Bolivien bleibt ein gespaltenes Land

Eine Mehrheit der BolivianerInnen stimmt der neuen Verfassung Boliviens zu. Doch so hoch, wie sich Präsident Evo Morales das vorgestellt hatte, fällt das Ja nicht aus. Und in den oppositionell regierten Provinzen des reicheren Tieflands siegt das Nein

VON JÜRGEN VOGT

Demonstranten in La Paz feiern die Annahme der neuen Verfassung Foto: AP

„Der Kolonialstaat ist zu Ende“, sagte Boliviens Präsident Evo Morales am Sonntagabend in einer Rede vom Balkon des Präsidentenpalastes Quemada. „Heute haben wir ein neues Bolivien mit Chancengleichheit für alle Bolivianer gegründet.“ Damit verkündete Evo Morales die Annahme der neuen Verfassung. Mit 58,7 Prozent der Stimmen hatte das „Ja“ zur neuen Verfassung beim Referendum deutlich obsiegt. Die Abstimmung der knapp vier Millionen Wahlberechtigten war friedlich verlaufen. Mehr als 300 internationale Wahlbeobachter hatten den Ablauf des Referendums beobachtet … mehr

 

indigene Bewohner von Walata Chico bei der Stimmabgabe Foto: AP

indigene Bewohner von Walata Chico bei der Stimmabgabe Foto: AP

Neues von der EPA

Diane Catani aus Junglinster ist seit September 2008 in der Escuela Popular de Artes im Armenviertel Achupallas in Viña del Mar tätig. DIANE war in den Jahren 1998/1999,  durch Vermittlung von Chiles Kinder asbl. , bei der Fundación Cristo Vive Chile von Sr. Karoline angestellt. Sie leistete dort hervorragende Arbeit mit Straßenkindern der Armensiedlung Quinta Bella. Sie setzte sich nicht nur bei der Hausaufgabenhilfe ein, sondern begleitete auch die Jungen und Mädchen in ihrer Freizeit. Nach einem Jahr Studium in Sozialpädagogik an der Uni Freiburg kehrte sie nach Santiago zurück, um dort ihr Praktikum zu machen. Wieder zurück in Europa studierte sie noch Theaterpädagogik und war in den letzten Jahren in einem Baseler Mutter-Kind-Haus berufstätig. Sie schickt uns liebe Grüße sowie einige Fotos von den Aktivitäten der Schule.
Kinderorchester EPA

Das Kinderorchester während einer Probe 

Jugendorchster EPA

Das Jugendorchester bei der Vorbereitung, während des Besuches der luxemburgischen NGO ‘Niños de la Tierra’

Tanzgruppe EPA

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Bolivien beginnt mit Ausarbeitung eines neuen Autonomie-Gesetzes

Das neue Gesetz entsteht unter Beteiligung der sozialen Bewegungen und indigenen Völker

Von M. Daniljuk

amerika21.de

La Paz. Heute trafen in La Paz der bolivianische Präsident Evo Morales und Vertreter der Bundesstaaten sowie der indigenen Gemeinden zusammen. Sie beginnen mit der Ausarbeitung eines neuen Autonomie-Gesetzes. Notwendig wird diese Neufassung durch die neue Verfassung, über die am 22. Januar eine Volksabstimmung stattfinden wird. Den Autonomie-Regelungen kommt besondere Bedeutung zu, weil sich Bolivien einerseits als ein plurinationaler und partizipativer Staat neu konstituieren will, aber andererseits die rechte Opposition eine eigene „Autonomie-Bewegung“ gegründet hat, um die Kontrolle über den Großgrundbesitz und die Bodenschätze des Landes zu behalten …mehr