.

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